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22. März 2009, 18:32 Uhr

Minister verzichtet auf Mercedes

Der Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz treibt seltsame Blüten. Aus Protest gegen die Nachbarn im Allgemeinen und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück im Speziellen lässt der eidgenössische Verteidigungsminister Ueli Maurer seinen Mercedes vorerst in der Garage.

Schweiz Steinbrück Maurer Steuerstreit

Lässt seinen Mercedes erst einmal in der Garage: der Schweizer Verteidigungsminister Ueli Maurer© Michael Buholzer/Reuters

Im deutsch-schweizerischen Steuerstreit hat der Berner Verteidigungsminister Ueli Maurer jetzt seinen Dienst-Mercedes in die Garage verbannt und ist auf ein französisches Modell umgestiegen. Maurers Sprecher bestätigte am Sonntag einen Bericht der Schweizer "SonntagsZeitung", demzufolge der Minister jetzt einen Renault Espace benutze. "Der Steuerstreit hat ihn genervt und geärgert, so dass er auf einen anderen Dienstwagen in der Flotte umgestiegen ist." Der Mercedes S 430 bleibe vorerst in der Garage.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte mit harschen Worten eine Lockerung des Bankgeheimnisses eingefordert und damit in der Schweiz Empörung hervorgerufen. Der Chef der Züricher Privatbank Vontobel, Herbert Scheidt, warf dem Finanzminister "ungehobeltes Verhalten" vor.

Der schweizerische Finanzminister Hans-Rudolf Merz meinte in der Boulevardzeitung "Sonntags-Blick"zu der Angelegenheit: "Er (Steinbrück) ist nicht repräsentativ für sein ganzes Land." Wenn sein deutscher Kollege glaube, dass er mit seinen Anwürfen etwas herausholen könne, täusche er sich gewaltig. "Wenn Deutschland etwas von uns will, dann erwarte ich, dass man sich meldet."

 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
Aaron71 (25.03.2009, 00:09 Uhr)
dann soll er doch...
..ein schweizer Auto fahren
08261 (23.03.2009, 17:30 Uhr)
Maut erheben in Deutschland für die Schweiz
Endlich ein Minister der Tacheles mit einem Land redet, das auf Kosten anderer Staaten abzockt wo es nur möglich ist (Steuerausfälle durch "Bankgeheimnis"Steuerflüchtlinge,PKW-Maut etc.)
Frage mich immer wieder, warum die Schweiz in Deutschland "hohes Ansehen" genießt. Der ehrliche deutsche Steuerzahler, bzw. dem nichts anderes übrigbleibt, weil ihm gleich alles vom Lohn abgezogen wird, muß für die Steuerausfälle für Schwarzgeldanlagen in der Schweiz letztlich geradestehen. Vielleicht könnte von den Schweizern hier in Deutschland als kleiner Ausgleich eine kostenpflichtige Vignette auf ihr Auto verlangt werden
Facti (23.03.2009, 14:44 Uhr)
Den Splitter in Auge des Nachbarn sehen
den Balken im eigenen aber ignorieren. Steinbrück ist wie seine ganzen Kollegen ein volkschädigender Rohrkrepierer. Jeder Steuererbescheid mit Vorläufigkeits-vermerk ist der Beleg dafür. Und jedes Jahr erhält jeder von uns erhält diesen Beweis des Versagens aber keiner sagt mal. sao nicht mehr. Herr Steinbrück!!, bringen Sie erst mal das deutsche Steuerrecht in Ordnung und bis dahin: SCHNAUZE HALTEN!!!
DasBertl (23.03.2009, 10:59 Uhr)
@AttaTroll
1. Ihre Solidarität gegenüber der Schweiz in allen Ehren, aber nach wie vor schützt das Land mit seinen Gesetzen die Leute, die unter anderem dafür sorgen, dass nicht genug Geld (auch) in die Rentenkasse kommt.
2. Mit dem Rentensystem hat Steinbrück eigentlich nichts zu tun, es ist das klassische Feld des Bundesministers für Arbeit und Soziales, und das ist zur Zeit Olaf Scholz...
AttaTroll (23.03.2009, 08:10 Uhr)
Steinbrück
Kann man diesem Club, der Steinbrück "stundenlang die Fresse polieren" möchte, irgendwo beitreten? Aber wahrscheinlich muß man sich da in einer langen Schlange ganz hinten anstellen. Nicht nur weil er unserem Land schadet, indem er einen friedlichen, demokratischen und souveränen Nachbarstaat beleidigt und versucht, sich in dessen Angelegenheiten zu mischen - sondern vor allem deshalb, weil er die Bürger unseres Landes wie ein Raubritter ausplündert. Wer iost denn schon Steinbrück? Ein gescheiterter Ministerpräsident, der es mit seiner neoliberalen Politik geschafft hat, dass die Arbeiterschaft im Ruhrgebiet nicht mehr SPD wählt.
Anstatt die Schweiz zu verteufeln, sollten er und andere Regierungsmitglieder von ihr lernen - nicht nur was die Steuerpolitik betrifft, sondern auch, wie man ein vernünftiges und funktionierendes Rentensystem aufbaut.
PaulBrasch (23.03.2009, 02:54 Uhr)
Vielleicht sollte man Herrn Ackermann..
...als Geisel nehmen und erst dann frei lassen, wenn der Herr Minister wieder Mercedes faehrt???
PaulBrasch (23.03.2009, 02:51 Uhr)
Ist denn jetzt.....
der Herr Minister auf einen Saurer umgestiegen???
DasBertl (23.03.2009, 02:37 Uhr)
Das wird den Steinbrück jetzt aber schocken
Der werte Herr fährt einen bereits bezahlten Mercedes Benz nicht mehr... wie schockierend...
jeanclaude (22.03.2009, 21:53 Uhr)
steinbrück,du bist der beste mann.
ich kann es nicht mehr hören...
die worte,es tut mir leid..
wie oft hörteman diesen spruch?
die zumwinkels,funke`s,ackermann althausens und wie sie alle heissen,die sich nach solchen sprüchen fröhlich weiterhin ihren tätigkeiten nachgingen,oder sich ohne geringste anzeichen von moral,die taschen mit dem geld der steuerzahler vollstopfte um es in besagte schwarzgeldparadiese zu schaffen...
nein.....
nur dann wenn die "da oben sich"richtig angepisst" zeigen,erst dann hat die regierung was richtig gemacht.
Corazito3333 (22.03.2009, 21:22 Uhr)
Fahrrad fahren
warum nicht, mit gutem Beispiel vorangehen, die Umwelt nicht belasten und was für die Gesundheit tun.
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