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US-Regierung verliert langsam Geduld mit Nordkorea

Spitzt sich der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea zu? US-Vizepräsident Mike Pence sagt, dass die Vereinigten Staaten mit ihrer Geduld am Ende seien.

Donald Trump schaut ins Leere - Namhafte US-Unternehmen stellen sich gegen seine Einwanderungspolitik

Donald Trump: Sein Einreise-Dekret gegen Bürger bestimmter muslimischer Staaten und die Interessen der namhaftesten US-Unternehmen passen nicht zusammen.

+++ Lesen Sie hier alle aktuellen Nachrichten und Meldungen von und über Donald Trump, den 45. Präsidenten der USA +++

17. April: Pence zu Nordkorea: "Geduld am Ende"

US-Vizepräsident Mike Pence hat Nordkorea im Streit um dessen Raketen- und Atomprogramm gewarnt, "die Politik der strategischen Geduld" mit dem kommunistischen Regime sei beendet. Das teilte am Montag das Weiße Haus in Washington mit, nachdem Machthaber Kim Jong Un die USA am Sonntag mit einem neuen Raketentest herausgefordert hatte. Pence ließ allerdings offen, was genau die USA gegen den Atomkurs Pjöngjangs unternehmen wollen. Bei einem Besuch der entmilitarisierten Zone nahe der innerkoreanischen Grenze bezeichnete er die Allianz seines Landes mit Südkorea als "unangreifbar".

US-Präsident Trump hatte schon zuvor betont, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen und die USA notfalls auch im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen würden. Ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich zitiert werden wollte, hatte dazu in Washington ausgeführt, die USA hätten bereits mehrere militärische Möglichkeiten geprüft.

Pence sagte, er verbinde mit der entmilitarisierten Zone auch eine persönliche Geschichte. Sein Vater, Edward Pence, habe mit den südkoreanischen Truppen im Koreakrieg (1950-53) gekämpft. Pence besuchte unter anderem das sogenannte Friedensdorf Panmunjeom sowie den ehemaligen UN-Militärstützpunkt Camp Bonifas, der sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder befindet.


14. April: "Hochgefährlicher" Trump-Gegner in Wisconsin gefasst

Nach tagelanger Fahndung ist in den USA ein laut Polizei "hochgefährlicher" Gegner von Präsident Donald Trump gefasst worden. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, spürten Beamte den 32-jährigen Joseph Jakubowski am Donnerstag auf einer Farm im Mittelweststaat Wisconsin auf, wo er wild zeltete. Der Mann soll ein Waffengeschäft ausgeraubt und ein Anti-Trump-Manifest ans Weiße Haus geschickt haben. Er ließ sich nach Angaben der örtlichen Behörden widerstandslos festnehmen. Den entscheidenden Tipp gab ein Anrufer.

Die Polizei in Wisconsin hatte mit einem Großaufgebot von etwa 150 Beamten nach Jakubowski gesucht. Er hatte den Angaben zufolge am Dienstag vergangener Woche einen Waffenhändler in Janesville überfallen und dabei 16 "Luxus-Feuerwaffen" erbeutet. Anschließend habe er ein Auto in Brand gesetzt. Ein Arbeitskollege Jakubowskis sagte nach Angaben der Polizei aus, dass dieser angekündigt habe, Waffen stehlen zu wollen, um damit ein Attentat zu verüben. Zudem soll er sich eine schusssichere Weste und einen Helm gekauft haben.

Der Verdächtige schickte nach den Polizei-Angaben außerdem ein 161 Seiten langes Pamphlet per E-Mail an Trump, in dem er dessen Politik verurteilte und die soziale Ungerechtigkeit in den USA anprangerte. 

12. April: "Daily Mail" zahlt Melania Trump 2,8 Millionen Euro Entschädigung

Weil das britische Boulevardblatt "Daily Mail" Melania Trump als früheres Escort-Girl bezeichnet hat, zahlt es der First Lady der USA eine Entschädigung. Die Anwältin der Zeitung, Catrin Evans, gab zudem vor Gericht in London eine Entschuldigung ab. Die "Daily Mail" erkenne an, dass die im August während des US-Wahlkampfs geäußerten Behauptungen falsch seien und nehme diese zurück. Damit die Klagen, die die Ehefrau des heutigen US-Präsidenten Donald Trump angestrengt hatte, eingestellt würden, habe die "Daily Mail" in die Entschädigungszahlung eingewilligt, erklärte Evans weiter. Zu deren Höhe äußerte sie sich nicht, nach Angaben der Nachrichtenagentur PA aber liegt die Summe unter drei Millionen US-Dollar (2,8 Millionen Euro). Melania Trump hatte die Zeitung im Februar auf umgerechnet 141 Millionen Euro verklagt. In einem sowohl Online als auch in der Druckausgabe erschienenen Bericht der "Daily Mail" hatte es geheißen, das aus Slowenien stammende frühere Model habe in den 90er Jahren für einen Escort-Service gearbeitet. Dabei habe Melania "Dienstleistungen angeboten, die über das reine Modeln hinausgingen". Der Artikel wurde zehn Tage nach seiner Veröffentlichung zurückgezogen.  

12. April: FBI soll seit dem Sommer Trump-Berater Carter Page überwacht haben

Das FBI verdächtigt Carter Page ein Agent Russlands zu sein

Das FBI verdächtigt Carter Page ein Agent Russlands zu sein 


Die US-Bundespolizei FBI hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Wahlkampfberater des heutigen Präsidenten Donald Trump wegen des Verdachts, Agent für Moskau zu sein, überwacht. Das FBI habe mit ausdrücklicher Genehmigung eines Sondergerichts die Kommunikation des ehemaligen Finanzinvestors Carter Page abgefangen, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Ermittler- und Regierungskreise. In dem Gerichtsantrag erklärte das FBI, es gebe einen hinreichenden Verdacht, dass Page für Moskau gearbeitet habe.

Laut "Washington Post" wäre die gerichtliche Anordnung der erste Beweis dafür, dass die Bundespolizei Mitglieder des Trump-Teams direkt überwacht hat. Das FBI wollte sich zu dem Bericht zunächst nicht äußern.

Trump hatte Page im März 2016 zu einem seiner außenpolitischen Berater ernannt, im Juli traf dieser sich gemeinsam mit anderen Teammitgliedern während des Parteitags der Republikaner mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak. Für Schlagzeilen sorgten auch seine Besuche in Moskau, die nach seinen Angaben privater Natur waren. Bei einem Vortrag in Moskau übte er laut Medienberichten harte Kritik an der westlichen Politik gegenüber Russland.

11. April: Lernt Trump Merkel doch noch zu schätzen?

Beim Antrittsbesuch von Angela Merkel bei US-Präsident Donald Trump deutete nicht viel darauf hin, als würden die beiden gut miteinander auskommen. Doch nun scheint die Bundeskanzlerin eine der wichtigsten außenpolitischen Partner Trumps zu sein. Oder zu werden. Erst Anfang April hatten die beiden zu Afghanistan und der Lage in der Ost-Ukraine telefoniert, wie das Bundeskanzleramt bekanntgab. Und nun telefonierten die beiden erneut: Thema: der US-Militärschlag und das weiteren Vorgehen in Syrien. Wächst da trotz zahlloser Wahlkampf-Angriffe auf Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik nun doch ein Vertrauensverhältnis heran? Zumindest in Sachen Ost-Ukraine wollen sich die beiden "weiter eng abzustimmen", wie das Bundeskanzleramt schreibt. Weitere Telefonate dürften also folgen.

