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Diplomat Kafando übernimmt als Interimspräsident

Nach Massenprotesten war Burkina Fasos Präsident Compaoré Ende Oktober zurückgetreten. Bis zu ordentlichen Wahlen wird nun ein Diplomat das Sagen haben. Michel Kafando soll für Frieden sorgen.

  Der Diplomat Michel Kafando ist Übergangspräsident in Burkina Faso

Der Diplomat Michel Kafando ist Übergangspräsident in Burkina Faso

Der Diplomat Michel Kafando ist zum Übergangsstaatschef in Burkina Faso bestimmt worden. Wie ein Vertreter des Wahlkomitees, Ignace Sandwidi, mitteilte, soll Kafando die Geschicke des Landes als Interimspräsident leiten, bis im November kommenden Jahres umfassende Wahlen stattfinden. Kafando sei von den Kandidaten letztlich der "Konsenskandidat" gewesen, sagte Sandwidi, ein Vertreter der katholischen Kirche des Landes. Diese war an den stundenlangen Diskussionen über den Interimspräsidenten beteiligt.

Der 72-jährige Kafando war mehrere Jahre lang UN-Botschafter seines Landes. Von 1981 bis 1982 war er zudem Außenminister von Burkina Faso. Seine Nominierung durch das 23-köpfige Wahlgremium muss nun noch vom Verfassungsrat bestätigt werden. Kafando sagte in einer ersten Reaktion, er fühle sich geehrt, habe aber auch Ehrfurcht vor der Verantwortung. Außer ihm waren letztlich als Kandidaten nur noch der Journalist Cherif Sy und die Soziologin und frühere Ministerin Joséphine Ouédraogo in Frage gekommen.

Der Präsident von Burkina Faso, Blaise Compaoré, war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten zurückgetreten, woraufhin zunächst das Militär die Macht übernommen hatte. Am Sonntag hatten Vertreter von Streitkräften und Zivilgesellschaft in Ouagadougou eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll. Sie sagten zu, noch am Montag einen Übergangspräsidenten zu bestimmen.

nck/AFP/AFP
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