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Flüchtlinge berichten von Folter

Die Lage in Libyen ist außer Kontrolle. Gaddafi soll sich mit vier Brigaden verschanzt haben, die Behörden kappen offenbar Internet- und Telefonleitungen. Die Ereignisse des Tages in der Rückschau.

+++ 19:58 Uhr: UNO entzieht Gaddafis Tochter Titel als Ehrenbotschafterin +++

Die Vereinten Nationen haben der Tochter Muammar al-Gaddafis den Titel einer UN-Ehrenbotschafterin entzogen. Angesichts der "jüngsten Entwicklungen" in Libyen sei die Zusammenarbeit mit Aischa al-Gaddafi beendet worden, sagte ein UN-Sprecher in New York. Die Juristin war im Juli 2009 zur Ehrenbotschafterin des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) ernannt worden. Zu ihren Aufgaben hatte das Eintreten gegen die Verbreitung von Aids und gegen die Unterdrückung von Frauen gezählt. Der Sprecher betonte, dass mit dem ehrenamtlichen Posten weder eine Bezahlung noch der Status als UN-Diplomatin verbunden gewesen sei. Aischa el Gaddafi hatte unter anderem zu dem Anwälteteam gezählt, das den entmachteten irakischen Präsidenten Saddam Hussein vor Gericht vertreten hatte.

19:48 Uhr: USA erwägen Sanktionen

Die USA erwägen Sanktionen gegen Libyen. Angesichts der Gewalt gegen Demonstranten gebe es eine "Reihe von Schritten, die wir bilateral und multilateral unternehmen können", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Philip Crowley. Dazu zählten sicherlich auch Sanktionen, fügte er hinzu. Das Weiße Haus kündigte an, dass Präsident Barack Obama am Mittwoch oder Donnerstag erstmals eine öffentliche Stellungnahme zur Entwicklung in Libyen abgeben wolle.

+++ 17.14 Uhr: Malta verhindert Landung von libyschem Flugzeug +++

Ein Flugzeug der libyschen Fluggesellschaft "Libyan Arab Airlines" hat am Mittwochnachmittag versucht, auf dem internationalen Flughafen (MIA) der Inselrepublik zu landen. Wie Mitarbeiter des internationalen Malteser Flughafens (MIA) mitteilten, verweigerte Malta jedoch zunächst die Landeerlaubnis und verstärkte den Airport mit Soldaten. Wie es hieß, hat der libysche Flieger nur noch wenig Treibstoff. Die Behörden des kleinsten EU-Staats wollten mehr Informationen über die Identität der Passagiere. Das Flugzeug soll 14 Menschen an Bord haben. Nach einem unbestätigte Bericht des arabischen Senders Al-Dschasira soll die Tochter des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi an Bord der Maschine sein.

+++ 17.00 Uhr: Mehr als 2000 Tote? +++

Nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation soll der Aufstand gegen Gaddafi bislang mindestens 640 Menschen das Leben gekostet. Seit Beginn der Proteste seien allein in der libyschen Hauptstadt Tripolis mindestens 275 Menschen umgekommen, teilte der in Frankreich ansässige Internationale Verband der Menschenrechtsligen (FIDH) am Mittwoch mit. Weitere 230 Tote wurden demnach in der Stadt Bengasi gezählt. Die Angaben der FIDH liegen weit über den offiziellen libyschen Angaben von insgesamt dreihundert Toten.

Ein französischer Arzt, der seit eineinhalb Jahren in einem Krankenhaus in Bengasi gearbeitet hatte und gerade nach Frankreich zurückgekehrt ist, sprach sogar von über zweitausend Toten allein in der zweitgrößten libyschen Stadt. Die libysche Armee habe die Demonstranten in Bengasi am Donnerstag vergangener Woche angegriffen, sagte Gérard Buffet dem Magazin "Le Point". Am ersten Tag hätten die Rettungskräfte 75 Tote gezählt, am nächsten Tag 200 Tote, "dann mehr als 500", sagte der Arzt. Von Donnerstag bis Sonntag seien es "glaube ich über zweitausend Tote" gewesen, sagte Buffet.

+++ 16.54 Uhr: Augenzeugen berichten von Folter +++

Ägyptische Gastarbeiter, die derzeit Libyen verlassen, berichten von Gräueltaten in der Stadt Bengasi. Ein Rückkehrer berichtet von fünf Verwandten, die vor einigen Tagen von libyschen Soldaten in eine Kaserne verschleppt und dort gefoltert worden. Erst als der Stützpunkt von Aufständischen gestürmt wurde, habe man sie verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Augenzeuge sagte, er selbst sei in seiner Wohnung in Bengasi von bewaffneten Afrikanern in Zivil überfallen und ausgeraubt worden.