11. April: Trump berät sich am Telefon mit Merkel und May

US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend mit Kanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über den US-Militärschlag gegen Syrien als Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz der syrischen Armee gegen Zivilisten telefoniert. Wie das Weiße Haus weiter mitteilte, hätten Merkel und May den US-Einsatz unterstützt. Zudem seien sich die Gesprächspartner einig gewesen, dass der syrische Staatschef Baschar al-Assad zur Verantwortung gezogen werden müsse. Trump, May und Merkel wollten in der Syrien-Frage und anderen wichtigen Themen von gemeinsamen Interesse weiter in Kontakt bleiben.

Die britische Regierung erklärte, May und Trump seien übereingekommen, dass nun versucht werden müsse, den Kreml davon zu überzeugen, dass seine "Allianz mit Assad nicht länger im strategischen Interesse" Moskaus sei. Der bevorstehende Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in der russischen Hauptstadt sei eine Gelegenheit, um den Grundstein für eine "dauerhafte politische Lösung" zu legen. Tillerson wird am Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in Moskau erwartet.

Die USA hatten in der vergangenen Woche einen Flugplatz der syrischen Armee als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgas-Einsatz angegriffen. 

10. April: Trump-Berater hat sich mit Spenden die Taschen voll gemacht

Die vergangenen Tage waren für Donald Trumps Chefstrategen Stephen Bannon wenig erquicklich. Erst verlor er seinen Sitz im Nationalen Sicherheitsrat und wurde dann noch zu einer Aussprache mit seinem Erzrivalen Jared Kushner, Schwiegersohn und ebenfalls Präsidentenberater, verdonnert. Und nun dies: Die "Washington Post" berichtet, dass sich Bannon mit Hilfe seiner diversen Stiftungen und Firmen ein stattliches Vermögen zusammengeklaubt hat - nicht völlig illegal, aber zumindest auf fragwürdige Weise. Die Zeitung hat in seinen Steuer- und Gerichtsunterlagen gegraben und ist zu dem Schluss gekommen, dass der rechtskonservative Trump-Einflüsterer rund zwei Millionen Dollar aus spendenfinanzierten Filmprojekten für sich abgezweigt hat. Vor seiner Tätigkeit im Weißen Haus war Bannon Chef der rechten Newsseite "Breitbart" und hat mehrere Anti-Hillary-Clinton-Dokumentationen gedreht, um der früheren Präsidentschaftskandidatin zu schaden. Die Gelder dafür stammen aus Spenden, von denen Teile wiederum über ein kompliziertes Firmengeflecht in seiner Tasche gelandet sind. Experten zufolge seien solche Tricks durchaus üblich. Die Vorwürfe sind deshalb so pikant, weil Bannon den Clintons stets vorgeworfen hat, die "raffgierigsten Menschen" zu sein, die je im Weißen Haus saßen.

4. April: IS bezeichnet Trump als Idioten - und droht den USA

Die Terrormiliz IS hat sich zum ersten Mal offiziell zu Donald Trump geäußert. Der Sprecher der Terrorgruppe, Abi al Hassan al Muhajer, erklärte in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung, die USA würden von einem Idioten geführt werden. "Amerika, du ertrinkst und es gibt keinen Retter. Für die Soldaten des IS in jedem Winkel der Welt bist Du zur Beute geworden. Du bist bankrott und die Zeichen Deines Untergangs sind für jeden ersichtlich", zitiert der Nachrichtendienst Telegram aus der hasserfüllten Botschaft. 

"Es sind keine weiteren Beweise nötig, als die Tatsache, dass ihr von einem Idioten geführt werdet, der nicht weiß, was Syrien oder der Irak oder der Islam sind“, sagte al-Muhajer.

Trump hatte den Kampf gegen den IS zu einem der wichtigsten Ziele seine Präsidentschaft erklärt. Die USA führen eine internationale Anti-IS-Koalition an, die Luftangriffe zur Unterstützung der irakischen Truppen am Boden fliegt. Mitte Februar starteten die Verbündeten eine Offensive, um die IS-Miliz vollständig aus Mossul zu vertreiben. An der Offensive sind auch kurdische Kämpfer beteiligt, sie kämpfen aber nicht in Mossul selbst.

3. April: Trump spendet sein Gehalt einer US-Behörde

Gleich zu Amtsantritt hatte sich Donald Trump mit der für die US-Nationalparks zuständigen Verwaltungsbehörde angelegt - nun spendet er dem National Park Service (NPS) seine ersten Monatsgehälter. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, übergab am Montag in Washington einen Scheck über 78.333,32 Dollar (73.429,65 Euro) an Innenminister Ryan Zinke, dem der NPS untergeordnet ist. Trump hatte bereits während des Wahlkampfs angekündigt, auf sein Präsidentengehalt verzichten zu wollen. Allerdings hatte der Immobilienmogul damals in Aussicht gestellt, das Geld an eine karitative Einrichtung und nicht an eine Behörde zu spenden. Möglicherweise war seine Entscheidung für den NPS nun als Versöhnungsgeste gemeint. Unmittelbar nach seiner Amtseinführung am 20. Januar war Trump durch eine Twitter-Botschaft der Behörde in Rage versetzt worden, in der Luftaufnahmen von den Zuschauermengen während seiner Vereidigung sowie jener seines Vorgängers Barack Obama weiterverbreitet worden waren.

3. April: Richter lässt Klage gegen Trump zu

Es gibt Experten, die glauben, Donald Trump habe die Präsidentschaftswahl gewonnen, weil ihn seine Anhänger zwar Ernst, aber nicht wörtlich nahmen, während umgekehrt seine Gegner den Kandidaten wörtlich, aber nicht ernst genommen hätten. Ein Richter aus Kentucky kombiniert nun beide Betrachtungen und nimmt ihn sowohl ernst als auch wörtlich. Konkret geht es um eine Klage von drei Trump-Gegnern, über deren Zulässigkeit der Gerichtsvorsteher David J. Hale zu befinden hat. Bei einem Wahlkampfauftritt am 1. März 2016 wurden sie von Anhängern des Kandidaten angegriffen, nachdem Trump seine Fans wiederholt aufgefordert hatte, "sie rauszuschaffen". Die Anwälte Trumps argumentieren, dass die entsprechenden Äußerungen unter "freie Rede" fallen würden und es keinen Zusammenhang zwischen seinen Bemerkungen und den Taten gäbe. Das sieht Richter Hale anders. Seiner Ansicht nach, rechtfertige die freie Rede zum einen keine "Aufforderung zur Gewalt" und zum anderen seien die Verletzungen ein "direktes Ergebnis" von Trumps Reden. "Es war ein Befehl, eine Anweisung", so der Jurist in seiner Begründung, die Klage zuzulassen.

