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Noch immer ist die westliche Welt angesichts des Gewaltausbruchs in Kenia schockiert. Doch Demokratie ist eine Lebensauffassung, von der man in Afrika oft noch weit entfernt sei, meint Experte Fritz Kopsieker. Dafür hätten die Kenianer noch erstaunlich demokratisch reagiert.
Mugabe, Museveni, Zenawi und nun Kibaki: Die Liste afrikanischer Staatschefs, die als Hoffnungsträger begannen, um sich dann mit aller Kraft ans Amt zu klammern, ist lang. Der zivile Putsch - ein afrikanisches Problem, dessen Gründe nicht nur hausgemacht sind.
Bislang galt Kenia immer als das nette Musterländle Afrikas. Doch es gärt schon länger dort. Wie so häufig auf dem schwarzen Kontinent bereichern sich "fette Katzen" an der bettelarmen Bevölkerung und der höchste Anti-Korruptionsbeamte musste vor seiner eigenen Regierung fliehen.
Drei Tage lang musste der kenianische Präsident Mwai Kibaki nach den Parlaments- und Präsidentenwahlen am Donnerstag um seine Wiederwahl bangen. Nun werden Vorwürfe der Manipulation und Wahlfälschung gegen ihn erhoben.
Der Handel mit Elfenbein ist seit 1990 offiziell verboten. Dennoch blüht das - illegale - Geschäft nach wie vor. Tragisch vor allem für den Elefanten-Nachwuchs.
Kenias neuer Präsident, der 71-jährige Mwai Kibaki, ist zwar einer der ältesten Parlamentarier des Landes, doch gerade seine jungen Anhänger erhoffen sich von dem studierten Ökonomen den Aufschwung für ihre Generation.
Erstmals seit seinem Amtsantritt bricht Kanzler Gerhard Schröder nach Afrika auf. Vier Länder - Äthiopien, Kenia, Südafrika und Ghana - stehen auf dem Programm. Mit seiner Reise will er die Reformkräfte des Kontinents ermutigen.
Deutschlands Afrika-Politik hat seit dem Ende des Kalten Krieges stetig an Bedeutung verloren. Doch neue Ansätze hatte auch der Kanzler bei seiner Reise nicht im Gepäck. So war Schröders Botschaft vor allem die: Wer sich selbst hilft, wird belohnt.
Seit mehr als einem Jahr war die Katastrophe vorhersehbar: Durch die Grosse Dürre in Kenia und Somalia sind Zehntausende von Tieren verendet und fünf Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Doch Schuld hat nicht das schlechte Wetter. Sondern die schlechte Politik.
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Daniel Toroitich arap Moi war von 1978 bis 2002 zweiter Präsident von Kenia.
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