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Wie ein Brief an Donald Trump die Welt bewegt

1,7 Millionen Likes, über 900.000-mal geteilt: Ein offener Brief an Donald Trump bewegt das Netz. Geschrieben hat ihn ein Blogger aus New York, der die Menschen mit Porträts von New Yorker Bürgern schon lange rührt.

Humans-of-New-York-Blogger schreibt Brief an Donald Trump

Donald Trump - hier bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tampa, Florida - hat Post aus dem Netz bekommen

Er habe ausführliche Interviews geführt mit Hunderten Menschen im Iran, Irak und in Pakistan, schreibt Brandon Stanton in seinem offenen Brief an Donald Trump, auch mit syrischen und irakischen Flüchtlingen habe er gesprochen, aber er könne bestätigen: "Der Hasserfüllte bist Du!" Veröffentlicht hat Stanton das Schreiben auf seiner Facebook-Seite "Humans of New York", einem zutiefst humanistischem Blog mit über 17 Millionen Followern, in dem Stanton den normalen Bürgern der Weltmetropole ein Forum anhand von Fotos mit Zitaten bietet.

Der Brief an Trump bewegt die Menschen im Netz weit über New Yorker und US-Grenzen hinaus und wurde innerhalb von 18 Stunden über 1,7 Millionen Mal geliked und über 900.000-mal geteilt. Er achte sehr genau darauf, in seinem Blog keine politische Position zu beziehen und habe daher auch mehrere Angebote für Interviews mit Trumps Mitbewerbern abgelehnt. Aber inzwischen habe er festgestellt, dass es keine politische Entscheidung ist, sich gegen Trump zu positionieren - sondern eine moralische.


Brief an Donald Trump: "Du bist nicht 'präsidial'"

"Ich habe gesehen, wie Du rassistische Bilder retweetet hast", schreibt Stanton an Trump, "ich habe gesehen, wie du rassisistische Lügen retweetet hast." Er habe Trumps Aufrufe zur Gewalt registriert, zur Folter und zum Mord an den Familien von Terroristen. Er habe zugesehen, wie Trump Flüchtlinge als Schlangen bezeichnet und behauptet hat: "Der Islam hasst uns!"

Stanton habe stets geglaubt, schreibt er, dass es seinerseits nicht der richtige Moment für ein Statement gegen Gewalt und Vorurteile sei, bis er gemerkt habe: Der richtige Moment ist immer jetzt. "Du bist kein 'Vereiniger'", schreibt Stanton gegen Ende des Briefs. "Du bist nicht 'präsidial'. Du bist kein Opfer ebenjener Gewalt, die Du seit Monaten voller Freude anstachelst. Du bist ein Mann, der zu Vorurteilen und Gewalt aufruft in Deinem Streben nach persönlicher Macht. Und auch wenn sich Deine Wortwahl in den nächsten Monaten zweifellos ändern werden, so wirst Du doch immer bleiben, wer Du bist."

Auch in Deutschland wird der Beitrag fleißig geteilt. Ein Nutzer auf Facebook schrieb dazu: "Dasselbe gilt übrigens für die AfD, die deutsche Ausgeburt desselben Übels." 

An Open Letter to Donald Trump:Mr. Trump,I try my hardest not to be political. I’ve refused to interview several of...

Posted by Humans of New York on Montag, 14. März 2016
tim
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