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Al-Kaida-Häftlinge offenbar in Polen verhört

Normale Mitarbeiter haben keinen Zutritt zu dem Gebäude des polnischen Geheimdienstes - wohl aber die CIA. In der Nähe des Ortes Kiejkuty verhört der US-Geheimdienst offenbar Al-Kaida-Gefangene.

Die CIA nutzt offenbar ein Ausbildungszentrum des polnischen Geheimdienstes, um al-Kaida-Gefangene zu verhören. Laut des stern, deuten nun auch weitere Indizien darauf hin, dass Amerikaner das Geheimdienstcamp nahe des Ortes Kiejkuty als Stützpunkt dient.

Nach Aussagen eines hochrangigen polnischen Geheimdienstoffiziers aus Kiejkuty lebten Amerikaner für jeweils mehrere Monate schon seit fünf oder sechs Jahren auf dem Gelände. Damals sei auch innerhalb des etwa drei Kilometer langen und eineinhalb Kilometer breiten Camps eine abgeschirmte innere Zone angelegt worden: gut 100 Meter lang, vielleicht 50 Meter breit, geschützt von Stacheldrahtzaun und einer drei Meter hohen Mauer.

Normale polnische Geheimdienst-Mitarbeiter hätten dazu keinen Zutritt, wohl aber die Amerikaner. Auf dem Lagergelände parkten zudem Kleinwagen mit verdunkelten Scheiben - eben solche Modelle, von denen Mitarbeiter des Flughafens Szymany dem stern schon zuvor berichtet hatten, sie seien immer zu den CIA-Flugzeugen vorgefahren, die am Ende der Rollbahn des Flughafens von Szymany mit laufenden Motoren warteten.

Das Geheimdienstlager Kiejkuty liegt etwa zehn Kilometer vom Flughafen Szymany im Nordosten Polens. 1968 plante die Sowjet-Armee von hier die Niederschlagung des Prager Frühlings.

Marc Goergen/print

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