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Wenn US-Amerikaner selbst zu Flüchtlingen werden wollen

Donald Trump marschiert in Richtung Präsidentschaftskandidatur. Doch seine Siege lösen bei vielen Amerikanern offenbar Fluchtreflexe aus: Wohin's gehen soll, verrät Google.

Die Aussicht auf Donald Trump als nächsten US-Präsidenten, weckt bei den Amerikaner den Wunsch, nach Kanada auszuwandern

Die Aussicht auf Donald Trump als nächsten US-Präsidenten, erweckt bei vielen Amerikaner offenbar den Wunsch, nach Kanada auszuwandern

Donald Trump feierte bei den Vorwahlen am "Super Tuesday" große Erfolge. Der Immobilien-Milliardär siegte bei den Republikanern in mindestens sieben Staaten: Georgia, Alabama, Massachusetts, Virginia, Tennessee, Vermont und Arkansas. Damit ist der Skandal-Politiker einer Präsidentschaftskandidatur für seine Partei ein deutliches Stück näher gekommen. Eine Vorstellung, die bei vielen offenbar Fluchtreflexe auslöst. In den Stunden nach dem Bekanntwerden der Vorwahl-Ergebnisse verzeichnete Google eine erstaunliche Entwicklung. Ganz viele Amerikaner beschäftigte scheinbar plötzlich eine Frage: Wie wandere ich nach Kanada aus? 

Das entsprechende Suchvolumen stieg explosionsartig an. Bei der Frage "How can I move to Canada?" stieg das Suchvolumen um bis zu 1150 Prozent an. Auch verwandte Begriffe und Kombinationen erfreuten sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einer extraordinären Beliebtheit. Die Häufigkeit der Suchanfrage "Moving to Canada" nahm zum Beispiel zeitweise um bis zu 110 Prozent zu. 

Als erster bemerkte der Google-Analyst Simon Rogers den plötzlichen Trend. Via Twitter zwitscherte er seine Beobachtung in die Welt hinaus. Zu dem Zeitpunkt lag der Anstieg des Suchvolumens für die Frage "Wie wandere ich nach Kanada aus?" bereits bei 350 Prozent.


Kanadier müssen US-Amerikaner vertrösten

Doch das sollte längst nicht das Ende sein. Zwischen 23 Uhr abends und 2 Uhr nachts Ortszeit erreichte der Google-Trend seinen vorläufigen Höhepunkt. Die folgende Grafik zeigt beispielsweise die Karriere der Suchkombination "How to move to Canada" an. Um 7.28 Uhr deutscher Zeit erreicht die Kurve ihren Zenit - der Zeitpunkt also an dem die Suchanfragen am häufigsten erfolgten. 

Scheinbar verspürten so viele Amerikaner auf einmal den Wunsch, ihre große Nation zu verlassen, dass es auf der Website der kanadischen Regierung zu technischen Schwierigkeiten gekommen ist. "Während der Benutzung der Website können Verzögerungen auftreten. Wir arbeiten daran, dieses Problem zu beheben. Vielen Dank für Ihre Geduld", vertrösten die Kanadier ihre Nachbarn.

  Diese Karte zeigt, in welchen Bundesstaaten welche Kandidaten am "Super Tuesday" gewonnen haben. Mehr Karten und Statistiken gibt es auf http://www.statista.com.
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ivi
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