Sehen Sie hier den betreffenden Wahlkampfauftritt Trumps:

2. April: Donald Trump bereut nicht einen seiner Tweets 

US-Präsident Donald Trump bereut nach eigenen Aussagen "überhaupt nichts", wenn es um seine oft kontroversen Twitter-Nachrichten geht. "Wenn man Hunderte von Tweets absetzt, und hin und wieder geht mal einer daneben, ist das nicht so schlimm", sagte er in einem Interview der "Financial Times". "Ohne Tweets wäre ich nicht hier. Ich habe 100 Millionen (Follower) auf Facebook, Twitter und Instagram. Hundert Millionen." Er habe es nicht nötig, zu den etablierten Medien zu gehen, sagte Trump, die er als "Fake-Medien" verspottet. Zu einer seiner umstrittensten Äußerungen auf Twitter, die Behauptung, er sei auf Geheiß seines Vorgängers Barack Obama bespitzelt worden, sagte Trump: "Es stellt sich heraus, dass es stimmt". Außerdem habe er per Twitter den Brexit vorausgesagt.

1. April: Trump ordnet Überprüfung sämtlicher Handelsbeziehungen an

Im Kampf gegen das hohe Handelsdefizit der Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump die Überprüfung sämtlicher Handelsbeziehungen angeordnet. Von nun an müssten alle, "die gegen die Regeln verstoßen", die Konsequenzen tragen, "und es wird sehr harte Konsequenzen geben", sagte Trump am Freitag nach der Unterzeichnung zweier Handelsdekrete im Oval Office des Weißen Hauses. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) zeigte sich am Samstag besorgt über das Vorgehen der USA.

Mit dem ersten, vor allem symbolischen Dekret ordnete Trump an, eine Liste derjenigen Länder und Produkte zu erstellen, die für das hohe Handelsdefizit der USA von rund 502 Milliarden Dollar (467 Milliarden Euro) verantwortlich seien.

Nach den Worten von US-Handelsminister Wilbur Ross soll das Augenmerk dabei auf "Schummelei" von Staaten und Firmen sowie auf der laxen Umsetzung von Vorschriften liegen. Auf den Prüfstand kommen zudem Handelsabkommen, die aus US-Sicht nicht die erhofften Ergebnisse gebracht haben. Auch bestimmte Auflagen der Welthandelsorganisation(WTO) sollen überprüft werden.

Als größten Verantwortlichen für das US-Handelsdefizit machte Ross China aus. Er nannte zudem mehr als ein Dutzend weitere Länder, die "potenziell involviert" seien - dazu zählt neben Kanada, Mexiko, Frankreich, Italien und Japan auch Deutschland.

Mit dem zweiten Erlass forderte Trump die US-Behörden auf zu prüfen, wie die USA Zölle und Gebühren für von ausländischen Regierungen subventionierte Produkte stärker einfordern und kassieren können. In diesem Bereich hätten die USA 2,8 Milliarden Dollar weniger eingenommen als möglich, sagte Trumps Top-Handelsberater Peter Navarro vor der Unterzeichnung. Es gehe um die Bereiche Stahl, Chemie, Landwirtschaft und Maschinenbau. 

31. März: Trumps Ex-Sicherheitsberater Flynn bietet Aussage gegen Immunität an

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, Michael Flynn, ist zu einer Aussage über angebliche Verbindungen von Gefolgsleuten Donald Trumps mit der russischen Regierung bereit. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" verlangt er für sein Erscheinen vor den Geheimdienstausschüssen des Kongresses Immunität, also einen garantierten Schutz vor Strafverfolgung. Sein Anwalt Robert Kelner deutete an, dass dies zutrifft.

Flynn habe "eine Geschichte zu erzählen, und er will sie sehr gern erzählen, sofern es die Umstände erlauben", sagte Kelner am Donnerstag. "Kein vernünftiger Mensch, der rechtlich beraten wird, würde sich in einem solch stark politisierten Hexenjagd-Umfeld befragen lassen ohne eine Absicherung gegen unfaire Strafverfolgung", ergänzte er.

Flynn war im Februar als Sicherheitsberater zurückgetreten, weil er noch vor Amtsantritt von US-Präsident Trump mit dem russischen Botschafter Gespräche über Sanktionen geführt und dies verheimlicht hatte. Untersucht wird auch die Rolle von Trumps früherem Wahlkampfmanager Paul Manafort, dem Kontakte nach Russland und in die Ukraine nachgesagt werden.

30. März: George W. Bush empfand Trumps-Antrittsrede als "obskure Scheiße"

Auf seine alten Tage wird George W. Bush offenbar noch zu einem richtig lockeren Typen. Der Ex-US-Präsident malt Gemälde anstatt hochdotierte Reden zu halten und er gibt Interviews, in denen er selbstkritisch und selbstironisch über seine Amtszeit plaudert. Wie andere ehemalige Präsidenten war auch er im Januar zur Amtseinführung von Donald Trump zu Gast, wo er vor allem durch seinen Kampf mit dem Regencape auffiel. Über die Veranstaltung selbst verlier er anschließend kein Wort, was wohl auch besser so war oder ist. Denn offenbar fiel seine Meinung speziell über die Antrittsrede seines Amtsnachfolgers wenig schmeichelhaft aus, wie das "New York Magazine" jetzt berichtet. Das Blatt zitiert gleich drei Ohrenzeugen, die seinen spontanen Kommentar über die ersten Äußerung des 45. US-Staatsoberhaupts gehört haben wollen; es war nur ein kurzer Satz: "Was für eine obskure Scheiße."

30. März: Gericht stoppt erneut Trumps Einreisebann

Donald Trumps neues Einreiseverbot für Menschen aus sechs, überwiegend muslimischen Ländern kann weiterhin nicht in Kraft treten. Ein Gericht auf Hawaii verlängerte die bereits bestehende Aussetzung. Der zuständige Richter hatte bereits vor zwei Wochen die Neuauflage des "Muslimbanns" gestoppt. Die US-Regierung plant, Bürgern aus Syrien, Iran, Jemen, Libyen, Syrien, Somalia und Sudan die Einreise in die USA für 120 Tage zu untersagen. In der ersten Version der Verfügung galt die Beschränkung auch noch für Iraker. Nachdem auch schon diese Version vor Gericht gescheitert war, hat das Weiße Haus den Einreisebann präziser formuliert und den Irak von der Liste gestrichen. Doch auch der zweite Versuch des "Muslimsstopp", den die US-Regierung aus Gründen der Terrorabwehr beschlossen hat, scheiterte vor Gericht. Die Juristen sehen in ihm eine Diskriminierung von Menschen islamischen Glaubens.

29. März: Politiker beschweren sich über Trumps teure Besuche in Florida

Im US-Bundesstaat Florida formiert sich Widerstand gegen die häufigen Besuche von US-Präsident Donald Trump in seinem Luxus-Resort Mar-a-Lago. In einem Schreiben der drei demokratischen Abgeordneten Lois Frankel, Alcee Hastings und Ted Deutch, von dem die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag eine Kopie erhielt, wird Trump aufgefordert, für eine Erstattung der Millionenkosten zu sorgen, die für die Absicherung des Präsidententrosses auflaufen. Wenn der Präsident in sein Luxusdomizil komme, so müssten Polizei und Feuerwehr Überstunden leisten. 

Seit dem Amtsantritt im Januar habe Trump fünf Wochenenden in Mar-a-Lago verbracht. Für die kleinen Unternehmen im Umfeld des Trump-Domizils seien bereits Verluste von 720.000 Dollar (667.000 Euro) entstanden, rechneten die drei Abgeordneten aus. Die Feuerwehr habe 1,7 Millionen Dollar ausgegeben. Wenn Trump Washington den Rücken kehren wolle, so solle er doch in die traditionelle Erholungsanlage für US-Präsidenten, Camp David im Bundesstaat Maryland, reisen, regte Frankel an.

