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9. April 2008, 15:29 Uhr

Millionen Chinesen suchen Arbeit

Auf dem Internationalen Messegelände in Peking bieten in diesen Tagen 400 Aussteller Jobs in ihren Unternehmen an. Jobbörsen wie diese sollen der zunehmenden Arbeitslosigkeit abhelfen, einem der brennenden sozialen Probleme in der Volksrepublik. Von Adrian Geiges

Entlassene in Shenyang auf der Suche nach Arbeit: Offiziell sind vier Prozent der Stadtbewohner erwerbslos© Picture-Alliance

Wo sonst die neuesten Autos, Medikamente oder Bücher vorgestellt werden, stehen jetzt Zehntausende Schlange, um ihre Bewerbungsunterlagen abzugeben. In diesem Sommer werden 5,5 Millionen Chinesen die Hochschule abschließen, das sind mehr als die Einwohner von Berlin und Hamburg zusammen. Sarkastisch sagt man in China: "Biye jiushi shiye", das heißt übersetzt: "Absolviert heißt arbeitslos." Das liegt auch daran, dass die Universitäten nicht sehr gut auf das praktische Berufsleben vorbereiten.

Zu den Hochschulabgängern hinzu kommen diejenigen, die direkt nach der Schule ins Arbeitsleben drängen - und die, die von unrentablen Staatsbetrieben entlassen werden. Nach der offiziellen Statistik sind vier Prozent der chinesischen Stadtbewohner arbeitslos. Die Asiatische Entwicklungsbank aber schätzt die städtische Arbeitslosigkeit auf mindestens acht Prozent. Das Arbeitslosengeld entspricht eher einem Almosen als einem Auskommen, vor allem aber haben nur wenige Anspruch darauf. Auf dem Land, wo die meisten Chinesen leben, gibt es 30 Prozent überschüssige Arbeitskräfte, von denen jetzt viele in die Städte strömen.

Experten schätzen, dass in China jährlich zehn Millionen neue Arbeitsplätze entstehen - aber ebenfalls jährlich 25 Millionen Arbeitssuchende neu auf den Arbeitsmarkt stoßen. Ein weiterer sozialer Sprengstoff in dem bereits von Korruption und Nationalitätenkonflikten erschütterten Riesenreich.

Von Adrian Geiges
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
utospatz (10.04.2008, 12:48 Uhr)
Die die jetzt als Fackellauf-Schützer
mitlaufen, schützen inländisch auch Bonzen-Konten! Wenn 1,3 Milliarden erst mitbekommen auf welche Art und Weise sie verarscht werden, hat eine China-Angst sich selbst erledigt! Wenn man die Geschichte verfolgt, war das schon des Öfteren der Fall!
Wenn von 20 am meisten erstickenden Städten 16 in China vorhanden sind, haben die Bonzen in 20 Jahren ein Rießenproblem ihren Kontostand aufrecht zu erhalten!
Genau wie im Westen!
Wenn wir als Auto-Industrie weiter auf 800g CO 2 Ausstoß per km setzen, ist der Absatz der Einheiten nur noch dort möglich!
Dann ersticken sowieso Alle!
Eine dekadente Bevölkerung geht auch dekadent Zugrunde!
Und dieß ist öffentlich, rechtlich programmgesichert!
ganzbaf (10.04.2008, 11:35 Uhr)
Resultat von Enteignung von Ländereien..

und einer verfehlten Stäctepolitik. Ähnlich wie in vielen Südamerikanischen/Afrikanischen Ländern.
Verteilt das Land an die (Land-)Bevölkerung, dann hat jeder sein Auskommen und sein Essen.
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