Ein anderer Ägypter berichtete, Milizionäre hätten am vergangenen Freitag vor einer Moschee in Bengasi nach dem Mittagsgebet wild um sich geschossen. Elf Menschen seien getötet worden. Die Ägypter sind die größte Ausländergruppe in Libyen. Vor Beginn der Unruhen lebten rund 1,5 Millionen Ägypter dort. Schätzungsweise 40.000 Ägypter sind inzwischen geflohen, einige von ihnen über die Grenze nach Tunesien.

+++ 16.51 Uhr: Gaddafi soll Lockerbie-Attenat befohlen haben +++

Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi hat nach Aussage seines zurückgetretenen Justizministers persönlich das Attentat von Lockerbie im Jahr 1988 angeordnet. "Ich kann beweisen, dass Gaddafi den Befehl für Lockerbie gegeben hat", sagte Mustafa Abdel Dschalil der schwedischen Zeitung "Expressen". Der Minister war aus Protest gegen das brutale Vorgehen der libyschen Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten im Land am Montag zurückgetreten.

Bei dem Anschlag auf ein US-Linienflugzeug über dem schottischen Lockerbie waren im Dezember 1988 insgesamt 270 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen waren US-Bürger. Der als einziger Attentäter des Anschlags verurteilte krebskranke Libyer Abdelbasset Ali Mohammed el Megrahi war im August 2009 von der schottischen Regionalregierung wegen seines Gesundheitszustands begnadigt worden. Diese Entscheidung hatte vor allem in den USA für Empörung gesorgt.

+++16:23 Uhr Proteste vor libyscher Botschaft in Berlin+++

Bei einer Protestkundgebung vor der libyschen Botschaft in Berlin sind zwei Teilnehmer kurzzeitig auf das Gelände der Residenz gestürmt. Es gelang ihnen nach Angaben der Polizei, vorübergehend die offizielle Fahne Libyens gegen die des Königreichs auszutauschen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die beiden Männer wurden von der Polizei festgenommen. Vor der Botschaft hatten rund 50 Menschen gegen die blutige Niederschlagung der Unruhen in Libyen protestiert. Das Königreich Libyen hatte bis zum Militärputsch von Oberst Muammar al-Gaddafi 1969 existiert.

+++15.54 Uhr: Kampfjet abgestürzt+++

Offenbar ist in Libyen ein Kampfflugzeug abgestürzt, nachdem die Piloten einen Befehl zum Angriff auf die Stadt Bengasi verweigert hatten. Das berichtete die libysche Zeitung "Qurina" auf ihrer Website unter Berufung auf Militärkreise. Den Angaben zufolge verließen der Pilot und der Co-Pilot die Maschine kurz vor dem Absturz in der Nähe der Stadt Adschdabija und sprangen mit Fallschirmen ab. Adschdabija liegt 160 Kilometer südwestlich von Bengasi. Aus gut unterrichteten Kreisen in Tripolis hieß es, einen solchen Angriffsbefehl könne nur Oberst Muammar al-Gaddafi selbst gegeben haben. Nach Angaben der Zeitung handelt es sich um eine russische Maschine vom Typ Suchoi SU-22.

+++15:43 Uhr Libysche Behörden kappen offenbar Internet und Telefon+++

Die libyschen Behörden haben nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) einen Informations-Blackout über das nordafrikanische Land verfügt. Ähnlich wie auch in Bahrain und Jemen sei die Lage sei für Journalisten zunehmend schwierig und auch bedrohlich. Internet- und Telefonleitungen würden immer wieder unterbrochen. Wörtlich heißt es in einer in Paris veröffentlichten Erklärung: "Die Arbeit für Journalisten ist jetzt fast unmöglich; die wenigen ausländischen Korrespondenten, die schon vor der Krise in Libyen waren, stehen unter extrem scharfer Beobachtung und sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt."

+++15.30 Uhr Österreich will seine Bürger mit Fahrzeugkonvoi retten

Österreich will seine Bürger aus Libyen möglicherweise mit einem Fahrzeugkonvoi retten. Man wolle 20 Österreicher aus dem Raum Tripolis über den Landweg in Sicherheit bringen, sagte Außenminister Michael Spindelegger nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA: "Ich hoffe, das gelingt." Die genaue Route sei noch unklar, in Richtung Ägypten gebe es aber praktisch kein Durchkommen mehr.

+++15:29 Uhr Siegesfeiern in Ost-Libyen

Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi hat noch nicht aufgegeben, doch in Teilen des Landes wird schon gejubelt. Die Bewohner mehrerer Städte im Osten Lybiens feierten am Mittwoch die "Befreiung" ihrer Region. Augenzeugen berichteten, in den östlichen Städten Bengasi und Tobruk seien die Vertreter der Staatsmacht entweder verschwunden oder hätten sich den Aufständischen angeschlossen.

