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+++ Trump-Ticker +++

Auch Ivanka Trump nutzte privates E-Mail-Konto für offizielle Mails

Hillary Clinton wurde wegen der Nutzung eines privaten E-Mails-Servers vom Trump-Lager angefeindet. Nun berichtet die "New York Times", dass auch sechs Präsidenten-Berater ihre Korrespondenz über solche Konten laufen ließen - darunter Ivanka Trump.

ivanka trump

US-Präsidenten-Tochter Ivanka Trump

26. September: Auch Ivanka Trump-Vertraute nutzte private E-Mail-Konten

Mindestens sechs Berater von US-Präsident Donald Trump sollen laut einem Bericht private E-Mail-Konten genutzt haben, um Angelegenheiten des Weißen Hauses zu diskutieren. Neben Trumps Schwiegersohn Jared Kushner hätten auch die ehemaligen Mitarbeiter Stephen Bannon und Reince Preibus private Adressen verwendet, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsquellen. Trumps Berater Gary Cohn und Stephen Miller hätten zumindest einige Nachrichten mit persönlichen Konten verschickt oder empfangen, hieß es in dem Bericht weiter. Auch Trumps Tochter Ivanka sei ähnlich vorgegangen. Regierungsmitarbeiter hätten die Nutzung der privaten Konten aber als sporadisch beschrieben. Mitarbeiter der US-Regierung sind eigentlich dazu verpflichtet, ihre offiziellen Konten zu nutzen, damit es Aufzeichnungen über ihre Kommunikation gibt. Das Verhalten von Trumps Beratern ist nicht illegal, so lange sie Nachrichten von privaten Adressen an ihre dienstlichen weiterleiten. Die Enthüllungen sorgten aber deswegen für Wirbel, weil der Republikaner und sein Umfeld den E-Mail-Skandal um die Demokratin Hillary Clinton für sich ausgeschlachtet hatten. 


25. September: LeBron James erneuert Kritik an Präsident Trump

Basketball-Superstar LeBron James hat seine Kritik an den Aussagen von US-Präsident Donald Trump bekräftigt, ohne diesen jedoch beim Namen zu nennen. James erklärte, dass er seine Twitter-Nachricht vom Samstag, in der er den Präsidenten als "Penner" bezeichnete, nicht bereut. "Wenn du für ihn gewählt hast, dann hast du einen Fehler gemacht", erklärte der dreifache NBA-Champion während einer Pressekonferenz.

"Ich will das Beste für die amerikanische Bevölkerung, ganz unabhängig der Hautfarbe oder der Rasse. Wir wissen, dass dies das beste Land der Welt ist", meinte James. "Wir haben jedoch immer noch Probleme, wie alle anderen auch. Die Menschen leiten unser Land, nicht eine Person, und schon gar nicht er".

Was den 32-Jährigen am meisten frustriere, sei die Tatsache, dass Trump den Sport dazu nutze, um die Menschen zu spalten. "Sport ist etwas Großartiges. Sport bietet für jeden etwas, unabhängig der Form, Größe oder Rasse. Es führt die Menschen zusammen. Ich lasse es nicht zu, dass eine Person, ganz gleich dessen Macht oder Einfluss, den Sport als Plattform nutzt, um uns zu spalten", erklärte der Spieler von NBA-Vizemeister Cleveland Cavaliers.

Hintergrund des Streits ist, dass sich seit gut einem Jahr etliche US-Sportler während der Nationalhymne bei Sportveranstaltungen hinknien, um gegen Rassismus zu protestieren. Donald Trump hatte Club-Verantwortliche dazu aufgefordert, solche Sportler zu entlassen.

Donald Trump hält nicht viel von Football-Spielern, die die Hymne aus Protest gegen Rassismus in den USA boykottieren

Donald Trump hält nicht viel von Football-Spielern, die die Hymne aus Protest gegen Rassismus in den USA boykottieren


22. September: Trump fordert Teambesitzer auf, protestierende NFL-Spieler zu entlassen

US-Präsident Donald Trump hat die Teambesitzer der National Football League (NFL) aufgefordert, Spieler zu entlassen, die während des Abspielens der amerikanischen Nationalhymne knien. "Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber unserer Tradition. Es ist eine totale Respektlosigkeit gegenüber allem für das wir stehen", sagte Trump aauf einer Wahlkampfveranstaltung in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama für den dortigen republikanischen Senator Luther Strange.

"Würdet ihr es nicht liebend gerne sehen, das wenn jemand die Flagge nicht respektiert, ein NFL-Teambesitzer sagen würde, 'Nehmt den Hurensohn vom Feld. Weg damit! Er ist gefeuert'", polterte Trump unter lautem Applaus. Zudem solle derjenige, der den Mut habe dies zu tun, für eine Woche die "beliebteste Person im ganzen Land sein". Außerdem forderte Trump die Zuschauer auf, die Spiele aus Protest zu verlassen.

Einige Sportler verweigern es seit gut einem Jahr, während der bei fast jeder Sportveranstaltung gespielten Nationalhymne zu stehen. Grund dafür ist, die nach ihrer Meinung ungerechte Behandlung von Minderheiten im Land - insbesondere die Polizeigewalt gegenüber schwarzen US-Bürgern. 