Es sind nicht nur die Polizei und die Feuerwehr, die Sondereinsätze schieben müssen. Wenn der Präsident nach Mar-a-Lago kommt, wird der Flugverkehr eingeschränkt, die Behörden sind mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen gegen Cyber-Attacken und mögliche terroristische Bedrohungen befasst.

Mar-a-Lago ist ein exklusiver Club mit Privatstrand, Pool und Spa, mit Tennisplätzen und Golfanlagen sowie zwei Ballsälen. Im Februar empfing Trump dort den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Für die kommende Woche ist gerüchteweise nun ein Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping geplant. Die demokratischen Abgeordneten haben dafür bereits eine Zusatzrechnung von 280.000 Dollar aufgemacht. 

29. März: Trump tauscht altes Galaxy gegen iPhone

Donald Trump scheint ein treuer Geselle zu sein, zumindest, was die Treue zu seinem Handy betrifft. Obwohl der Immobilienmilliardär genug Geld haben dürfte, um sich regelmäßig ein neues Telefon zu kaufen, hat er bis vor kurzem ein altes Androidgerät benutzt, mutmaßlich ein Galaxy S3 aus dem Jahr 2012. Für die IT-Experten im Weißen Haus ist das der Horror, denn das betagte Betriebssystem lädt Hacker geradezu ein, das Handy des mächtigsten Mannes der Welt knacken, seinen Twitteraccount inklusive.


Doch vor kurzem hat Trump endlich ein neues, sicheres Handy bekommen - ein iPhone. Er benutze es nun seit einigen Wochen, verkündete Dan Scavino Jr., Sozialmediachef des Weißen Hauses. Zuletzt hatten sich auch Kongressabgeordnete besorgt über das Galaxy S3 geäußert, weil es nicht einmal besonders gesichert war. Auch Barack Obama hatte sich nach seiner Amtsübernahme nur schwer von seinem geliebten Blackberry getrennt. Das offizielle Amts-iPhone, das er stattdessen erhielt, war so stark abgesichert, dass Obama nicht einmal mehr Kurznachrichten verschicken konnte.


28. März: Trump wickelt Obamas Klimaplan per Dekret wieder ab

US-Präsident Donald Trump hat die bisher weitreichendsten Schritte unternommen, um zentrale Bestimmungen zum Klimaschutz abzubauen. Trump unterzeichnete am Dienstag ein Dekret, mit dem Kernstücke der Umweltpolitik der Vorgängerregierung Barack Obamas aufgeweicht werden sollen. Er wolle "den Krieg gegen die Kohle beenden," sagte Trump bei der Unterzeichnung des Erlasses. Die Exekutivanordnung richtet sich hauptsächlich gegen den "Clean Power Plan" (Plan für saubere Energie) aus dem Jahr 2015. Damit sollten erstmals landesweit verbindliche Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen im Energiesektor vorgeschrieben werden. Mit seinem Dekret wies Trump nun die EPA an, ein neues Energiekonzept zu erarbeiten, das den Obama-Plan ersetzen soll. Erklärtes Ziel des neuen US-Präsidenten ist es, der heimischen Kohlebranche zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen. Obamas Plan hätte dagegen voraussichtlich zur Schließung zahlreicher Kohlekraftwerke geführt. 

US-Medien hatten zuvor bereits über die Pläne berichtet. Die Umsetzung der Verordnung könnte demnach Jahre dauern. Einigen Änderungen müssten etwa erst Gerichte zustimmen. Umweltgruppen drohten bereits mit Klagen, berichtete das Magazin "Mother Jones".

27. März: Trump gratulierte Merkel zu CDU-Sieg im Saarland

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Erfolg ihrer Partei bei den Landtagswahlen im Saarland gratuliert. Die Glückwünsche habe Trump der Kanzlerin in einem Telefonat ausgesprochen, teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, in Washington mit. Dass ein US-Präsident einem Bundeskanzler zu Ergebnissen von Landtagswahlen gratuliert, ist eine eher ungewöhnliche Geste. Merkels Besuch bei Trump im Weißen Haus vor anderthalb Wochen war in unterkühlter Atmosphäre verlaufen. 

27. März: Demokraten sind bereit, mit Trump an Gesundheitsreform zu arbeiten

In den USA haben die Demokraten den Republikanern ihre Bereitschaft signalisiert, an einer Gesundheitsreform mitzuarbeiten. Der demokratische Oppositionsführer im Senat, Charles Schumer, sagte in einem Interview des Senders ABC, die Demokraten seien bereit, mit dem Republikanern zusammenzuarbeiten, wenn diese damit aufhörten, den "Affordable Care Act" (Obamas Gesundheitsreform) abschaffen und untergraben zu wollen. "Obamacare" sei nicht perfekt. Die Republikaner hatten die Gesetzesvorlage am Freitag kurz vor der Abstimmung im Repräsentantenhaus zurückgezogen, weil keine Mehrheit in Sicht war. Damit nahm der Vorschlag nicht einmal die erste wichtige parlamentarische Hürde. Das Gesetz sollte die Gesundheitsreform von Trumps Vorgänger Barack Obama ablösen. Die Abschaffung und der Ersatz von "Obamacare" ist seit Jahren ein zentrales Ziel der Republikaner. Trump hatte sein Gewicht hinter den jetzt gescheiterten Gesetzentwurf geworfen - und konnte ihn dennoch nicht durchsetzen. Schumer ging Trump aber auch scharf an. Dieser habe "ein grundsätzliches Fehlen von Kompetenz" bei den Verhandlungen gezeigt. "Man kann die Präsidentschaft nicht wie einen Immobiliengeschäft führen." Man dürfe nicht drohen und Angst einjagen und sagen, man gehe weg. "Es ist komplizierter."

25. März: Trump will in Berlin fast 400 Milliarden Dollar "Nato-Schulden" eintreiben

Vermutlich war es doch nur eine Ente. Am Wochenende hatte die britische "Times" berichtet, dass Donald Trump Angela Merkel in Washington eine "Rechnung" über 374 Milliarden Dollar überreicht haben soll. Bei dem Betrag handele es sich um noch "ausstehende Schulden" Deutschlands gegenüber der Nato, hieß es in dem Blatt. Die Summe ergäbe sich aus der Differenz der gezahlten Gelder (zuletzt rund 1,2 Prozent des Bundesetats) und dem zugesagten Betrag seit 2002. Der US-Präsident kritisiert die deutsche Bundesregierung schon seit Längerem dafür, sich nicht an die Zusage halte, zwei Prozent des Haushalts für Verteidigung auszugeben.


Die Bundeskanzlerin sei bei ihrem Treffen mit Trump nicht weiter auf die "Provokation" eingegangen, laut der "Times" soll ein nicht näher genannter Bundesminister aber "empört" über die Rechnungsstellung des US-Präsidenten gewesen sein. Das Weiße Haus jedoch streitet den Inhalt des Zeitungsberichts ab und bezeichnet ihn als "falsch". Auch der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, der Bericht treffe nicht zu. Donald Trump hatte direkt nach seinem Treffen mit Merkel auf Twitter geschrieben, Deutschland schulde dem Verteidigungsbündnis "riesige Summen". Dafür hagelte es zum Teil harsche Kritik. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen etwa sagte, die USA müssten "anerkennen, was die einzelnen Nationen im Alltag zur Nato beitragen". Der ehemalige Nato-Vertreter in den USA, Ivo Daalder, erklärte dem US-Präsidenten via Twitter, wie die Nato funktioniert: "Die Staaten zahlen den USA kein Geld, damit es sie beschützt." 