+++15.24 Uhr Augenzeugen berichten von Gräueltaten+++

Terror in Tripolis: die Schergen des libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi schießen wild in alle Richtungen, sie nehmen willkürlich Menschen auf den Straßen der Hauptstadt fest, sie vergewaltigen Frauen. "Ich habe ein Massaker gesehen", sagt eine 40-jährige Frau, die am Dienstag in Ben Guerdane auf der anderen Seite der Grenze zu Tunesien Zuflucht gefunden hat. "Sie haben auf Oppositionsanhänger gezielt, die rennend die Flucht ergriffen. Ich habe viele Schüsse gehört, Schreie. Ich habe Schützen gesehen, die auf Gebäudedächern kauerten oder auf der Straße, auch mit Säbeln bewaffnet", sagt die 40-jährige Tunesierin weiter.

+++14.08 Uhr Tausende fliehen nach Tunesien+++

Aus Angst vor der Gewalt in Libyen sind innerhalb von zwei Tagen mehr als 5700 Menschen ins benachbarte Tunesien geflohen. In Libyen lebende Tunesier, aber auch Libyer suchten Zuflucht in Tunesien, wie die Hilfsorganisation Roter Halbmond an der Grenze zwischen beiden Ländern erklärte. Die Organisation warnte vor der "katastrophalen Bedrohung" eines Massenexodus'.

+++14:01 Uhr Gaddafi soll sich mit vier Brigaden verschanzt haben+++

Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi soll sich mit vier Brigaden der Sicherheitskräfte auf dem Stützpunkt Bab al-Asisija in Tripolis verschanzt haben. Das verlautete am Mittwoch aus gut unterrichteten Kreisen in Tripolis.

+++13:59 Uhr EU stoppt Waffenexport nach Libyen

Die 27 EU-Staaten haben den Export von Waffen nach Libyen gestoppt. "Wir haben erfahren, dass jeglicher Waffenhandel ausgesetzt ist", sagte die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton am Mittwoch in Brüssel. Nach jüngsten Zahlen hatte Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi zuletzt von der EU jedes Jahr Waffen im Wert von mehreren hundert Millionen Euro geliefert bekommen. Laut Jahresbericht über die Ausfuhr von Militärgütern erlaubten EU-Regierungen allein 2009 den Export von Waffen im Wert von 344 Millionen Euro.

+++13:40 Uhr Reederei: Sämtliche Häfen in Libyen sind geschlossen+++

Wegen der Unruhen in Libyen haben sämtliche Häfen des Landes dichtgemacht. Alle Häfen in dem nordafrikanischen Land seien "vorübergehend geschlossen", teilte die französische Großreederei CMA CGM in Paris mit. Die drittgrößte Containerreederei der Welt schloss ihre Niederlassungen in mehreren libyschen Hafenstädten und lässt ihre Frachtschiffe einstweilen die Insel Malta anlaufen, wie eine Sprecherin sagte. Wann die Hafenanlagen den Betrieb wieder aufnehmen sollten, war unklar. Libyen ist der viertgrößte Ölproduzent in Afrika und führt 80 Prozent seines Erdöls nach Europa aus.

+++13:36 Uhr Ägypten verstärkt Grenztruppen+++

Das ägyptische Militär schickte wegen der Unruhen im Nachbarland Libyen Verstärkung an die gemeinsame Grenze. Die Einheiten sollten bei der Aufnahme der vor Chaos und Gewalt flüchtenden Ägypter helfen, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arabija am Mittwoch. Tausende Ägypter warteten auf eine Gelegenheit zur Ausreise in die Heimat.

+++13.24 Uhr EU berät über Sanktionen gegen Libyen+++

Die EU-Staaten werden am Mittwoch über die Möglichkeit von Sanktionen gegen Libyen beraten. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton habe ein Treffen des Politischen und Sicherheitspolitischen Komitees der Mitgliedstaaten einberufen, erklärte eine Sprecherin Ashtons am Mittwoch in Brüssel. Diskutiert würden dann "mögliche restriktive Maßnahmen" gegen das Regime unter Muammar Gaddafi.

+++13:00 Uhr Libysche Botschaft in Wien distanziert sich von Gaddafi+++

Die libysche Botschaft in Wien hat sich von dem Regime in Tripolis distanziert. "Die Botschaft verurteilt die exzessive Gewalt gegen friedliche Demonstranten", heißt es in einer Mitteilung. Die Botschaft unter Leitung von Ahmed Menesi hält in dem Text fest, "dass sie das libysche Volk vertritt und ihre tiefste Anteilnahme den Familien der Opfer ausdrücken will." Die Diplomaten rufen die Weltgemeinschaft auf, "ihrer Pflicht zum Schutz der Zivilbevölkerung nachzugehen und konkrete Maßnahmen zu setzen, um weitere Opfer zu vermeiden."