21. September: US-Sondermittler Mueller will auch an Dokumente aus dem Weißen Haus

Der mit der Untersuchung einer möglichen russischen Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf beauftragte US-Sonderermittler Robert Mueller hat laut einem Zeitungsbericht beim Weißen Haus Unterlagen aus der laufenden Amtszeit von Präsident Donald Trump angefordert. Der Sonderermittler interessiere sich besonders für die Umstände, die zur Entlassung von Trumps erstem Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn sowie des früheren FBI-Chefs James Comey führten, berichtete die "New York Times". Auch ein Treffen Trumps mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow sowie dem russischen Botschafter im Oval Office sei in Muellers Visier. Zudem forderte der Sonderermittler dem Bericht zufolge Dokumente zu mehreren aktuellen Regierungsmitarbeitern an. Mueller ermittelt wegen mutmaßlich illegaler Russland-Kontakte von Trumps Wahlkampfteam sowie wegen mutmaßlicher russischer Hackerangriffe zugunsten Trumps im vergangenen Jahr. Wegen der Entlassung von FBI-Chef Comey geht der Sonderermittler zudem dem Verdacht einer versuchten Beeinflussung der Justiz durch Trump nach. Trump hatte Comey Anfang Mai entlassen und dies später selbst in Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen gebracht.

19. September: CNN: Trumps Ex-Wahlkampfchef wurde offenbar monatelang abgehört

Trumps Ex-Wahlkampfchef Paul Manafort

Bis kurz vor der Wahl leitete er Donald Trumps Kampagne: Paul Manafort wurde laut einem CNN-Bericht seit 2014 vom FBI überwacht


Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist laut einem CNN-Bericht während des Wahlkampfs bis nach dem Urnengang heimlich von den Behörden abgehört worden. Manaforts Gespräche seien auf Grundlage einer geheimen Gerichtsanordnung bis mindestens Anfang dieses Jahres mitgeschnitten worden, berichtete der US-Nachrichtensender am Montag (Ortszeit). Unklar sei, ob auch Gespräche mit Trump abgehört worden seien.

Manafort hatte Trumps Wahlkampf von Juni bis August 2016 geleitet. Unter Berufung auf drei Quellen berichtete CNN, die abgehörten Gespräche hätten bei den Ermittlern den Verdacht genährt, dass Manafort Russland ermutigt habe, zugunsten von Trump in den Wahlkampf einzugreifen. Zwei der Quellen gaben demnach allerdings an, dass die Beweise nicht ausreichend gewesen seien.

Dem Bericht zufolge hatten die Behörden Manafort erstmals 2014 überwacht. Dies sei im Rahmen von Ermittlungen der Bundespolizei FBI geschehen, bei der es um die Arbeit von in Washington ansässigen Beraterfirmen für die damalige Regierungspartei in der Ukraine gegangen sei. Aus Mangel an Beweisen sei die Überwachung 2016 eingestellt worden.

Auf Grundlage einer neuen Anordnung sei die Überwachung aber wieder aufgenommen und bis mindestens Anfang 2017 fortgesetzt worden, berichtete CNN. Die zweite richterliche Anordnung wurde demnach im Zusammenhang mit FBI-Ermittlungen wegen Russland-Kontakten von Trumps Team ausgestellt.

15. September: US-Präsident reist nach China, Japan und Südkorea

US-Präsident Donald Trump will im November erstmals seit seinem Amtsantritt die Volksrepublik China besuchen. Auch den traditionellen US-Verbündeten Südkorea und Japan werde er im Rahmen der geplanten Asien-Reise Besuche abstatten, kündigte Trump am Donnerstag an. In der Region herrschen derzeit wegen Nordkoreas Atombomben- und Raketentests verschärfte Spannungen.

15. September: Trump unterzeichnet Resolution gegen Hass und Rassismus

Wenige Wochen nach seinen zweideutigen Äußerungen über die rassistische Gewalt in Charlottesville hat US-Präsident Donald Trump eine Resolution gegen Rassismus und Hasskriminalität unterzeichnet. Er sei "froh", das Dokument zu unterzeichnen, erklärte Trump am Donnerstag. "Als Amerikaner verurteilen wir die jüngste Gewalt in Charlottesville und lehnen Hass, Fanatismus und Rassismus in allen Formen ab", hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Die zuvor von beiden Kammern des US-Kongresses gebilligte Resolution verurteilt "weiße Nationalisten, weiße Rassisten, den Ku Klux Klan, Neo-Nazis und andere Hassgruppen". Senat und Repräsentantenhaus forderten Trump damit zu einer klaren und harten Haltung gegen Rassismus auf.

In Charlottesville im Bundesstaat Virginia war Mitte August bei einer gewalttätigen Demonstration rechter Gruppen für den Erhalt eines Denkmals für einen Südstaatengeneral eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein mutmaßlicher Neonazi mit einem Auto in die Menge fuhr. Trump war im In- und Ausland kritisiert worden, weil er nach dem rechtsextremen Aufmarsch zunächst undifferenziert von Gewalt auf "vielen Seiten" gesprochen hatte.

Zwei Tage später verurteilte er die Gewalt rechtsextremer Gruppen schließlich als "abstoßend" - kehrte aber einen Tag später zu seiner vorherigen Rhetorik zurück, mit der er das Verhalten der Rechtsextremisten und der Gegendemonstranten auf eine Stufe stellte. Auch unter den Rechtsextremisten seien "sehr gute Leute" gewesen, sagte er. Von rassistischen Gruppen wie dem Ku Klux Klan wurde der Präsident für sein Verhalten gefeiert.


13. September: Hope Hick nun auch offiziell Trumps Kommunikationschefin

Donald Trumps langjährige Vertraute Hope Hicks ist nun offiziell seine Kommunikationschefin. Das teilte das Weiße Haus in der Nacht zum Mittwoch mit. Hicks (28) tritt die Nachfolge von Anthony Scaramucci ("The Mooch") an, der nach nur zehn Tagen seinen Job wieder losgeworden war.

