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Trump kassiert Niederlagen - und nennt Demonstranten "Müll"

Bisher schien die Wahlkampagne von Donald Trump ein einziger Triumphzug zu sein. Doch allmählich spürt der Favorit unter den Präsidentschaftsbewerbern der Republikaner zunehmend Gegenwind. Bei zwei Vorwahlen steckte er Niederlagen ein, und im Land regt sich Widerstand gegen den Populisten.

Donald Trump schaut konsterniert - er spürt zunehmend Gegenwind

Zwei Niederlagen und heftige Demonstrationen gegen ihn: US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump spürt zunehmend Gegenwind

Bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat der populistische Geschäftsmann Donald Trump zwei klare Niederlagen erlitten. Bei der Vorwahl im westlichen Bundesstaat Wyoming landete Trump am Samstag abgeschlagen auf dem dritten Platz, der texanische Senator Ted Cruz siegte klar mit 66,3 Prozent der Stimmen. Im Hauptstadtbezirk Washington, D.C. setzte sich der Senator Marco Rubio aus Florida durch.

Trump kam in Wyoming lediglich auf 7,2 Prozent der Stimmen. Cruz gewann neun Delegiertenstimmen für den republikanischen Parteitag, Rubio und Trump jeweils einen. In Washington gingen zehn der zu vergebenden 19 Delegiertenstimmen an Rubio, der Gouverneur John Kasich aus Ohio heimste die übrigen neun ein, Trump ging leer aus.

Donald Trump nennt Demonstranten "Müll"

Auch abseits der Vorwahlen, die sich noch bis zum Frühsommer hinziehen werden, wird die Stimmung rund um den populistisch auftretenden Multimiilliardär hitziger. Einen Tag nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern Trumps in Chicago ist es zu neuen Protesten bei Wahlkampfauftritten gekommen. So versuchte ein Mann am Samstag während einer Rede Trumps in Dayton (Bundesstaat Ohio), auf die Bühne zu springen. Er wurde aber von Beamten des Secret Service, der Trump schützt, überwältigt und abgeführt.

Wenig später unterbrachen Dutzende Protestierende eine Rede Trumps in Cleveland (Ohio). Wachleute führten sie aus dem Saal. Auch bei einem Wahlkampfauftritt in Kansas City (Missouri) wurde Trump immer wieder von Demonstranten unterbrochen. Er nannte sie schließlich "Müll" und drohte damit, von nun an jeden von ihnen zu verklagen. "Nehmt sie fest", forderte er zunehmend gereizt und irritiert von den Sicherheitsbeamten im Raum. Seinen Anhängern versprach er: "Wir werden das Land von diesen Leuten zurückerobern."

Schon am Freitag hatten sich in Chicago vor einer geplanten Kundgebung Trumps so viele Demonstranten angesammelt, dass Trump die Veranstaltung vorsichtshalber absagte. Danach kam es zu Handgemengen und Prügeleien zwischen Anhängern und Protestierenden.

Rubio stellt Unterstützung für Trump infrage

Trump führt im Rennen um die republikanische Spitzenkandidatur bei der Präsidentenwahl im November dennoch deutlich. Seine innerparteilichen Rivalen Ted Cruz, Marco Rubio und John Kasich lasten ihm aber zunehmend an, mit seiner provozierenden und spalterischer Rhetorik die Stimmung im Wahlkampf angeheizt zu haben. Alle drei hatten kürzlich in einer Fernsehdebatte zugesagt, dass sie den Spitzenkandidaten ihrer Partei auf jeden Fall unterstützen würden - auch wenn dies Trump sei. Rubio sagte dazu am Samstag, das zu tun, werde aber "mit jedem Tag schwerer". 

Am kommenden Dienstag stehen Vorwahlen unter anderem in Florida, Ohio und Illinois an. Für die Republikaner sind die Abstimmungen in diesen drei Bundesstaaten von besonderer Bedeutung, weil der Sieger dort jeweils alle zu vergebenden Delegiertenstimmen gewinnt.

Demokraten: Hillary Clinton siegt in US-Außengebiet

Auf demokratischer Seite schlug Ex-Außenministerin Hillary Clinton bei der Vorwahl im US-Außengebiet Nördliche Marianen ihren Konkurrenten Bernie Sanders mit einem Vorsprung von 20 Prozentpunkten. 

dho/DPA/Reuters
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