Ein Land, in dem Millionen Menschen hungern, versinkt im Chaos: Im Norden Malis herrschen Islamisten, dem Süden eilt nun Frankreich zur Hilfe - Bilder aus dem Krisengebiet Mali. Von Niels Kruse
Bamako, 14. Januar 2012: Seit drei Tagen fliegt die französische Armee Luftangriffe gegen Rebellen und Islamisten in Mali. Gestützt auf eine UN-Resolution und mithilfe von Soldaten aus Nigeria und Senegal soll der Vormarsch der Aufständischen Richtung Süden gestoppt werden.
Seit Monaten schon sorgt sich die internationale Gemeinschaft vor einer "Afghanisierung" des nordafrikanischen Landes. Wegen der anhaltenen Aufstände der im Norden lebenden Tuareg hatte das Militär im März 2012 die Regierung aus dem Amt geputscht, einen Monat später erklärten die Rebellen den Nordteil Malis zum unabhängigen Staat "Azawad".
Seitdem versinkt die ehemals stabile Demokratie zunehmend im Chaos. In den besetzten Gebieten setzen die radikalen Islamisten immer öfter die Scharia durch, der Westen befürchtet, dass das führungsschwache und gespaltene Land zu einer neuen Brutstätte für Terroristen werden könne.
Frankreich versucht daher, seine ehemalige Kolonie vor Islamisten und Rebellen zu schützten. Präsident Francois Hollande sagte, die Armee des Landes soll den Kampf gegen "terroristische Elemente" unterstützen. Und "der Einsatz wird so lange dauern wie nötig."