Hicks arbeitet bereits seit längerem für Trump und gehört als eines der ganz wenigen Nicht-Familienmitglieder zu seinem innersten Kreis. Sie arbeitet fast vollständig hinter den Kulissen. Im Wahlkampf 2016 war Hicks Trumps Sprecherin. Zuvor arbeitete sie im PR-Bereich von Trumps Firma und für seine Tochter Ivanka.

Die Rolle einer Kommunikationsdirektorin ist anders als die einer Pressesprecherin. Während Trumps Sprecherin Sarah Sanders Briefings und Pressekonferenzen gibt, soll eine Kommunikationschefin eine einheitliche Botschaft aus dem Weißen Haus orchestrieren.

7. September: Trump soll angeblich "Mafia-Verbindungen" gehabt haben +++

US-Präsident Donald Trump soll in seiner Zeit als Immobilienunternehmer "Mafia-Verbindungen" gehabt haben - das warf ihm die australische Polizei in einem 30 Jahre alten Bericht vor, den die Behörden erstmals freigaben. Wegen des Verdachts platzten damals Trumps Pläne, in Sydney ein Spielkasino zu eröffnen.

In dem Bericht der Polizeibehörde des australischen Bundesstaats New South Wales heißt es, die beiden Trump-Kasinos in der US-Ostküstenstadt Atlantic City seien ein "zweifelhaftes Modell" für Sydney. Wegen der "Mafia-Verbindungen Trumps" solle sein gemeinsames Konsortium mit dem australischen Partner Kern vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Belege für Trumps angebliche Mafia-Verbindungen werden in dem Bericht von 1987 nicht geliefert.

In einem Protokoll des damaligen Kabinetts von New South Wales heißt es zudem, die Gewinnprognose von Trumps Konsortium für das Kasino in Sydney habe "keine seriöse Grundlage". Die australische Stadt gab ihre Pläne für den Neubau später auf. Neben Trump erhielten noch zwei weitere Bieter keine Freigabe der Polizei.

5. September: Trump beendet Programm für als Kinder illegal Eingereiste

US-Präsident Donald Trump kippt ein Programm seines Vorgängers Barack Obama, das Hunderttausende Söhne und Töchter illegaler Einwanderer vor Abschiebung schützt. Trump überließ es am Dienstag seinem Justizminister Jeff Sessions, die Entscheidung zu verkünden. Das Programm sei verfassungswidrig, sagte Sessions. Das Gesetz müsse aufrechterhalten und beachtet werden.

Das Programm soll Schritt für Schritt auslaufen. Am Morgen hatte Trump noch den Kongress via Twitter aufgefordert, zu dem fraglichen Programm seine Arbeit zu machen.

Es geht um etwa 800 000 Menschen, von denen viele im Kindesalter von ihren Eltern in die USA gebracht wurden. Obama hatte diese sogenannten "Dreamers" im Jahr 2012 mit einem Dekret geschützt. Trumps Weißes Haus argumentiert nun, damit habe der Präsident damals seine Kompetenzen überschritten. Sessions sagte, die "Dreamers" hätten Amerikanern die Arbeit weggenommen.

5. September: Trump will Japan und Südkorea aufrüsten

Die USA haben nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas eine massive Aufrüstung Südkoreas und Japans in Aussicht gestellt. In einem Telefonat mit Südkoreas Präsident Moon Jae In signalisierte US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft für ein milliardenschweres Rüstungsabkommen mit Seoul. Auf Twitter teilte er wenig später mit, Japan und Südkorea erlauben zu wollen, deutlich mehr Rüstungsgüter aus den USA zu kaufen.


Trump war sich in dem Telefonat mit seinem südkoreanischen Kollegen Moon einig, "den Druck auf Nordkorea maximal zu erhöhen", wie es aus dem Weißen Haus hieß. Trump ist demnach prinzipiell bereit zum Verkauf "von Waffen und Rüstungstechnik im Wert von mehreren Milliarden Dollar an Südkorea". Genauere Angaben machte die Regierung in Washington zunächst nicht.

2. September: Trost und Umarmung: Trump trifft Flutopfer

Mit dem langsamen Sinken der Pegelstände wird das Ausmaß der Zerstörung durch den Wirbelsturm "Harvey" im US-Staat Texas immer deutlicher. Viele betroffene Einwohner in Houston hatten erstmals die Gelegenheit, die Flutschäden an ihren Häusern mit eigenen Augen zu sehen. Präsident Donald Trump traf in Houston Opfer der Katastrophe, sprach ihnen Mut zu und half zusammen mit First Lady Melania beim Austeilen von Essen.

Trump hatte das Katastrophengebiet bereits am Dienstag besucht, aber dabei keinen persönlichen Kontakt mit Flutopfern gehabt. Bei seiner Visite am Samstag in einer Notunterkunft im NRG Stadion zeigte sich Trump nun ganz als Präsident zum Anfassen. Er schüttelte Hände, legte Betroffenen den Arm um die Schulter, strich Kindern über das Haar und plauderte mit ihnen. Wiederholt posierte er auch für Selfies. Die Hilfsoperationen in Texas lobte er als ausgezeichnet und effizient.

"Ich bin wirklich glücklich darüber, wie es läuft", sagte er. "Harvey" könnte nach ersten Schätzungen zur teuersten Naturkatastrophe in der Geschichte der USA werden. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, erwartet allein weit mehr als 100 Milliarden Dollar an Kosten für die Nothilfe der Regierung in Washington.

