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13 Tote bei Busunglück in Spanien

Im Nordosten Spaniens sind bei einem schweren Unfall 13 Menschen gestorben. Ein Reisebus soll mit einem anderen Fahrzeug kollidiert und dann auf die Seite gestürzt sein.

Busunglück in Spanien

Feuerwehrmänner bei den Rettungsarbeiten an der Unglücksstelle im spanischen Tarragona, wo am Morgen 13 Menschen ums Leben kamen

Bei einem schweren Busunglück in Spanien sind 13 Studenten ums Leben gekommen. Etwa 30 Menschen in dem Reisebus wurden bei dem Unfall in der Nähe von Tarragona im Nordosten des Landes schwer verletzt, 13 weitere kamen mit leichten Blessuren davon. Das gab der katalanische Innenminister Jordi Jané am Sonntag an der Unglücksstelle bei der Ortschaft Freginals bekannt. Die Herkunft der Opfer war zunächst nicht bekannt. "Wir können derzeit nicht ausschließen, dass auch Deutsche betroffen sind", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagmittag.

Der Bus war kurz vor Morgengrauen mit 57 Menschen an Bord auf einer Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt und auf die Seite gestürzt. Alles deute darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks gewesen sei, sagte der katalanische Minister Jané.

Sie waren auf dem Weg nach Hause

Im Bus waren Erasmus-Studenten, die einen Ausflug zur Eröffnung des Volksfestes "Las Fallas" in Valencia unternommen hatten. Das Unglück ereignete sich auf der Rückfahrt nach Barcelona. Die Veranstalter der Exkursion hatten nach Informationen des katalanischen Fernsehens TV3 insgesamt fünf Busse gechartert. Der Unglücksbus sei als das letzte Fahrzeug in der Kolonne gefahren, hieß es. 

Nach Informationen des Innenministers war der Bus an den rechten Rand der Autobahn geraten. Der Fahrer habe dann das Steuer herumgerissen.
Daraufhin sei der Bus auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem Personenwagen kollidiert und auf der Seite liegengeblieben. Zwei Menschen in dem Auto seien verletzt worden. Der Fahrer des Busses überstand das Unglück leicht verletzt. Ein Test auf Alkohol und Drogen habe keinen Befund ergeben, teilte die Justiz in Barcelona mit.

Nicht der erste Unfall an dieser Stelle

Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont ordnete eine offizielle Trauer von zwei Tagen an.

Der Bürgermeister des nahe gelegenen Dorfes Freginals, Josep Roncero, sagte dem Radiosender RAC1, an der Unglücksstelle hätten sich schön häufiger Unfälle ereignet. Im September 2014 waren in Spanien bei einem Busunglück in der Region Murcia im Südosten des Landes 14 Menschen getötet worden.

Anmerkung: Zuvor war lange Zeit von 14 Toten die Rede gewesen, der katalanische Innenminister korrigierte seine ursprüngliche Angabe am Sonntagnachmittag auf 13 Opfer.


vim/DPA/AFP
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