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Militär bombardiert Vororte von Damaskus

Die Truppen von Machthaber Assad und die Aufständischen ringen um die Vorherrschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Besonders umkämpft ist der Zufahrtsstraße zum Flughafen der Stadt.

  Die Luftwaffe von Assad (Archivbild 21. November) fliegt Angriffe gegen Stellungen der Rebellen rund um die syrische Hauptstadt

Die Luftwaffe von Assad (Archivbild 21. November) fliegt Angriffe gegen Stellungen der Rebellen rund um die syrische Hauptstadt

Die syrische Armee hat im Kampf um die Kontrolle über die Hauptstadt erneut mehrere Vororte von Damaskus bombardiert. Luftangriffe und schweres Artilleriefeuer richteten sich am Samstag auf Stellungen der Aufständischen am Stadtrand. Laut Aktivisten wurden im Syrien-Konflikt noch nie so viele Journalisten innerhalb eines Monats getötet wie im November.

Den dritten Tag in Folge versuchten die Streitkräfte mit einer Offensive die volle Kontrolle über einen etwa acht Kilometer weiten Ring rund um Damaskus zurückzugewinnen. Zu den besonders schwer beschossenen Ortschaften gehörte das westlich gelegene Guta, durch das die Zufahrtsstraße zum Flughafen der Stadt verläuft.

Schüsse auf UN-Konvoi

Um den Flughafen waren am Donnerstag erstmals seit Beginn des Konflikts Gefechte ausgebrochen. Der syrische Informationsminister sagte am Samstag, der Flughafenbetrieb laufe "normal" und die Zufahrtsstraße sei "gesichert". Dennoch wurde am Freitag den zweiten Tag in Folge ein UN-Konvoi auf der Zubringerstraße von Unbekannten beschossen.

Im Osten des Landes, der weitestgehend unter Kontrolle der Aufständischen steht, nahmen die Regierungstruppen nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ein zuvor aufgegebenes Ölfeld wieder ein. Die Beobachtungsstelle, deren Angaben nicht überprüft werden können, berichtete zudem von 14 Rebellen, die am Samstag bei Gefechten um eine Luftwaffenbasis im Norden Syriens getötet worden seien. Auch in der nordwestlich gelegenen Metropole Aleppo sowie in der zentralen Provinz Homs dauerten die Gefechte am Samstag an.

13 Journalisten sterben im November

Im November wurden nach Angaben des Syrischen Journalistenverbands so viele Journalisten getötet wie nie zuvor in einem Monat seit Beginn des Aufstands. Es seien insgesamt 13 Reporter und Bürgerjournalisten getötet worden, teilten die den Aufständischen nahestehenden Aktivisten am Freitag mit. Seit Beginn des Konflikts im März 2011 seien mehr als hundert Journalisten und Medienvertreter getötet worden. Am Samstag waren nach Angaben eines Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP weite Teile des Landes weiter ohne Internet- und Telefonverbindung.

Der Syrien-Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, sagte, er befürchte, dass Syrien zu einem "Staat im Zerfall" werde und sprach von "fürchterlichen Folgen für das syrische Volk, für die Region und für den internationalen Frieden und die Sicherheit". Seit Beginn des Konflikts vor 20 Monaten wurden laut Zählungen von Kritikern der Führung in Damaskus über 41.000 Menschen getötet. Allein seit Januar flohen nach UN-Schätzungen rund 700.000 Syrer aus ihrer Heimat.

be/AFP/AFP
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