1. September: "Ferse" statt "heilen": Trump hat Probleme mit dem Wort "healing"

US-Präsident Donald Trump hat zum zweiten Mal binnen weniger als zwei Wochen das Wort "heilen" ("healing") öffentlich falsch geschrieben. Auf seinem Twitter-Account schrieb der Präsident am Freitag: "Texas is heeling fast(...)" ("Texas heilt schnell (...)"). Das englische Wort "heel" bedeutet Ferse oder (Schuh-)Absatz. Richtig wäre die Schreibweise "healing" gewesen.

Bereits am 19. August hatte Trump in Bezug auf die Diskussion um Proteste in Charlottesville geschrieben: "Sometimes you need protest in order to heel, & we will heel (...)". Der Eintrag wurde später korrigiert.

1. September: USA ordnen Schließung von russischem Konsulat in San Francisco an

Als Reaktion auf die Ausweisung von US-Diplomaten aus Russland ordnete die US-Regierung die Schließung des russischen Generalkonsulats in San Francisco an. Zudem muss Russland seine Handelsvertretungen in New York und Washington schließen. Das US-Außenministerium setzte Moskau eine Frist bis Samstag. Russlands Außenminister Sergej Lawrow bedauerte die "Eskalation der Spannungen".

Das US-Außenministerium erklärte, die Entscheidung folge "dem Grundsatz der Ausgewogenheit", nachdem Moskau die Reduzierung des diplomatischen Personals der USA in Russland verfügt hatte. Mit den nun eingeleiteten Maßnahmen hätten beide Länder jeweils drei Konsulate.

Moskau hatte als Reaktion auf neue US-Sanktionen Ende Juli angeordnet, dass 755 Diplomaten und Mitarbeiter der US-Vertretungen in Russland bis zum 1. September "ihre Aktivitäten einstellen" müssen. Am Freitag läuft die Frist zur Ausreise der betroffenen US-Diplomaten ab. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters bedeutet die Anordnung der USA keine Ausweisung russischer Diplomaten. Die Mitarbeiter der betroffenen russischen Vertretungen dürften an anderer Stelle in den USA eingesetzt werden.

31. August: Trump spendet eine Million Dollar aus Privatvermögen für Flutopfer

US-Präsident Donald Trump wird eine Million Dollar aus seinem Privatvermögen für die Flutopfer von Texas und Louisana spenden. Das gab seine Sprecherin Sarah Sanders am Donnerstag in Washington bekannt. Trump hatte sich am Dienstag ein Bild von der Lage in Texas gemacht und plant am Wochenende einen zweiten Besuch im Katastrophengebiet. Nach Angaben des Weißen Hauses sind durch das Hochwasser im Zuge des Tropensturmes "Harvey" 100.000 Häuser beschädigt worden. Die Sachschäden werden auf viele Milliarden Dollar geschätzt. Zuvor hatten bereits mehrere Prominente hone Geldspenden angekündigt, die Schauspielerin Sandra Bullock hatte ebenfalls eine Million Dollar in Aussicht gestellt.

29. August: Zu blond - Trump verliert den Reporterinnen-Überblick

Diese Finninnen - kennste eine, kennste alle. So erging es kurzzeitig Donald Trump auf einer Pressekonferenz mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö. Als der eine offenbar ebenfalls aus Finnland stammende Reporterin bat, ihre Frage zu stellen, schaltete sich der US-Präsident laut der "New York Post" irritiert ein: "Schon wieder? Sie bitten die selbe Kollegin um noch eine Frage?" Die nordisch-nüchterne Antwort Niinistös: "Nein, das ist nicht die selbe Dame." Daraufhin bemerkte die Journalistin: "Wir haben viele blonde Frauen in Finnland." Dieser Hinweis brachte dann auch Trump zum Lachen. In den USA ist es unüblich, dass der selbe Journalist bei Präsidenten-Pressekonferenzen zweimal nacheinander drankommt. 

28. August: Trump will US-Polizei mit Militärgerät aufrüsten

US-Präsident Donald Trump will der Polizei in seinem Land eine stärkere Aufrüstung mit militärischem Gerät ermöglichen. Der Präsident werde die von seinem Vorgänger Barack Obama verhängten Beschränkungen für die Weitergabe von Militärmaterial aus den Beständen des Verteidigungsministeriums an die Polizei aufheben, hieß es im Weißen Haus. Damit könnten sich die Polizeikräfte zum Beispiel gepanzerte Fahrzeuge und Armeegewehre beschaffen. Kritiker hatten früher moniert, dass die militärische Aufrüstung der US-Polizei zu einer Art Wettrüsten auf den Straßen zwischen Kriminellen und Sicherheitskräften geführt habe. Obama hatte die Beschränkungen nach den Ausschreitungen in der Stadt Ferguson 2014 verhängt, die eine Debatte über Polizeigewalt vor allem gegen ethnische Minderheiten auslöste. Obamas Nachfolger Trump versucht, sich als unnachgiebiger Kämpfer gegen die Kriminalität zu präsentieren. Erst kürzlich hatte er der Polizei zu einem skrupellosen Vorgehen gegen "Gangster" geraten und angemahnt, die Sicherheitskräfte sollten "bitte nicht zu nett" zu Verdächtigen sein. Die Polizisten könnten mutmaßliche Kriminelle ruhig in ihre Transporter "werfen", hatte Trump in einer Rede gesagt. Kritiker verurteilten diese Äußerungen als Ermunterung zu Polizeigewalt.