25. März: Lärm und Müll - Nachbarn sind sauer auf Ivanka Trump

Amazon-Boss Jeff Bezos besitzt hier ein Haus und auch US-Außenminister Rex Tillerson. Sogar Ex-Präsident Barack Obama hat sich hier niedergelassen. Die Anwohner von Washingtons Nobelviertels Kalorama sind prominente Nachbarn gewohnt. Doch dass die Tochter von US-Präsident Donald Trump hier mit Mann und drei Kindern eine Bleibe bezogen hat, stößt offenbar auf wenig Begeisterung. "Sie haben die Gegend völlig ruiniert", sagte Marietta Robinson der Nachrichtenagentur AP. Die Frau wohnt gegenüber von Ivanka Trump und ihrer Familie - und fühlt sich belästigt. Die Straße sei ständig mit Fahrzeugen von Sicherheitsleuten verstopft, der Bürgersteig werde vollgemüllt. Zudem machten die Wachleute rund um die Uhr Lärm. Im Gegensatz zu anderen prominenten Anwohnern übertreibe es Ivanka: "Sie fährt in einer Autokolonne mit vier Fahrzeugen vor. Für einen Ausflug zum Spielplatz benötigt sie drei Vans", so Robinson. Andere Bewohner Kaloramas teilten die Kritik. 

Ivanka Trump spielte den Ärger in einer per Mail verbreiteten Stellungnahme runter: "Wir lieben die Gegend", heißt es darin. "Unsere Familie ist von den Nachbarn unglaublich freundlich begrüßt worden."

25. März: Ivanka Trump plant Deutschland-Besuch

Die Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka Trump, plant nach einem Bericht des Magazins "Spiegel" demnächst einen Besuch in Deutschland. Hintergrund ist demnach eine Einladung deutscher Wirtschaftsvertreter, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor gut einer Woche bei ihrem Besuch in Washington begleitet hatten. Ivanka Trump wolle sich in Deutschland berufliche Ausbildungszentren ansehen, um sich über das System der dualen Berufsausbildung zu informieren.

Von Merkel, die sich während ihrer Visite auch mit Ivanka Trump unterhalten hatte, wird die Einladung laut "Spiegel" ausdrücklich unterstützt. Die Präsidenten-Tochter ist im Regierungsteam ihres Vaters auch offiziell an den Vorbereitungen für den G20-Gipfel im Juli in Hamburg beteiligt. Auch hier sollen Bildungsfragen eines der Themen sein.


24. März: Emma Thompson verpasste Donald Trump einen Korb

Dass Donald Trump so manche Frauengeschichte nachgesagt wird, ist kein Geheimnis. Die US-Schauspielerin Emma Thompson hat nun in einer schwedischen Talkshow aus dem Nähkästchen geplaudert - und dabei eine erstaunliche Anekdote zum Besten gegeben: Im TV verriet sie, dass US-Präsident Donald Trump sie einst um eine Date gebeten hat. Die 57-Jährige sagte, dass sie Ende der Neunzigerjahre beim Dreh des Films "Primary Colours" in ihrem Wohnwagen am Set war, als plötzlich ihr Telefon klingelte - dies tat es sonst nie. Thompson, gerade erst von ihrem Ehemann geschieden, nahm den Hörer ab und am anderen Ende der Leitung meldete sich der heutige US-Präsident zu Wort: "Hi, hier ist Donald Trump", sagte er laut Thompson. Sie hatte den Immobilienmilliardär angeblich nie zuvor getroffen.

Sie habe dann geantwortet: "Wirklich? Kann ich etwas für Sie tun?" Er habe sie dann eingeladen, mal im Trump-Tower vorbeizuschauen, dieser sei sehr gemütlich. Weiter habe er gesagt: "Ich glaube, wir würden uns gut verstehen" und ein Abendessen vorgeschlagen. Thompson blieb skeptisch - und zog sich mit einer Hinhaltetaktik aus der Sache. "Okay, ich melde mich noch einmal", habe sie Trump gesagt. Ein Date sei dann jedoch nie zustande gekommen.

23. März: Teurer Trump-Lebensstil: Secret Service braucht 60 Millionen zusätzlich

Der Secret Service, der Sicherheitdienst der US-Präsidenten, braucht Geld. Der Grund: der ausschweifende Lebensstil und die großen Besitztümer der Familie von Donald Trump. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf interne Papiere des Sicherheitsdienstes berichtet, hat der Service für den Haushalt 2018 60 Millionen zusätzliche Dollar beantragt. Danach werden allein 26,8 Millionen Dollar benötigt, um die Präsidentenfamilie und die privaten Räumlichkeiten im Trump Tower zu sichern. Weitere 33 Millionen werden demnach benötigt, um die Kosten für die Sicherheit auf Reisen des Präsidenten, seines Stellvertreters und weiterer Angehöriger der Staatsführung zu decken.

In den Unterlagen wird, so der Bericht, deutlich, dass der Secret Service überrascht ist, mit welchen Aufgaben Trump und seine große und weit verzweigte Familie den Dienst konfrontiert. Dazu gehörten auch die ehrgeizigen Reisenpläne der Familienmitglieder und des dreistöckige Penthouse in Manhattan, in dem First Lady Melanaia Trump und Sohn Barron leben. Ungewöhnliche Sicherheitskosten erzeugen auch die Wochenend-Aufenthalte im Trump-eigenen Mar-a-Lago-Club in Florida (statt in der üblichen Präsidenten-Wochenendresidenz Camp David) und die Geschäftsreisen der Trump-Söhne.

In den Dokumenten gibt es keinen Vergleich zu den Kosten, die Trumps Vorgänger und ihre Familien erzeugt haben. Die Sicherheitskosten werden generell nicht öffentlich gemacht. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf eine Person, die mit geheimen Haushaltsplanungen vertraut ist, weiter berichtet, hat die zuständige Stelle des Weißen Hauses den Antrag angeblich bereits abgelehnt. Sollte sich dies bestätigen, müsste der Secret Service an anderer Stelle sparen. Das könnte zu Lasten von Ermittlungen gegen Cyberkriminalität, Geldfälschungsdelikte und bei Vermisstenfällen Minderjähriger gehen, für die der Service ebenfalls zuständig ist. Alle zuständigen Stellen lehnten eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die erhöten Sicherheitskosten für die Trump-Familie stehen aber im Widerspruch zu dem harten Sparkurs, den die Trump-Administration anstrebt, heißt es in dem Bericht.

21. März: Trump droht Republikanern unverhohlen: "Werde mir euch vorknöpfen"

US-Präsident Donald Trump hat seine Parteikollegen im Kongress massiv unter Druck gesetzt, dem Plan für die Abschaffung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama zuzustimmen. Bei einem Treffen mit den republikanischen Mitgliedern des Repräsentantenhauses appellierte Trump an die Abgeordneten, das Gesetzesvorhaben abzusegnen, wie Teilnehmer anschließend berichteten.

