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Diese Grafik zeigt, welche Maximen die Weltpolitik leiten

Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers beurteilt 60 Länder nach ihrer außenpolitischen Grundeinstellung und skizziert so ein Koordinatensystem der Geopolitik.

  Diese Grafik aus dem "Global Defense Perspectives"-Report von PwC zeigt, welche Interessen die Außenpolitik von 60 Ländern leiten.

Diese Grafik aus dem "Global Defense Perspectives"-Report von PwC zeigt, welche Interessen die Außenpolitik von 60 Ländern leiten.

Vor kurzem ging die diesjährige Münchner Sicherheitskonferenz zu Ende und in Erinnerung bleibt vor allem ein Satz: "Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht." Den sagte Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew und skizziert damit das Verhältnis zwischen den USA, Europa und Russland.

Neue Perspektiven in der Geopolitik

Tatsächlich verändern sich die geopolitischen Verhältnisse rasant, die sicherheitspolitischen Herausforderungen werden immer komplexer. Das wird mittlerweile auch für den einzelnen Bürger in Mittel- und Westeuropa spürbar, sei es durch die Flüchtlingskrise, die durch den Bürgerkrieg in Syrien ausgelöst wurde, oder die Terroranschläge in Paris.

Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) nahm dies zum Anlass, um in einem Report die sich verändernden sicherheitspolitischen Perspektiven abzubilden (hier als PDF verfügbar).

Gegenübergestellt wurden einerseits die Ausgaben für den militärischen Sektor, andererseits die außenpolitische Stellung und Grundhaltung. 60 Länder wurden so in einem Koordinatensystem verortet, das in sechs Segmente unterteilt wurde, wie auf der obigen Grafik zu sehen ist.

Von Supermächten ...

Als einzige Mächte mit globalem Anspruch sind die USA (mit dem allergrößten Militärbudget) und Russland verblieben. Gehemmter agieren Australien, China, Frankreich und Großbritannien. Bis auf China wollen oder müssen sie Kosten senken und fahren ihre Militärausgaben deshalb zurück. Sie sind aber noch immer in der Lage, sich selbst zu verteidigen und Operationen bis zu einem gewissen Ausmaß rund um den Globus durchzuführen und dazu dann und wann auch bereit.

Bei den "Coalition Partners" ist das anders. Hier zählen Kanada, Deutschland und seine europäischen Verbündeten Italien, Spanien, Schweden und die Niederlande dazu. Sie agieren vor allem im NATO-Verbund, führen diese Missionen aber nicht an. Sie geben weniger als 1,5 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Militär aus und wollen diese Ausgaben in der Regel auch weiter zurückfahren.

... und Verteidigern des eigenen Territoriums

Die nächsten Kategorien mit Ländern sind maximal an regionaler Stabilität interessiert, aber eher noch an der Sicherung der eigenen Grenzen. Dazu zählen in der Sparte "Robust Self-Defenders" durchaus gut ausgerüstete Länder wie Saudi-Arabien, das 10,4 Prozent des BIP für das Militär ausgibt, Israel, Algerien, der Oman oder auch Syrien. Während Länder wie Österreich, Belgien oder die Schweiz als "Territorial Security Seeker" weniger als 1,5 Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben, geht bei Indien, Südkorea, der Türkei oder dem Iran als "Threat-Focused Self-Defender" mehr Geld drauf.

Wie geht's weiter?

Doch in welche Richtungen verschieben sich die Länder? Das ist schwierig abzusehen, doch ist es eher so, dass Länder mit sich erhöhenden Verteidigungsausgaben (in der Grafik in grün zu sehen) im Zeitverlauf wohl nach oben wandern werden - etwa Indien.

gos
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