28. August: Trump-Firma soll Bau eines Trump-Towers in Moskau geplant haben

Laut der "Washington Post" hat Donald Trumps Unternehmen zu Beginn des US-Wahlkampfs den Bau eines Trump-Towers in Moskau geplant. Das Blatt bezieht sich auf Quellen, die Einblick in entsprechende Aufzeichnungen der Trump Organisation haben. Danach soll ein russlandstämmiger Immobilienentwickler Trump gedrängt haben, nach Moskau zu kommen, um die Idee anzupreisen. Zudem könne er den russischen Präsidenten Wladimir Putin möglicherweise dazu bringen, "großartige Sachen" über Trump zu sagen, wie die Quellen der "Washington Post" berichten. Anscheinend hat es auch eine Absichtserklärung für den Bau eines Trump-Towers gegeben. Der Vorschlag soll Ende 2015, Anfang 2016 kursiert sein, es war der Zeitraum, in dem die Kandidatenkür der Republikaner begonnen hatte. Die Verhandlungen über das Projekt sollen eingestellt worden sein, als mögliche Verbindungen von Trumps Wahlkampfteam nach Russland öffentlich thematisiert wurden. Der spätere Präsidentschaftskandidat hatte im Sommer 2016 geschäftliche Beziehungen nach Russland abgestritten. Die so genannte Russland-Affäre belastet die Präsidentschaft seit Anbeginn, mittlerweile untersucht US-Sonderermittler Robert Mueller, ob es Absprachen zwischen dem Trump-Team und Moskau gegeben hat, beziehungsweise, ob es eine russische Einmischung in den US-Wahlkampf gegeben hat. Ob die jetzt bekannt gewordenen Immobilienpläne in irgendeinem Zusammenhang mit der Wahl stehen, ist noch unklar. Nach Russland ist Trump jedenfalls nicht gereist.

28. August: US-Außenminister Tillerson distanziert sich von Trump

Rex Tillerson ist in der Debatte um den rechtsextremen Aufmarsch in Charlottesville auf Distanz zu Präsident Donald Trump gegangen. In einem Interview im US-Fernsehsender Fox News wich der US-Außenminister mehrfach der Gelegenheit aus, die vielfach kritisierte Reaktion des Präsidenten auf die Ereignisse in Charlottesville zu verteidigen. Auf die Frage nach seiner Einschätzung von Trumps Reaktion entgegnete Tillerson, dass sich die US-Regierung "den Werten des amerikanischen Volkes" verpflichtet fühle und diese verteidige. Auf die Nachfrage, ob er auch "die Werte des Präsidenten" verteidige, sagte der Außenminister: "Der Präsident spricht für sich selbst." Der Moderator fragte daraufhin: "Distanzieren Sie sich davon?", woraufhin Tillerson antwortete: "Ich habe meine eigenen Kommentare über unsere Werte abgegeben." Trump war aus dem In- und Ausland kritisiert worden, weil er nach dem rechtsextremen Aufmarsch, bei dem eine Gegendemonstrantin durch ein in die Menge rasendes Auto eines mutmaßlichen Neonazis getötet worden war, zunächst undifferenziert von Gewalt auf "vielen Seiten" gesprochen hatte. Zwei Tage später verurteilte er die Gewalt rechtsextremer Gruppen schließlich als "abstoßend" - kehrte aber einen Tag später zu seinen vorherigen Rhetorik zurück, mit der er das Verhalten der Rechtsextremisten und der Gegendemonstranten auf eine Stufe stellte. Auch unter den Rechtsextremisten seien "sehr gute Leute" gewesen, sagte er. Von rassistischen Gruppen wie dem Ku Klux Klan wurde der Präsident für sein Verhalten gefeiert.

27. August: Trump wollte laut Medienbericht umstrittenen Ex-Sheriff vor Strafe bewahren

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge schon vor der umstrittenen Begnadigung von Ex-Sheriff Joe Arpaio versucht, ihn vor einer Verurteilung zu bewahren. Die "Washington Post" berichtete am Samstag unter Berufung auf drei informierte Quellen, Trump habe mit Justizminister Jeff Sessions über eine Einstellung des Verfahrens gesprochen. Trump sei jedoch gesagt worden, dies wäre unangebracht.

Trump entschied demnach, von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch zu machen, wenn es nötig sein sollte. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, wies gegenüber der "Washington Post" den Verdacht zurück, Trump mische sich unzulässig in Justiz-Angelegenheiten ein: "Es wäre nur natürlich, wenn der Präsident mit Regierungsmitarbeitern über Rechtsangelegenheiten diskutieren würde. Dieser Fall ist wie jeder andere."

Am Freitag hatte Trump dem früheren Sheriff des Bezirks Maricopa im Bundesstaat Arizona seine Strafe erlassen. Der Trump-Anhänger war im vergangenen Monat von einem Gericht schuldig gesprochen worden, eine richterliche Anweisung missachtet zu haben, diskriminierende Verkehrskontrollen von Einwanderern einzustellen. Im Oktober sollte sein Strafmaß verkündet werden.

Der 85-Jährige Italo-Amerikaner ist vor allem für sein Vorgehen gegen Einwanderer aus Lateinamerika berüchtigt. Er sperrte Menschen ohne gültige Papiere in Zeltlager in der Wüste von Arizona ein, die er selbst einmal mit Konzentrationslagern verglich - eine Aussage, die er später zurückzog. Zudem zwang er die Insassen, pinke Unterwäsche zu tragen.

26. August: Trump begnadigt "härtesten Sheriff der USA"

US-Präsident Donald Trump hat den hochumstrittenen und wegen seiner knallharten Methoden berüchtigten früheren Sheriff Joe Arpaio begnadigt. Arpaio war in seiner Zeit als Sheriff des Bezirks Maricopa im Bundesstaat Arizona wegen Gesetzesverstößen und extrem harter Amtsführung vor allem gegen Immigranten einer der kontroversesten Ordnungshüter der USA. Der heute 85-Jährige hatte von 1992 bis 2016 als republikanischer Bezirkssheriff Zehntausende bei Razzien aufgreifen lassen, obwohl nichts gegen sie vorlag.