In den Reihen der Republikaner gibt es Bedenken gegen das neue Krankenversicherungsmodell, das an die Stelle des Obama-Systems treten soll. Das Repräsentantenhaus soll an diesem Donnerstag über das neue Gesundheitssystem abstimmen, das von der Führung der Republikaner in der Kongresskammer ausgearbeitet wurde. Die Republikaner verfügen in der Kammer über eine Mehrheit von 237 der 435 Sitze. Da derzeit fünf Sitze vakant sind, werden 216 Stimmen gebraucht, damit das Gesetzesvorhaben passiert. Die oppositionellen Demokraten werden voraussichtlich geschlossen dagegen stimmen.


Sollte der Gesundheitsplan die Mehrheit verfehlen, wäre das eine schwere Niederlage nicht nur für die republikanische Führung, sondern auch für Trump - das als "Obamacare" bezeichnete System abzuschaffen und durch ein stärker marktwirtschaftlich ausgerichtetes System zu ersetzen, war eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen. Trump richtete den Teilnehmer-Angaben zufolge eine unverhohlene Drohung an die Abgeordneten: Wenn das Projekt scheitere, "dann werde ich mir Euch vorknöpfen", wurde er laut der Zeitung "Washington Post" zitiert. Trump habe hinzugefügt: "Aber ich weiß, dass ich das nicht tun muss, weil ich weiß, dass Ihr mit 'Ja' stimmen werdet."

Nach Angaben des Abgeordneten Chris Collins warnte der Präsident, dass die Republikaner bei den Kongresswahlen im November 2018 die Mehrheit im Repräsentantenhaus wie Senat verlieren würden, sollten sie die Abschaffung und den Ersatz von "Obamacare" nicht gestemmt bekommen. Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, sicherte zu, der "'Obamacare'-Albtraum" werde beendet.

21. März: Ivanka Trump bekommt eigenes Büro im Weißen Haus

Ivanka Trump, Tochter des US-Präsidenten, soll einen Bericht des Magazins "Politico" zufolge eigene Büroräume im West-Flügel des Weißen Hauses bekommen. Noch diese Woche solle die 35-Jährige mit Kommunikationsmitteln der Regierung ausgerüstet werden. Eine offiziellen Posten habe sie jedoch nicht, berichtet das Magazin unter Berufung auf den Anwalt der Trump-Tochter, Jamie Gorelick. Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner arbeitet bereits als Trumps Berater im Weißen Haus.

Dass Staats- oder Regierungchefs demokratisch nicht legitimierte Familienmitglieder ohne offizielle Rolle in die Regierungsgeschäfte einbeziehen, ist in westlichen Demokratien nicht üblich. Ivanka Trump werde keine Bezahlung erhalten und sich an alle Ethik-Regeln halten, die auch für offizielle Regierungsbedienstete gälten, sagte ihr Anwalt. Sie soll nicht vereidigt werden. "Ein erwachsenes Kind des Präsidenten zu haben, das aktiv in die Regierung eingebunden ist, ist Neuland", räumte er ein.

Ivanka Trump

Ivanka Trump war bereits häufig bei politischen Anlässen im Weißen Haus zugegen


20. März: FBI nennt Abhörvorwürfe "Nonsens" - Weißes Haus bleibt aber dabei

Die US-Bundespolizei FBI untersucht mögliche Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam von Präsident Donald Trump und Russland. Das bestätigte FBI-Chef James Comey am Montag in einer Anhörung durch das Repräsentantenhaus in Washington. Bislang war nur in den Medien darüber spekuliert worden, dass die seit Monaten laufenden FBI-Untersuchungen zu den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen während des Wahlkampfs auch die möglichen Verwicklungen des Trump-Teams einbeziehen könnten.

Für einen Spähangriff des früheren US-Präsidenten Barack Obama, den Trump ohne jegliche Indizien zur Sprache gebacht hatte, sieht das FBI keine Belege, wie die Ermittler in ihrer Kongressanhörung bekanntgaben. Laut Comey hat es keine Abhöraktion gegen Trump gegeben; den Vorwurf Trumps nannte er "Nonsens". Auch das US-Justizministerium habe keine solchen Erkenntnisse, fügte Comey hinzu. Das Weiße Haus nimmt die Abhörvorwürfe dennoch nicht zurück. Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, Comeys Aussage habe nichts an der Lage geändert. Es handle sich nur um eine erste Anhörung, und es sei noch ein weiter Weg zu gehen.

18. März: Dollar-Zeichen in Hakenkreuz-Optik: Dafür gibt es Morddrohungen

In Phoenix im US-Bundesstaat Arizona sorgt das Plakat einer Künstlerin für mächtig Ärger: Auf dem Billboard ist das Gesicht von Präsident Donald Trump zu sehen, umrahmt von zwei Atompilzen in Form von Clownsgesichtern und Dollarzeichen, die an Hakenkreuze erinnern. Wie die verantwortliche Künstlerin Karen Fiorito der Nachrichtenseite "12News" sagte, wolle sie damit nur ausdrücken, was sie glaubt, was die meisten Menschen in diesen Tagen denken. Sie versuche in Dinge, die wirklich dunkel und schwer zu ertragen seien, etwas Humor einzubauen. Für das Plakat habe sie bereits Morddrohungen erhalten: "Da ist eine Menge Hass. Die Dinge eskalieren derzeit sehr schnell", so Fiorito. " Die Besitzerin der Werbefläche, die das Kunstwerk in Auftrag gegeben hatte, verspricht derweil: "Das Plakat bleibt so lange hängen, wie Trump Präsident der Vereinigten Staaten ist."

18. März: Trump: "GROSSARTIGES" Treffen mit Merkel - aber ...

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum ersten Mal Donald Trump besucht; am Freitag war sie im Weißen Haus zu Gast. Nur für ein paar Stunden, ein gemeinsames Mittagessen und eine entlarvende Pressekonferenz mit dem US-Präsidenten. Am Tag darauf meldete sich Trump erwartungsgemäß auf Twitter zu Wort: Egal, was man so lese über dieses erste Treffen, es war einfach super, findet wenigstens er: "Trotz dem, was ihr von den FAKE NEWS gehört habt, hatte ich ein GROSSARTIGES Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel."

Einen Kritikpunkt hat Trump aber: "Trotzdem: Deutschland schuldet der Nato riesige Summen, und die Vereinigten Staaten müssen besser für ihre mächtige und kostspielige Verteidigung bezahlt werden, die sie Deutschland bieten!" 

Das ist so nicht korrekt. Als Staatsoberhaupt sollte Trump eigentlich wissen, wie sich die Nato finanziert: Die Mitgliedsstaaten einigen sich zunächst auf ein Budget. Und erst danach wird anhand der finanziellen Situation der einzelnen Staaten festgelegt, welches Land welchen Prozentsatz in welches der drei Unterbudgets einzuzahlen hat.


