Seltene Reuegeste: Spaniens König Juan Carlos hat sich für seine umstrittene Teilnahme an einer Elefantenjagd in Botsuana entschuldigt.

Ein Monarch bittet sein Volk um Verzeihung: König Juan Carlos beugt sich nach seinem Klinikaufenthalt dem öffentlichen Druck© Dominique Faget/AFP
Spaniens König Juan Carlos hat sich für seine umstrittene Teilnahme an einer Elefantenjagd in Botsuana entschuldigt. "Es tut mir sehr leid", sagte der 74-Jährige beim Verlassen eines Krankenhauses in Madrid, "Ich habe mich geirrt. So etwas wird nicht wieder vorkommen." Der Monarch musste sich in der Klinik stationär behandeln lassen, weil er sich bei einem Unfall die rechte Hüfte gebrochen hatte. Juan Carlos habe sich von der Hüftoperation gut erholt und könne sich weitgehend selbstständig bewegen, so Klinikdirektor Javier de Joz am Mittwoch in Madrid. Nun stehe eine mehrwöchige Rehabilitation an.
Der private Jagdausflug in das afrikanische Land war erst nach dem Unfall bekanntgeworden. Juan Carlos war in einem Safaricamp über eine Stufe gestolpert. Die extravagante Reise des Königs, der auch Ehrenpräsident der spanischen Sektion der Umweltschutzorganisation WWF ist, hatte in Spanien auch angesichts der Wirtschaftskrise des Landes Empörung ausgelöst. Der WWF hatte den König nahegelegt, sein Ehrenpräsidentenamt niederzulegen.