Trump attestierte Arpaio einen "beispielhaft selbstlosen Dienst an der Öffentlichkeit". "Nach mehr als 50 Jahren bewundernswertem Dienst an unserer Nation hat er eine Begnadigung durch den Präsidenten verdient", heißt es in einer Stellungnahme des Weißen Hauses am Freitag (Ortszeit).  Der 85-Jährige sei ein "Patriot", der den Bundesstaat Arizona "sicher" gehalten habe, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Mit der ersten Begnadigung seiner Amtszeit gießt Trump nach Meinung von Menschen- und Bürgerrechtlern Öl ins Feuer der schwelenden Rassismusdebatte im Land. Sie haben Arpaio über Jahre scharf kritisiert. Arpaio drohte von Oktober an eine sechsmonatige Haftstrafe, zu der ihn ein Bundesgericht in Phoenix im Juli verurteilt hatte. Er wurde für schuldig befunden, als Sheriff eine gerichtliche Anordnung missachtet zu haben, wonach er die Diskriminierung und ethnische Verfolgung von Immigranten zu unterlassen habe.

Trump hatte die Begnadigung bereits vor einigen Wochen öffentlich erwogen. Arpaio hatte Trump im Wahlkampf 2016 nach Kräften unterstützt und wurde auch für ein Regierungsamt gehandelt.  Als Sheriff hatte Arpaio am Rande von Phoenix eine berüchtigte Gefängnis-Zeltstadt in der glühenden Hitze des US-Südwestens einrichten lassen. Er ließ die Häftlinge mit rosafarbener Unterwäsche ausstatten. Sie erhielten nur zwei Mal täglich etwas zu essen, angeblich aus finanziellen Gründen stets ohne Pfeffer und Salz.

23. August: Melania Trump dankt Chelsea Clinton für die Verteidigung ihres Sohns

Den Namen ihrer Mutter Hillary kann US-Präsident Donald Trump kaum ohne den Zusatz "crooked" (betrügerisch) aussprechen. Trotzdem sprang Chelsea Clinton, Tochter der Trump bei der Wahl unterlegenen demokratischen Präsidentschaftskandidatin, jetzt Trumps jüngstem Sohn Barron bei. Der Elfjährige steht seit dem Amtsantritt seines Vaters im Fokus der amerikanischen Medien. Kürzlich kritisierte ein Reporter des konservativen "The Daily Caller" den Jungen hart für seine Kleidung. Auf den beigestellten Fotos sieht man Barron durchaus ordentlich frisiert in gebügelten Shorts, einem roten T-Shirt und Slippern in Begleitung seiner gehoben gekleideten Eltern. Barrons Kleidung sei für einen Präsidentensohn in der Öffentlichkeit unpassend, echauffierte sich der Autor - und erntete dafür reichlich Kritik.

Darunter auch ein Tweet der ehemaligen First Daughter. "Es ist höchste Zeit, dass die Medien und alle anderen Barron Trump in Ruhe lassen und ihn die private Kindheit haben lassen, die er verdient", twitterte Chelsea Clinton. Später verteidigte sie Trump junior gegen einen weiteren verbalen Angriff im Netz: "Barron ist ein KIND".


Dank kam prompt aus berufenem Munde. Mutter Melania Trump trotzte ebenso wie Chelsea Clinton der Rivalität zwischen den beiden Familien und dankte ausdrücklich für die Unterstützung von unverhoffter Seite:


"Danke Chelsea Clinton! Es ist so wichtig, alle unsere Kinder darin zu unterstützen, sie selbst zu sein", twitterte die First Lady. Versehen ist der Tweet mit dem Hashtag #StopChildhoodBullying. Tatsächlich hatte sich Melania Trump bereits während des Wahlkampfes den Kampf gegen Cyber-Mobbing auf die Fahnen geschrieben. "Unsere Kultur ist zu böse und zu hart geworden - vor allem gegenüber Kindern und Teenagern", sagte sie kurz vor der Wahl im vergangenen November. "Wir müssen bessere Wege finden, miteinander zu reden, miteinander zu streiten, uns zu respektieren." Vielleicht sollte auch Donald Trump seiner Frau gelegentlich besser zuhören.

22. August: Taliban - Afghanistan wird zum "Friedhof" für die USA

Die radikalislamischen Taliban haben US-Präsident Donald Trump vor der Umsetzung seiner Afghanistan-Strategie gewarnt. Sollten die USA ihre Truppen nicht abziehen, werde Afghanistan bald ein "weiterer Friedhof für diese Supermacht", sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid. Die Extremistengruppe reagierte damit auf Trumps Ankündigung, die Militärpräsenz der USA am Hindukusch auszubauen.

Die Taliban kündigten an, ihren Kampf gegen die US-Armee fortzusetzen. Trumps Pläne seien "nicht neu" und "sehr unklar", sagte Mudschahid. Unmittelbar nach der Rede des US-Präsidenten feuerten die Taliban nach eigenen Angaben eine Rakete auf die US-Botschaft in Kabul ab. Das Geschoss verfehlte aber sein Ziel, verletzt wurde bei dem Angriff offenbar niemand.

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21. August: Klamme Kassen beim Secret Service wegen hoher Kosten für Trump und seine Familie

Der US Secret Service steht nach eigenen Angaben wegen der hohen Kosten für den Schutz von Präsident Donald Trump vor einer Finanzkrise. Der Chef der für den Schutz des Staatsoberhaupts zuständigen Sicherheitsbehörde, Randolph "Tex" Ailes, sagte der Zeitung "USA Today", mehr als tausend Agenten hätten bereits jetzt die Gehaltsobergrenze samt Überstunden erreicht. Grund seien nicht zuletzt Trumps zahlreiche Wohnsitze und seine große Familie.