17. März: Britischer Geheimdienst kontert Abhör-Vorwürfe von Trump: "Lächerlich!"

In einem außergewöhnlichen Schritt hat sich der britische Geheimdienst GCHQ zu Abhörvorwürfen des US-Präsidenten Donald Trump geäußert. Ein Sprecher bestritt in der Nacht zum Freitag jede Beteiligung der Briten und bezeichnete entsprechende Vorwürfe aus Trumps Umfeld als lächerlich und Unsinn. Trump hatte vor rund zwei Wochen in einer Serie wütender Tweets erklärt, Obama habe ihn 2016 im Wahlkampf im Trump-Tower in New York abhören lassen. Bislang hat der Präsident für die Anschuldigungen keine Beweise vorgelegt, bleibt aber bei seiner Darstellung.

Ein Justiz-Experte des US-Senders Fox News hatte unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, der britische Geheimdienst GCHQ habe im vergangenen Jahr dem damaligen Präsidenten Barack Obama ausgeschriebene Redetexte von Trumps Telefonaten zugespielt, die von Computern des US-Geheimdienstes NSA stammten. "Kürzlich geäußerte Vorwürfe des Medienkommentators Richter Andrew Napolitano, dass der GCHQ gebeten worden sei, "Telefonüberwachung" gegen den damaligen designierten Präsidenten durchzuführen, sind Unsinn", teilte ein Sprecher des Geheimdienstes laut Berichten der Tageszeitung "Guardian" und der BBC mit. "Sie sind völlig lächerlich und sollten ignoriert werden."

Mehrere hochrangige Mitglieder von Trumps Partei haben erklärt, sie hätten keine Hinweise auf eine Überwachung Trumps gesehen - zuletzt am Donnerstag der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, Richard Burr. Trump-Sprecher Sean Spicer hatte Napolitanos Angaben über den britischen Geheimdienst am Donnerstag in einer selten lautstarken Pressekonferenz im Weißen Haus wiederholt. Gefragt, ob Trump zu seinen Vorwürfen stehe, antwortete Spicer: "Er steht dazu". Beweise wurden auch in diesem Fall bisher nicht vorgelegt.

+++ Hier finden Sie die ältere Entwicklungen und Nachrichten rund um Donald Trump und seine Präsidentschaft +++

Fakten, Zitate und Hintergründe zum neuen US-Präsidenten:

Wie ist Donald Trump geworden, wer er ist?

Eine Biografie, die nur (fast) nur Erfolge kennt: Kind aus gutem und begütertem Hause wird erst zu einem Superstar und dann zum US-Präsidenten. Auf die Welt kommt er am 14. Juni 1946 im New Yorker Stadtteil Queens als Sohn eines Bauarbeiters deutscher Abstammung. Trumps Vater Fred ist mit Sozialwohnungen reich geworden, er gilt als kühl, ehrgeizig und geschäftstüchtig. Den aufmüpfigen Sohn Donald, das vierte von fünf Kindern, schickt er als Teenager auf eine Militärakademie. Nach seinem Studium beginnt er seine Immobilienkarriere in Manhattan, sein protziger und luxuriöser Lebensstil macht ihn schnell zu einem gefragten Prominenten der Klatschpresse. Dort ist Donald Trump seit mehr als 40 Jahren Dauergast - trotz oder besser wegen dreier Ehen, zahlloser Seitensprünge, skurriler Showeinlagen  und diverser Firmenpleiten. Endgültig zu einer amerikanischen Ikone wird er durch die TV-Show "The Apprentice", die durch seinen Spruch "You're fired" Kultstatus erreichte.

Donald Trump und Twitter - eine Liebesgeschichte

Mehr als 140 Zeichen braucht Trump nicht, um seine Botschaften unters Volk zu bringen. Knapp 35.000 Tweets hat er in rund acht Jahren auf Twitter abgesetzt - das sind im Schnitt zwölf pro Tag. Auf dem Kurznachrichtendienst teilt er unter "realdonaldtrump" gegen politische Gegner aus, führt bizarre Kleinkriege gegen Kritiker, kündigt Pläne an oder schickt mit einem Satz die Aktienkurse auf Talfahrt. Etwa, als er die Kosten für den Neubau der Präsidentenmaschine Air Force One von Boeing für zu hoch befand und drohte, den Auftrag zu stornieren. Seine Postings schreibt er meist selbst, gerne morgens und spät am Abend, während tagsüber seien Mitarbeiter in die Tasten hauen. Grund für seine Viel-Twitterei sei nach eigener Auskunft sein Misstrauen gegenüber den (klassischen) Medien, über die er behauptet, sie würden ihn permanent falsch zitieren. Auch als gewählter Präsident 2017 und nach seiner Vereidigung twittert er beherzt weiter, was Experten als Sicherheitsrisiko bewerten.

Trumps allererster Tweet aus dem Jahr 2009:


Wer ist seine Frau und wie viele Kinder hat Donald Trump?

Trumps Eheleben ist so schillernd wie sein restliches Leben. Aktuell ist er zum dritten Mal verheiratet (für US-Präsidenten äußerst ungewöhnlich): Seine Frau heißt Melania, Ex-Model, gebürtige Slowenin und 24 Jahre jünger als er. Seinen Biografen zufolge hatte er sie auf einer Party kennengelernt, die er mit seiner zweiten Frau Marla Maples besucht hatte. Mit ihr war er sechs Jahre lang verheiratet, die Ehe endete in einem öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg. Trumps erste Gattin war Ivana Trump, ebenfalls ein Model, mit der Trump bislang am längsten zusammen war. Aus dieser Ehe stammen die ältesten Kinder Donald Jr. (geboren 1977), Ivanka (geboren 1981) und Eric (geboren 1984). Mit Maples hat er ein Kind (Tiffany, geboren 1993) und mit Melania den Sohn Barron, geboren 2006. Trump hat mittlerweile acht Enkelkinder.

Sehen Sie hier im Video mehr über die Kinder von Donald Trump

Welche Ziele verfolgt Donald Trump als US-Präsident?

Donald Trumps Wahlkampfversprechen lautete "Make America great again", also "Macht Amerika wieder groß(artig)". Unter diesem Slogan versteht der US-Präsident, die USA zu alter Stärke und Größe zu führen. Dazu plant er in Zukunft Kooperationen und Handel mit anderen Staaten einzuschränken. In seiner Antrittsrede nach der Vereidigung sprach deshalb er von "America first". Konkrete Ziele von Trump im Jahr 2017 sind:

  • Einige Freihandelsabkommen neu zu verhandeln (etwa mit Mexiko und Kanada) oder geplante Freihandelsabkommen (das pazifische TPP sowie TTIP) erst gar nicht in Kraft treten zu lassen.
  • Arbeitsplätze, die ins Ausland (China und Mexiko) zurück in die USA zu holen. Dazu will er beispielsweise Firmen mit Strafzöllen belegen, die im Ausland für den US-Markt produzieren (unter anderem den iPhone-Hersteller Apple und Autoproduzenten).
  • Nato-Mitglieder auffordern, ihre finanziellen Beitragsgarantien zu erfüllen (zwei Prozent des Haushalts für Militär ausgeben). Andernfalls droht er mit dem Entzug der militärischen US-Unterstützung.
  • Aufnahmestopp für Flüchtlinge. Einer von seinen ersten Amtshandlungen sofort nach der Vereidigung war es, das US-Flüchtlingsprogramm für 120 Tage auszusetzen. Besonders betroffen davon sind Syrer und Iraker, denen kein Asyl mehr gewährt werden soll.
  • Begrenzung der Einreise von Muslimen in die USA. Einer seiner umstrittensten Wahlkampfversprechen war es, Datenbanken für Muslime (US-Bürger sowie ausländische) einzurichten, in denen alle Mitglieder der Religion registriert werden sollen. Ziel des Plans ist es, islamistischen Terror zu bekämpfen.
  • Den Islamischen Staat bekämpfen. Obwohl Trump angekündigt hat, die USA künftig weitgehend aus militärischen Konflikten herauszuhalten, soll der IS möglichst zerstört werden. Wie genau das passieren soll, ist noch unklar, aber engere Zusammenarbeit mit Russland kann sich Trump vorstellen.
  • Der Brexit, den Ausstieg Großbritanniens aus der EU, sieht Trump positiv - und als Vorbild für andere europäische Staaten. Bereits im Wahlkampf hat er angekündigt, nach dem Brexit bilaterale Abkommen mit dem Königreich zu schließen.

