Zur mobilen Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere Darstellung
auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
Startseite

Donald Trump wird nächster US-Präsident - zu 97 Prozent

Das Modell des US-Wissenschaftlers Helmut Norpoth hat die Ergebnisse aller US-Präsidentschaftswahlen seit 1912 richtig vorausgesagt. Seine Prognose für die Abstimmung im November wird Hillary Clinton gar nicht gefallen.

Von Niels Kruse

Donald Trump TV-Debatte

Wähler, hör die Signale: Trotz eines eher miesen TV-Debatten-Auftritts liegt Donald Trump in der Gunst der Menschen vorne

Die Würfel sind gefallen, Donald Trump wird nächster Präsident der Vereinigten Staaten. Fast 55 Prozent aller Wähler werden ihm am 8. November ihre Stimme geben, Konkurrentin Hillary Clinton landet bei 45 Prozent. "Ihr glaubt, das ist verrückt? Aber auf exakt die gleiche Weise haben wir die Wahlsiege von Bill Clinton 1996, George W. Bush 2004 und Barack Obama 2012 vorhergesagt", sagt Helmut Norpoth, Politologe an der New Yorker Stony Brook Universität, der diesen Wahlausgang vorausberechnet hat. Und nicht nur das: Sein Model ist in der Lage, die Ergebnisse aller Präsidentschaftswahlen seit 1912 richtig zu prognostizieren, mit Ausnahme von 1960, als John F. Kennedy gewann.

Ist Donald Trump noch zu verhindern?

Die einzige Vorrausetzung, die noch erfüllt werden muss ist, dass Donald Trump von der Republikanischen Partei als Präsidentschaftskandidat nominiert wird. Doch nach drei von vier Vorwahlsiegen und guten Umfragewerten vor dem "Super Tuesday", an dem in einem Dutzend Bundesstaaten abgestimmt wird, bräuchte es schon ein mittelschweres Wunder, um dem Milliardär die Kandidatur noch zu nehmen.


Am Donnerstagabend sah es sogar kurz danach aus. In der letzten TV-Debatte vor dem "Super Tuesday" machte Trump keine gute Figur. Sprach- und ideenlos ließ er die heftigen Angriffe von den Mitbewerbern Ted Cruz und Marco Rubio über sich ergehen. Sie warfen dem Immobilienmogul vor, illegale Einwanderer auf seinen Baustellen beschäftigt zu haben, erinnerten ihn (und die Zuschauer) an ein anstehendes, eher unangenehmes Gerichtsverfahren und fragten süffisant, was Trump wohl machen würde, wenn er von seinem Vater keine 200 Millionen Dollar geerbt hätte. Dass der schwache Debattenauftritt ihm schaden könnte, glauben am Morgen danach aber selbst Trump-kritische Medien nicht.
Trump - Liebling der Südstaatler



Trump, einziger Republikaner mit Chancen

Der Geschäftsmann Trump kann offenbar machen und sagen was er will und selbst betreten schweigen wie jetzt vor laufenden Kameras, seiner Beliebtheit tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil. Vor wenigen Wochen noch waren sich die Experten einig, dass ein Donald Trump als Präsidentschaftskandidat für viele Menschen unwählbar wäre. Doch die einzigen aussichtsreichen Alternativen der Partei, Ted Cruz und Marco Rubio, hätten in einem hypothetischen Duell gegen Hillary Clinton keine Chance. Laut den Berechnungen von Politikwissenschaftler Norpoth würde sich in beiden Fällen die Demokratin mit 55 Prozent durchsetzen. Donald Trump scheint offenbar die einzige Hoffnung der Republikaner zu sein. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Wahl so ausgeht, wie von uns prognostiziert, liegt übrigens bei 97 Prozent", sagt Norpoth.





Liebe Leser, 

der hier erwähnte Wissenschaftler heißt Helmut Norpoth und nicht Harald Norpoth. Harald Norpoth ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Die Red.

täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools