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TV-Duell mit Clinton: Trump will Bills Ex-Geliebte einladen

Donald Trump fährt vor dem TV-Duell mit Hillary Clinton immer härtere Geschütze auf: Er will eine frühere Geliebte Bill Clintons als Gast einladen.

Donald Trump macht Wahlwerbung

Donald Trump bläst vor dem TV-Duell mit Hillary Clinton zur Schlammschlacht

+++ Trump droht mit Einladung von Ex-Clinton-Geliebter zur TV-Debatte +++

Donald Trump droht damit, zur Fernsehdebatte am Montag (Ortszeit) mit Hillary Clinton eine frühere Geliebte ihres Mannes mitzubringen. Der Immobilienmogul reagierte damit auf eine Mitteilung des milliardenschweren Geschäftsmannes Mark Cuban, nach der er beim TV-Duell in der ersten Reihe sitzen werde. Cuban ist ein lautstarker Trump-Gegner und fester Clinton-Unterstützer.

Wenn Cuban in der ersten Reihe sitzen wolle, dann werde er vielleicht Gennifer Flowers direkt neben ihn setzen, twitterte Trump am Samstag.

Flowers hatte während Bill Clintons Präsidentschaftswahlkampf 1992 über eine langjährige Affäre mit dem Demokraten berichtet und Clinton das zunächst bestritten. Dann räumte er 1998 unter Eid aber eine frühere sexuelle Beziehung mit ihr ein, bestritt allerdings Einzelheiten von Flowers' Darstellung.

Sie selber schrieb am Samstag auf Twitter:

Das TV-Duell - das erste von insgesamt drei zwischen den beiden Kandidaten - findet um 21 Uhr Ortszeit am Montagabend (3 Uhr am Dienstagmorgen MESZ) statt.

+++ Springsteen nennt Trump einen "Idioten" +++

Die US-Rocklegende Bruce Springsteen (67; "Born in the U.S.A.") hat den Kandidaten der Republikaner für das Weiße Haus, Donald Trump, als "Idioten" beschimpft. In einem Interview des "Rolling Stone" sagte Springsteen, sein Land sei "praktisch unter Belagerung durch einen Idioten". Die Situation sei "tragisch, eine Tragödie für unsere Demokratie". Das Magazin veröffentlichte Auszüge des Interviews.

Trumps Ideologien, darunter der Nationalismus für ein weißes Amerika, und die von ihm propagierte alternative konservative Bewegung seien "äußerst gefährlich", meint der Rocksänger. Trumps Rezept? Er biete "einfache Lösungen für überaus komplizierte Probleme, irreführende Antworten auf schwierige Fragen", sagt Springsteen. Für ihn selbst komme nur Hillary Clinton in Frage. "Ich glaube, sie würde eine sehr, sehr gute Präsidentin sein."

+++ Oculus-Gründer finanziert Shitpostings gegen Clinton +++

Eigentlich ist Kalifornien fest in demokratischer Hand. Vor allem die Film- und Computerindustrie neigt traditionell dem eher linken Lager zu. Nur ein prominenter Unternehmer aus dem Silicon-Valley-Umfeld schert aus der Hillary-Clinton-Front aus: Palmer Luckey, Gründer der Virtual-Reality-Firma Oculus. Allein sein Kreuzchen bei Donald Trump zu machen, reicht ihm aber nicht. Dem US-Magazin "The Daily Beast" bestätigte er, dass er Internet-Trolle finanziert, die gezielt Clinton diffamieren sollen. Die Gruppe namens Nimble America, die Luckey mitgeründet haben soll, will mit Shitpostings und Memes die Wahl der demokratischen Präsidentschaftskandidatin verhindern. Luckey selbst sieht sich aber nur als Sponsor der Anti-Hillary-Kampagne. "Ich habe genug Geld. Ich denke, das klingt nach einer tollen Idee." Der Oculus-Gründer hatte seine Firma, die für ihre Datenbrille bekannt ist, vor zwei Jahren für rund zwei Milliarden Dollar an Facebook verkauft.


+++ Donald Trump glaubt vermutlich immer noch nicht, dass Obama gebürtiger Amerikaner ist +++

Jahrelang hat Donald Trump daran gezweifelt, dass Barack Obama in den USA geboren wurde – die in vor allem in rechten Kreisen beliebte "Birther"-Verschwörungstheorie stellt gezielt die Legitimität des US-Präsidenten in Frage. Vor ein paar Tagen räumte Trump halbherzig ein, sich möglicherweise geirrt zu haben. Doch das war offenbar nur eine Ausrede. In einem Interview mit dem TV-Sender Fox28 sagte er auf die Frage, wieso er der Theorie abschwöre: "Wir wollen mit der Kampagne weitermachen. Viele Leute fragen mich über die Birther-Sache aus. Wir wollen aber lieber über Arbeitsplätze und das Militär sprechen." In anderen Worten: Nicht die Einsicht, dass die Birther-Theorie vielleicht falsch sein könnte, hat ihn zur Kehrtwende bewogen, sondern nur, dass ihn die Fragen nerven.

