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US-Truppen haben ein Führungsmitglied aus dem Terrornetzwerk des Jordaniers Abu Mussab al Sarkawi festgenommen. Verzweifelt appellierte die Hilfsorganisation Care International die Entführer ihrer im Irak verschleppten Mitarbeiterin Margaret Hassan.
Millionen Menschen lebten vor 60 Jahren in den Ruinen des Zweiten Weltkriegs - Nahrung, Kleidung und Medikamente waren knapp. Damals wurde "Care" zum Zauberwort in Deutschland. Jetzt helfen die Pakete anderen.
Margaret Hassan ist seit einer Woche in den Händen ihrer Entführer im Irak. Al-Dschasira hat nun eine neue Video-Botschaft ausgestrahlt, auf der die Bagdad-Chefin der Hilfsorganisation "Care International" um ihr Leben fleht.
Die Oppositionspartei MDC in Simbabwe ist empört: Drei Wochen vor der Stichwahl um die Präsidentschaft ist ihr Kandidat Morgan Tsvangirai während einer Wahlkampfveranstaltung festgenommen worden. Die MDC vermutet hinter der Aktion reine Schikane von Amtsinhaber Robert Mugabe.
Von entführten Care-Direktorin Margaret Hassan ist ein Videoband aufgetaucht, Forderungen der Entführer gibt es bisher aber noch nicht. Der britische Premier Blair versprach indes Hilfe, um eine Freilassung der Geisel zu erreichen.
Mit Care verlässt eine der letzten Hilfsorganisationen den Irak. Die Entführung der Chefin Margaret Hassan zeigt, dass den Terroristen die Geiseln ausgehen und sie ihre Opfer nun unter den letzten verbliebenen Helfern des Landes suchen.
Die Familie der im Irak verschleppten Britin Margaret Hassan geht davon aus, dass die 59-jährige Care-Chefin ermordet worden ist. Al Dschasira berichtete zuvor, ein Video von einer Liquidation erhalten zu haben.
Die US-Truppen erzielen keine Fortschritte bei der Befriedung. Allein bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kaserne der Nationalgarde starben 16 Iraker. US-Truppen setzten ein Führungsmitglied der Sarkawi-Gruppe fest. Margaret Hassans Schicksal bleibt ungewiss.
Clementina Cantoni, die für die Hilfsorganisation Care in Afghanistan gearbeitet hat und dort gekidnappt wurde, ist wieder frei. Die Entführung hatte wohl keinen politischen Hintergrund
Vor dem Besuch von US-Präsident George W. Bush in den Katastrophengebieten wird das Krisenmanagement der Behörden massiv kritisiert. Große Probleme bereitet die Eskalation der Gewalt. Die Helfer müssen unter Kriegsbedingungen arbeiten.
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