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Was Brüssel-Reisende jetzt beachten sollten

Bei den Anschlägen von Brüssel hatten die Attentäter es auf öffentliche Verkehrsknotenpunkte abgesehen. Was Sie beachten sollten, wenn Sie jetzt trotzdem über Brüssel reisen möchten oder müssen.

Reisende mit Koffern sind in Brüssel gestrandet

Viele Reisende sind nach den Terror-Anschlägen in Brüssel gestrandet

Nach den Terroranschlägen am internationalen Brüsseler Flughafen haben mehr als Tausend Flugpassagiere die Nacht in Behelfsunterkünften verbracht. Etwa 1500 Transitpassagiere seien unter anderem in einer Sporthalle in dem Ort Haasrode sowie einer Turnhalle in Zaventem nahe des Flughafens untergekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Provinzgouverneur Lodewijk De Witte.

Der Brüsseler Flughafen Zaventem bleibt nach den Anschlägen auch am Donnerstag für den Passagierverkehr geschlossen. Dies teilte der Direktor der Betreibergesellschaft, Arnaud Feist, am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Es wird demnach am Donnerstag keinerlei Passagierflüge von und nach Brüssel geben. Reisende wurden gebeten, ihre Fluglinien zu kontaktieren.

Die Ermittler untersuchen den abgesperrten Tatort, teilte die Betreibergesellschaft mit. Deshalb habe man die Schäden in der Abflughalle noch nicht abschätzen können. Heute soll festgestellt werden, wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden könne.

Viele Passagiere sitzen in Brüssel fest

Die Zahl aller gestrandeten Passagiere ist gestiegen. Hotels in der belgischen Hauptstadt boten Betroffenen der Terroranschläge kostenlose Zimmer an. Bei den Attentaten auf die Metro und den internationalen Flughafen von Brüssel kamen nach offiziellen Angaben mehr als 30 Menschen ums Leben. Etwa 260 wurden verletzt.

Die Metrostation Maelbeek, einer der Schauplätze der Brüsseler Anschläge, soll noch wochenlang geschlossen bleiben. Das sagte Bürgermeister Yvan Mayeur, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die Brüsseler Verkehrsbetriebe STIB können das Ausmaß des Schadens an der Station noch nicht einschätzen. Die Ermittlungen vor Ort liefen noch, die Mitarbeiter haben keinen Zugang. Mayeur sprach im Sender Bel RTL von einer "extrem heftigen Explosion".

Zugverkehr in Brüssel soll sich wieder normalisieren

Der Zugverkehr in der Region soll sich wieder normalisieren. Die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge sollen ihre Fahrten wieder aufnehmen. Sie fahren unter anderem von Nordrhein-Westfalen über Brüssel nach Paris. Auch die Deutsche Bahn will ihre ICE von Frankfurt nach Brüssel und zurück wieder regulär einsetzen. Die Eurostar-Züge zwischen London und Brüssel sollen ebenfalls zum normalen Verkehr zurückkehren.

Reisende müssten mit verstärkten Kontrollen rechnen, teilte die Bahngesellschaft SNCB-NMBS heute mit. Der Bahnhof Brüssel-Schumann mitten im Europaviertel, die Station am Flughafen und einige kleinere Brüsseler Bahnhöfe blieben geschlossen.

Brüsseler Nahverkehr stark eingeschränkt

Größere Einschränkungen gab es nach wie vor beim öffentlichen Nahverkehr in der EU-Hauptstadt. Die Brüsseler U-Bahnen verkehrten nach Angaben der Betreibergesellschaft STIB-MIVB nur eingeschränkt, auf einigen Linien gar nicht. Über Twitter oder die Homepage der Verkehrsbetriebe STIB können sich Nahverkehrreisende über Neuigkeiten informieren.

js/AFP/DPA
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