Die Zyprioten haben entschieden: Der Konservative Nikos Anastasiades soll das pleitebedrohte Euro-Land aus der Krise führen. Der Insel stehen schwere Zeiten bevor.
Erste Prognosen sehen den konservativen Nikos Anastasiades als Sieger der Stichwahl. Der neue Präsident Zyperns steht vor der großen Aufgabe, den Bankrott der Inselrepublik abzuwenden.
Am Sonntag haben die Zyprer zwar dem Konservativen Anastasiades eine satte Mehrheit gegeben, doch für das Präsidentenamt der Mittelmeerinsel reichte es nicht. Nächste Woche geht es in die Stichwahl.
Nikos Anastasiades setzt auf Sparkurs, buhlt um EU-Rettungsmilliarden und trifft damit den Nerv der Zyprioten. Der konservative Politiker gewinnt die Präsidentenwahlen und muss doch in die Stichwahl.
Auf den Nachfolger von Zyperns Präsident Dimitris Christofias wartet keine leichte Aufgabe: Er soll das Euro-Land vor der Pleite retten. Insgesamt bewerben sich elf Politiker auf das Amt.
Das krisengeplagte Zypern koordiniert die EU und steht vor einer schweren Aufgabe: Brüssel erwartet vom Inselstaat, dass er den Streit um die Finanzplanung löst. Doch das ist nicht das einzige Problem.
Die Wiedervereinigung Zyperns rückt in greifbare Nähe: Die beiden Volksgruppen treffen sich zu direkten Gesprächen und sind ernsthaft um einen Erfolg bemüht. Allerdings sitzt am Verhandlungstisch auch eine unsichtbare dritte Partei, die Störsignale aussendet.
Fast 34 Jahre nach der Teilung Zyperns wollen der griechische und der türkische Bevölkerungsteil wieder über eine Wiedervereinigung auf der Mittelmeerinsel verhandeln. Die Führer der beiden Volksgruppen schlossen außerdem die Öffnung der symbolträchtigen Ledra-Straße.
Dimitris Christofias ist am Wochenende mit einer Mehrheit von über 50 Prozent zum neuen Präsidenten der griechischen Zyprer gewählt worden. Bei seiner Antrittsrede sprach er vom Ziel, die geteilte Insel zu einigen - und von der Aussöhnung mit den türkischen Zyprern.
Bei den Präsidentschaftswahlen haben sich die Zyprioten für eine Wiederannäherung an den türkischen Norden Zyperns ausgesprochen. Die beiden Herausforderer erhielten mehr Stimmen als der Amtsinhaber Tassos Papadopoulos, der einen Friedensplan der UN abgelehnt hatte.
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Dimitris Christofias ist ein zypriotischer Politiker und seit dem 28. Februar 2008 Präsident der Republik Zypern. Er ist der Generalsekretär der einst marxistisch-leninistischen und heute eurokommunistischen Fortschrittspartei des werktätigen Volkes (AKEL).
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