+++12:39 Uhr 190 Ausländer aus Libyen nach Bulgarien ausgeflogen

Zwei bulgarische Flugzeuge haben am Mittwoch 190 Menschen aus Libyen nach Bulgarien gebracht. Unter ihnen waren neben 111 Bulgaren auch 50 Kroaten sowie Rumänen, Serben, Mazedonier und Chinesen, teilte das Außenministerium in Sofia mit. In Libyen sind schätzungsweise rund 2000 Bulgaren beschäftigt. Trotz der blutigen Unruhen wollten nicht alle heimkehren.

+++12:24 Uhr Laut Westerwelle noch 250 Deutsche in Libyen+++

In Libyen halten sich nach Auskunft von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) noch etwa 250 deutsche Staatsbürger auf. Davon befänden sich 150 in der Hauptstadt Tripolis und weitere 100 im Landesinneren, sagte Westerwelle am Mittwoch in Berlin. Am Dienstag seien etwa 350 Deutsche ausgeflogen worden. An der Aktion sei auch die Lufthansa beteiligt gewesen. Ein Airbus der Bundeswehr sei inzwischen in Tripolis gelandet, um weitere Deutsche auszufliegen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Zwei Transall der Bundeswehr stünden zudem auf Malta bereit.

+++11.57 Uhr Jet mit Ehefrau von Gaddafis Sohn darf nicht in Libanon landen+++

Ein Privatjet mit der libanesischen Ehefrau einer der Söhne von Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi an Bord durfte nicht auf dem Flughafen Beirut landen. Das berichtete ein libanesisches Radio am Mittwoch. Im Flugzeug der Frau von Hannibal Gaddafi waren auch andere Familienmitglieder. Die libanesischen Flugbehörden weigerten sich am Dienstag eine Landegenehmigung für den internationalen Flughafen in Beirut zu erteilen, nachdem Libyen die Identität der Insassen nicht preisgeben wollte. Die Behörden in Beirut sollen daraufhin den Piloten aufgefordert haben, seine Maschine in ein angrenzendes Land zu fliegen, entweder Syrien oder Zypern.

+++11.53 Uhr Offenbar türkischer Arbeiter erschossen+++

Ein türkischer Arbeiter ist einem Medienbericht zufolge in Libyen erschossen worden. Der Vorfall habe sich in der Nähe von Tripolis ereignet, berichtet ein türkischer Fernsehsender.

+++11:43 Uhr Italien befürchtet "biblischen Exodus" bei Sturz Gaddafis+++

Italiens Außenminister Franco Frattini erwartet bei einem Sturz von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi die Ankunft von mindestens 200.000 Flüchtlingen aus dem nordafrikanischen Land. Italien müsse mit einem "biblischen Exodus" rechnen, sagte Frattini der Zeitung "Corriere della Sera". Die Schätzung von 200.000 bis 300.000 Flüchtlingen sei sogar noch tief angesetzt. Die meisten Menschen, die nach Europa kommen würden, kämen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara, sagte Frattini.

+++11:37 Uhr Gaddafi- Verwandter will Volksstamm mit Geld ködern+++

Die Oppositions-Website "Libya al-Youm" meldete, Ahmed Gaddaf al-Dam, ein Verwandter von Gaddafi, habe in Ägypten versucht, den Volksstamm der Awlad Ali mit Geld für den Kampf gegen die Aufständischen zu ködern. Der inzwischen vor allem an der ägyptischen Mittelmeerküste und in der Oase Fajjum beheimatete Stamm, der seine Wurzeln in Libyen hat, soll dieses Ansinnen jedoch abgelehnt haben.

+++10.45 Uhr Sarkozy fordert Sanktionen der EU+++

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will die EU zu schnellen und konkreten Sanktionen gegen die Verantwortlichen der Gewalt in Libyen auffordern. Er strebe ein Aussetzen der Wirtschafts-, Handels- und Finanzbeziehungen zu dem nordafrikanischen Land an, sagt er. Einer militärischen Intervention erteilte er jedoch eine Absage.

+++09.02 Uhr Berater von Gaddafi-Sohn tritt zurück+++

Ein hochrangiger Berater von Gaddafis Sohn Saif al-Islam tritt von seinem Posten zurück. Er habe sich aus Protest gegen die Gewalt in seinem Land zu diesem Schritt entschlossen, schreibt der Berater Jussef Sawani in einer SMS an einen Reuters-Korrespondenten. Sawani war bislang der Direktor der Gaddafi-Stiftung, über die Saif seinen politischen Einfluss maßgeblich geltend macht.

kng/DPA/Reuters/AFP/DPA/Reuters
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