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In der Türkei geraten weitere Generäle der lange politisch mächtigen Armee ins Visier der Justiz.
Das türkische Verfassungsgericht hat die Regierungspartei AKP nicht verboten. Doch der Sieg schmeckt Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bitter: Das Gericht hat seine Partei verbal abgewatscht, und wenn der Premier nicht seine Streitlust zügelt, droht neuer Ärger.
Seit Wochen entfacht der Konflikt mit den kurdischen PKK-Rebellen in der Türkei eine fiebrige Stimmung. Er hat eine nationalistische Welle ausgelöst, die bisweilen in blanken Hass umschlägt. Am Montag haben die Türken nun ihren Nationalfeiertag zelebriert. Eine Reportage aus einem erzürnten Land.
Nach dem Scheitern der Krisengespräche mit dem Irak hat der türkische Ministerpräsident Erdogan nun offen mit dem Einmarsch ins Nachbarland gedroht. Die USA wollen dennoch nicht gegen die kurdischen Rebellen im Irak vorgehen.
Es hat erhebliche Widerstände gegeben. Wütende Demonstrationen, Drohgebärden der Militärs, Neuwahlen, wieder Demonstrationen - und zwei Wahlgänge. Nun aber hat Abdullah Gül, der vermeintliche Fundamentalist der Regierungspartei AKP, es geschafft: Er ist Staatspräsident der Türkei.
Die Wahl des konservativen Präsidentschafts-Kandidaten Abdullah Gül gilt als umstritten. Kritiker befürchten die Vermischung von Religion und Staat. Wenige Stunden vor der Wahl warnt das türkische Militär vor politischen Angriffen auf den säkularen Staat.
Seit Monaten tobt der Streit zwischen den Anhängern des frommen Ministerpräsidenten Erdogan und den Enkeln des Staatsgründers Atatürk. Ausgerechnet die Kopftuch-Verfechter setzen auf Europa, das aufgeklärte Bürgertum vertraut auf die Macht des Militärs.
Eine Explosion im Urlaubsort Antalya hat mehrere Menschen getötet - es war die letzte Bombe einer Serie von Sprengsätzen, die zuvor in Marmaris und Istanbul viele Menschen verletzt hatten. In ihrem Bekennerschreiben warnten die "Kurdistan Befreiungsfalken", eine Splittergruppe der PKK, vor weiteren Anschlägen.
Bei Bombenanschlägen in Istanbul, Antalya und Marmaris wurden zahlreichen Menschen getötet und verletzt. In der Nacht konnte offenbar eine weitere Katastrophe verhindert werden.
Ein Selbstmordattentäter mit Verbindungen zur kurdischen Untergrundorganisation PKK hat den Bombenanschlag auf ein Geschäftsviertel in Ankara verübt und sechs Menschen mit in den Tod gerissen. Der Attentäter wurde durch Fingerabdrücke und DNA-Analyse identifiziert.
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