Kabinett und Berater von Donald Trump - sie sollen Amerika wieder great machen

Innenpolitisch verfolgt Trump vor allem eine Politik, die im Gegensatz zu der von Barack Obama steht. Dazu zählen unter anderem:

  • Rücknahme und Ersatz für die als Obamacare bezeichnete Gesundheitsreform
  • Öl- und Gasförderung auch in ökologisch sensiblen Gebieten
  • Steuersenkungen für Unternehmen
  • Bau und Verstärkung der Grenzmauer zu Mexiko durch den Bau einer Mauer
  • Ausweisung von Millionen von Illegalen

Wie groß ist Vermögen von Donald Trump und woher hat er es?

Über den Reichtum von Trump gibt es unterschiedliche Angaben. Laut des bekanntesten Reichenranking des Forbes-Magazins verfügt der US-Präsident über 3,7 Milliarden Dollar. Der Finanzdienstleister Bloomberg spricht mit 2,9 Milliarden. Trump selbst gab sein Vermögen im Wahlkampf mit zehn Milliarden Dollar an, berechnete aber dabei auch den Wert der Marke "Donald Trump" mit ein - ein zweifelslos existenter, aber nur schwer in Zahlen zu fassender Wert. Sicher ist auch, dass Trump rund 700 Millionen Dollar Schulden hat, alleine 350 Millionen davon bei der Deutschen Bank. Sein Reichtum verdankt der Milliardär dem Bau und Handel mit Immobilien (Trump-Tower), Verkauf von Merchandising und Namensrechten sowie dem Betreiben von Golfplätzen.

Die USA unter Donald Trump und Deutschland

Als einer der engsten Verbündeten wird Deutschland vom neuen Kurs des US-Präsidenten auf die eine oder andere Art betroffen sein. Wie genau, ist noch nicht absehbar. Aber vermutlich wird die deutsche Wirtschaft am schnellsten den protektionistischen Kurs von Donald Trump zu spüren bekommen. Etwa beim Auto- und Maschinenbau. So drohte der US-Präsident dem Autobauer BMW, der in Mexiko Autos für den US-Markt produziert, Strafzölle in Höhe von bis zu 23 Prozent an. Politisch hatte Trump Bundeskanzlerin Merkel mehrfach wegen der deutschen Flüchtlingspolitik kritisiert. Offen ist, ob die US-Regierung Deutschland zu mehr militärischem Engagement in Krisen-und Kriegsgebieten auffordern wird.

Ist Donald Trump eigentlich rechtmäßiger Präsident der USA?

Eindeutig ja - obwohl er selbst vor als auch nach seiner Wahl mehrfach von Wahlbetrug sprach. Zuletzt wenige Tage nach seiner Vereidigung vor Kongressabgeordneten. Der Grund: Im Gesamtergebnis liegt Donald Trump drei Millionen Stimmen hinter seiner Kontrahentin Hillary Clinton. Präsident wurde er, weil in den USA das Staatsoberhaupt nicht direkt, sondern über Wahlmänner gewählt wird. Lesen Sie hier mehr zum US-Wahlsystem und die Wahlmänner. Seinen Sieg verdankt er letztlich den Erfolgen in den Staaten Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. Trump aber ist überzeugt, dass er nur wegen millionenfachen Wahlbetrugs durch illegale Wähler hinter Hillary Clinton lag. Kurz nach seiner Inauguration am 20. Januar 2017 hat er angekündigt, die Wahlbetrugsvorwürfe untersuchen zu lassen.

Donald Trump - Fakten, Sprüche und Auftritte dies- und jenseits der Politik

Der 45. US-Präsident hat so ziemlich alle Konventionen von Politik, Wahlkampf und Sitten auf den Kopf gestellt. Übrigens auch nicht erst seitdem er Kandidat der Republikaner wurde. Seit 40 Jahren ist Trump in den USA ein Superpromi und stets für Showeinlagen gut.

  • Sein Buch "The Art of Deal" von 1987 hat sich rund eine Million Mal verkauft
  • Donald Trump hatte in rund 30 Filmen und Serien Gastauftritte. Hier ein Zusammenschnitt von Trumps sämtlichen Cameos:


Wenn Mexiko seine Leute schickt, schickt es nicht seine Besten. Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, nehme ich an, sind gute Leute.

(Trump im Juni 2015 bei der Verkündung seiner Bewerbung um das Weiße Haus)

Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam. Blut kam aus wo auch immer.

(Trump attackiert im August 2015 die Moderatorin Megan Kelly mit einer offenkundigen Anspielung auf Menstruationsbeschwerden)

Seht euch diese Hände an, sind das kleine Hände?

(Mit dieser Bemerkung bezieht Trump in einer TV-Debatte Stellung zu seinem Penis. Sein Rivale Marco Rubio hatte unter Verweis auf seine angeblich kleine Hände einen schlechten Witz über das Genital seines Rivalen gemacht.)

Schafft das Baby hier raus.

(Bei einem Wahlkampfauftritt im August äußert sich Trump zunächst verständnisvoll über ein schreiendes Baby, dann platzt ihm der Kragen.)

Wenn Du ein Star bist, dann lassen sie Dich ran. Du kannst alles machen (...) Sie an der Muschi packen.

(Anfang Oktober veröffentlicht die "Washington Post" eine Aufzeichnung von 2005, in der Trump mit sexuellen Übergriffen prahlt.)

Meine Tochter einen 'steilen Zahn' (piece of ass) zu nennen, geht in Ordnung.

(Der Satz ist eine von vielen Entgleisungen aus früheren Gesprächen mit dem Radio-Talkmaster Howard Stern. Zitate aus diesen Gesprächen werden im Oktober vom Sender CNN veröffentlicht).

  • Mit Ronald Reagan hatten die USA zwar schon einen Schauspieler als Chef im Weißen Haus, doch ein US-Präsident, der beim Wrestling teilnimmt (im Anzug und roter Krawatte) gab es noch nie. Hier Szenen des Ausschnitts aus dem Jahr 2007:
  •  14 Folgen lang hat Trump die Show "The Apprentince" moderiert. Die Sendung wurde durch den Spruch "You're fired" bekannt. Auch Trumps Kinder Donald Jr. und Ivanka saßen dort einige Staffeln lang.

Sehen Sie im Video: Weitere Geheimnisse von Donald Trump:

+++ Hier finden Sie die ältere Entwicklungen und Nachrichten rund um Donald Trump und seine Präsidentschaft +++

ivi/kg/mad/nik/tim/dho/kng/DPA/AFP
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