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Ägypter droht Trump mit Mord - und verlässt jetzt vorsichtshalber die USA

Seinem Ärger über Donald Trump machte ein junger Ägypter auf Facebook Luft. Doch der Post ging nach hinten los, der 23-Jährige wurde sogar vom Secret Service verhört. Nun entschloss er sich, die USA freiwillig zu verlassen.

Der Republikaner Donald Trump

Nach einer Drohung gegen Donald Trump auf Facebook verhörte der Secret Service den Urheber des Postings, einen jungen Ägypter.

Ein 23-jähriger Ägypter verlässt freiwillig die USA, um weitere Auseinandersetzungen mit den Behörden wegen eines Facebook-Posts gegen Donald Trump zu vermeiden. Der Muslim hatte sich von Trumps islamfeindlicher Rhetorik so abgestoßen gefühlt, dass er ein Bild des Präsidentschaftsbewerbers ins Netz stellte. Der Kommentar dazu: "Würde ich diesen Kerl umbringen, wäre mir auch eine lebenslange Haftstrafe egal, und die Welt würde mir danken." 

Emad Elsayed, so der Name des Ägypters, sagte am Freitag vor einem Bezirksgericht in Los Angeles, er werde bis zum 5. Juli das Land verlassen. Er wolle ein formales Abschiebungsverfahren vermeiden.

Elsayeds Verteidiger Hani Bushra kritisierte das Vorgehen der Behörden scharf. Es handle sich nur um einen Schüler, der etwas Dummes gesagt habe. Das Verfahren sei unverhältnismäßig.

Agenten des Secret Service verhörten Flugschüler

Es gebe in den sozialen Medien sehr viele, bedeutend schlimmere Äußerungen über andere Kandidaten als Trump, sagte Bushra vor dem Hintergrund des laufenden Präsidentschaftswahlkampfes. Er glaube, dass die muslimische Religion und die Abstammung des Mannes eine große Rolle dabei gespielt hätten, Elsayed ausweisen zu wollen.

Nach Elsayeds Facebook-Post hatte der Eigentümer der Flugschule, in der der junge Mann das Fliegen erlernt, die Behörden informiert. Daraufhin verhörten Agenten des Secret Service den Mann. Weil keine Strafanzeige gestellt werden konnte, forderten die Beamten die Flugschule dazu auf, Elsayed die Schulbescheinigung zu entziehen. Damit verlor das Studentenvisum des Schülers seine Gültigkeit, und er konnte festgenommen werden. 

Anwalt nennt Verfahren "ungesetzlich"

Anwalt Bushra sagte US-Medien, er strebe eine weitere Anhörung an; das ganze Verfahren sei ungesetzlich. Er verstehe zwar, dass der Fall habe untersucht werden müssen. Aber diese Untersuchung hätte zwingend ergeben müssen, dass kein Grund zur Beunruhigung bestehe. "Es ist nicht fair, einen solchen Druck auf die Schule auszuüben", sagte Bushra.


mod/DPA

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