Der seit Januar amtierende US-Präsident begab sich nahezu jedes Wochenende auf seine Anwesen in Florida, New Jersey und Virginia. Der Secret Service gewährt auch Trumps erwachsenen Kindern bei deren Geschäfts- und Urlaubsreisen Schutz. Insgesamt sorgt er für den Schutz von 42 Angehörigen der Trump-Regierung, darunter 18 Mitglieder seiner Familie.

Für die Sicherheitsmaßnahmen während der UN-Vollversammlung im kommenden Monat in New York mit 150 Staatschefs ist ebenfalls der Secret Service zuständig. Ailes sagte, er stehe in Verhandlungen mit führenden Kongressmitgliedern, um die Obergrenze für Gehälter und Überstunden anzuheben.

21. August: Trump verliert Zustimmung in drei wichtigen Bundesstaaten

Wisconsin, Pennsylvania und Michigan waren noch im November besonders heiß geliebte Gebiete für Donald Trump. Die US-Bundesstaaten wählten 2012 noch Barack Obama, galten vor der Präsidentschaftswahl 2016 als entscheidende Swing States und entschieden sich am Ende für Donald Trump: In Wisconsin holte Trump 10 Wahlmänner, 20 in Pennsylvania und in Michigan 16. Neun Monate später hat sich die Stimmung in den Bundesstaaten offenbar gedreht: Einer Erhebung von NBC News/Marist zufolge sind Trumps Umfragewerte in den Keller gerutscht, die Zustimmungswerte für seine Politik liegen in allen drei Bundesstaaten unter 40 Prozent. Und: Mehr als sechs von zehn Befragten gaben an, sie schämten sich für Donald Trumps Benehmen als US-Präsident. Als stolz auf US-Präsident Trump bezeichneten sich lediglich 25 bis 28 Prozent. Die Umfrage wurde von 13. bis 17. August durchgeführt, unmittelbar nach den Vorfällen von Charlottesville.

18. August: Trump-Biograf glaubt, der US-Präsident wird bis Ende des Jahres zurücktreten

Tony Schwartz verzeiht es sich bis heute nicht, dass er als Ghostwriter für Donald Trumps Bestseller "The Art oft he Deal" dem Milliardär zum Durchbruch verholfen hat - und letztlich dazu, US-Präsident zu werden. 18 Monate haben die beiden Ende der 1980er-Jahre für das Buchprojekt zusammen verbracht, mittlerweile hat sich Schwartz öffentlich vom Mann im Weißen Haus abgewendet. Und der Autor ist überzeugt, dass Trump am Ende dieses Jahres nicht mehr US-Präsident sein wird. Auf Twitter schreibt er: "Trumps Präsidentschaft ist tatsächlich vorbei." Er werde zurücktreten und seinen Sieg verkünden, bevor er wegen der Russlandaffäre zur Resignation gezwungen werde. Einige Nachfragen von Twitter-Nutzern beantwortete Schwartz mit den Worten: "Die Russland-Sache wird riesig." Der Autor vermutet, dass Trump einen Deal anbieten werde: Rücktritt gegen Immunität. Ein US-Sonderermittler untersucht mögliche Verbindungen und Absprachen zwischen dem Wahlkampfteam von Donald Trump und Russland. 


18. August: Trump-Chefberater Stephen Bannon verlässt das Weiße Haus

Donald Trumps umstrittener Chefstratege Stephen Bannon verlässt das Weiße Haus. Entsprechende Medienberichte hat eine Sprecherin bestätigt. Zuvor berichtete etwa die "New York Times", im Weißen Haus würde darüber beraten, wann ein guter Zeitpunkt wäre und wie der Rausschmiss erfolgen soll. Der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein ebenfalls anonymer Regierungsmitarbeiter zuvor, dass Bannons Position von Stabschef John Kelly überdacht würde, sein Aus aber wahrscheinlich sei und es unmittelbar bevor stehe. Der "NYT" zufolge hatte Bannon bereits am 7. August seinen Rücktritt eingereicht. Wegen der Krawalle in Charlottesville aber hätte sich die Entscheidung verzögert.

16. August: Das ist die neue Kommunikationschefin von Donald Trump

Rund zwei Wochen nach der Entlassung von Kommunikationschef Anthony Scaramucci bestätigt das Weiße Haus in Washington dessen Nachfolgerin: Hope Hicks soll das Amt übergangsweise übernehmen. Die 28-Jährige soll laut Bericht der "New York Times" dabei helfen, eine endgültige Lösung für die offene Stelle zu finden.  Auf einen Zeitraum dafür habe man sich nicht festgelegt, erklärte das Weiße Haus. Hicks solle eng mit Trumps Sprecherin Sarah Sanders zusammenarbeiten.


Hope Hicks ist schon seit längerem im Umfeld des US-Präsidenten tätig: Sie war dessen Sprecherin im Wahlkampf und arbeitete zuletzt hinter den Kulissen als "Direktorin für strategische Kommunikation". In dieser Position regelte sie unter anderem den Zugang von Journalisten zu Trump. Zuvor hatte Hicks einen Job im PR-Bereich von Trumps Firma und seiner Tochter Ivanka.

16. August: Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf

US-Präsident Donald Trump löst nach harscher Kritik an seiner Haltung zur Gewalt in Charlottesville kurzerhand zwei Beraterkreise im Weißen Haus auf. Das gab Trump am Mittwoch auf Twitter bekannt. Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass eines der beiden Gremien von sich aus die Einstellung seiner Arbeit ankündigen wollte. Aus dem anderen Kreis hatten sich in den vergangenen Tagen bereits reihenweise Mitglieder verabschiedet. Begründung: Trumps Haltung zu Charlottesville. "Statt Druck auf die Geschäftsleute das Industrie-Rates und des Strategie- und Politikforums auszuüben, beende ich beide", schrieb Trump. "Vielen Dank an alle." US-Medien zitierten einen CEO mit den Worten: "Angesichts der Kommentare der vergangenen Tage wollte niemand weiterhin als ein Unterstützer dieser Art von Entzweiung gelten."

16. August: Chef des Gewerkschaftsdachverbandes wendet sich von Trump ab

Aus Protest gegen die jüngste Reaktion von US-Präsident Donald Trump auf die rechtsextreme Gewalt in Charlottesville hat sich nun auch der Chef des größten Gewerkschaftsdachverbands aus einem der Beratergremien des Präsidenten zurückgezogen. "Wir können nicht dem Beirat eines Präsidenten angehören, der Intoleranz und heimischen Terrorismus toleriert", erklärte Richard Trumka von dem Verband AFL-CIO.

Donald Trump verliert weiteren Berater in Gewerkschaftsfunktionär Trumka

Will keinen Präsidenten beraten, der Intoleranz toleriert: Richard Trumka, Chef des US-Gewerkschaftsdachverbandes AFL-CIO.


Er warf Trump vor, mit seinen jüngsten Bemerkungen seine "aufgezwungene" Erklärung zu den Vorfällen vom Vortag zu widerrufen. Nach dem Aufmarsch ultrarechter und rechtsextremer Gruppierungen in Charlottesville und dem Tod einer 32-jährigen Gegendemonstrantin hatte Trump am Wochenende eine klare Schuldzuweisung an Rechtsextreme zunächst vermieden und von Gewalt auf "vielen Seiten" gesprochen. Erst mit zwei Tagen Verspätung distanzierte er sich am Montag auf massiven Druck hin eindeutig von der rechtsextremen Gewalt. Einen Tag später kehrte er aber auf einer hitzigen Pressekonferenz in New York zu seiner ursprünglichen Aussage zurück, wonach es "Verschulden auf beiden Seiten" gegeben habe. Aus Protest über Trumps Verhalten hatten bereits die Chefs des Pharmariesens Merck, des Chipherstellers Intel sowie des Sportartikelherstellers Under Armour den Industriebeirat des Präsidenten verlassen. Ihnen folgte am Dienstag der Präsident des Industrieverbands "Alliance for American Manufacturing", Scott Paul.


15. August: Trump verteidigt Chefstrategen Bannon, lässt aber dessen Zukunft offen

Donald Trump hat seinen umstrittenen Chefstrategen Steve Bannon verteidigt. "Er ist ein guter Mann, kein Rassist", sagte Trump am Dienstag und bezeichnete seinen rechtsnationalistischen Berater als Freund. "Wir werden sehen, was mit Herrn Bannon geschieht", sagte Trump weiter und ließ die Zukunft Bannons im Weißen Haus damit im Unklaren. US-Medien hatten zuvor berichtet, Bannon stehe möglicherweise kurz vor der Entlassung. Der Sender CBS berichtete unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle, Bannon könnte schon zum Ende der Woche seinen Job los sein. Laut einem Bericht der "New York Times" soll Medienmogul Rupert Murdoch bereits vor der Gewalt in Charlottesville Trump aufgefordert haben, seinen Chefstrategen zu feuern. Der US-Präsident habe sich demnach nur halbherzig Murdochs Rat widersetzt. Gleichzeitig habe er sich enttäuscht über Bannon geäußert. Bannon, der rechtsnationalistische ehemalige Chef des Portals "Breitbart News", gilt als einer der Köpfe hinter den Machtkämpfen im Weißen Haus. Bannons einstiges Internet-Portal soll zum Erstarken der antisemitischen und rassistischen Alt-Right-Bewegung beigetragen haben.

US-Präsident Donald Trump (l.) und sein Chefstratege Stephen Bannon, ehemaliger Chef der Webseite "Breitbart"

US-Präsident Donald Trump (l.) und sein Chefstratege Stephen Bannon, ehemaliger Chef der Webseite "Breitbart"


15. August: Firmenchefs verlassen aus Protest Trump-Beratergremium

US-Präsident Donald Trump verliert weiter an Rückhalt unter den Wirtschaftsführern des Landes. In der Nacht zum Dienstag haben zwei weitere Konzernchefs ihren Dienst in einem Beratergremium des Präsidenten quittiert - aus Protest gegen dessen Reaktion auf rechtsextreme Gewalt in der US-Stadt Charlottesville. Nach dem Rücktritt des Merck & Co-Chefs Kenneth Frazier am Montag folgten jetzt die Unternehmenslenker von Intel und Under Armour, Brian Krzanich und Kevin Plank.

Die beiden Vorstandschefs teilten ihren Rückzug aus einem Gremium, das den Präsidenten in Industriefragen berät, via Firmenblog beziehungsweise Twitter mit. "Ich trete zurück, weil ich Fortschritte machen möchte, während viele Leute in Washington mehr damit beschäftigt zu sein scheinen, jeden zu attackieren, der nicht mit ihnen übereinstimmt", begründete Krzanich seinen Schritt. Nach dem Rückzug des Afroamerikaners Frazier hatte Trump den Firmenchef sowie das Unternehmen via Twitter scharf kritisiert. 

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Hier finden Sie die Fakten und Hintergründe rund um Donald Trump und seine Präsidentschaft

nik/fin/tkr/tis/dho/tim/wue/fs/tyr/AFP

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