+++ Early Voting - die US-Wahllokale sind eröffnet +++

An diesem Freitag beginnt in den US-Bundesstaaten Minnesota, South Dakota und Vermont das so genannte Early Voting für die US-Präsidentschaftswahl. Insgesamt werden in den kommenden Wochen 37 Bundesstaaten und die Hauptstadt die frühe persönliche Stimmabgabe oder Briefwahl erlauben. Bei der letzten Wahl 2012 gab ein Drittel aller Wähler in den USA seine Stimme vor dem eigentlichen Wahltermin ab, 2016 könnten es noch mehr werden. Das kann sich durchaus auf den Wahlausgang auswirken, Experten gehen davon aus, dass eher die Demokraten davon profitieren werden, da konservative eher dazu neigen, nur am Wahltag zu den Urnen zu schreiten.

+++ Donald Trump will keinen Faktencheck bei TV-Duell +++

Donald Trump hat im US-Wahlkampf schon das eine oder andere Mal falsche Fakten erzählt und Wissenslücken preisgegeben. Ob er deswegen einen Faktencheck beim ersten großen TV-Duell am kommenden Montag ablehnt? Trump jedenfalls sagte, NBC-Moderator Lester Holt solle nicht versuchen, die Aussagen der beiden Kandidaten einem Faktencheck zu unterziehen. Das könnten Clinton und er unter sich regeln, sagte Tump in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox: "Die Kandidaten sollen das selbst diskutieren". Ein anderer NBC-Moderator war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, weil er faktische Fehler von Trump nicht hervorgehoben hatte.


+++ Donald Trump hat Stiftung für persönliche Zwecke genutzt +++

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat einem Bericht zufolge Ordnungsgelder von seiner karitativen Stiftung zahlen lassen. Wie die Zeitung "Washington Post" berichtet, beglich die Stiftung Rechnungen für Trump in Höhe von insgesamt 258.000 Dollar (231.000 Euro), obwohl sie steuerrechtlich nur karitativen Zwecken dienen darf. Unter anderem habe die Stiftung im Jahr 2007 100.000 Dollar an einen Veteranenverband gezahlt, nachdem Trump in einem Streit mit der Stadt Palm Beach einen Vergleich erzielt hatte, so die Zeitung. Dabei sei es um eine zu hohe Fahnenstange auf einem seiner Grundstücke gegangen. Die "Washington Post" analysierte in den vergangenen Wochen die Finanzen der Stiftung und fand nach eigenen Angaben heraus, dass Trump selbst seit 2009 keinen Dollar mehr an die Stiftung zahlte. Stattdessen werde sie durch Spenden Dritter finanziert. Gleichzeitig zahle die Stiftung für Dinge, die allein Trump oder seinen Unternehmen zugute kamen - wie ein für 20.000 Dollar ersteigertes Porträt des Geschäftsmannes.

+++ Wie Mr. Zulu Donald Trump einen mitgibt +++


Es war einer dieser Tweets, die Donald Trump häufig raussendet: "Warum", so schrieb er vor einigen Tagen, rühre Barack Obama eigentlich die Werbetrommel für Hillary Clinton anstatt zu arbeiten? Die Frage war nicht besonders scharf formuliert, zog aber dennoch einen Rattenschwanz an Kommentaren nach sich. Darunter war auch eine ganz besondere Anmerkung. Der Verfasser: George Takei, vielen besser bekannt als Mr. Sulu aus der ersten Star-Trek-Reihe. Der fasst auf ein paar 140 Zeichen zusammen, was zu den Aufgaben eines US-Präsidenten und Oberkommandierenden gehöre, nämlich: "uns vor Bedrohungen aus dem Ausland und dem Inland zu schützen". "Sie, Sir", schließt der Schauspieler trocken "sind letzteres." 

+++ George Bush, der Ältere, will für Hillary Clinton stimmen +++

Dieser Twist ist auch für die amerikanische Politik neu: Ein ehemaliger Präsident, dessen Sohn ebenfalls Präsident war, will für die Frau des Präsidenten stimmen, der ihm im Amt folgte sowie Vorgänger seines Sohnes war und auch noch von der politischen Konkurrenz kommt. Alles klar? In anderen Worten: George Bush (im Weißen Haus von 1989- 1993) soll angeblich planen, bei der Wahl im November Hillary Clinton zu wählen (deren Ehemann von 1993 bis 2001 US-Präsident war). Das berichtet das US-Magazin "Politico" und bezieht sich dabei auf einen Facebook-Post von Kathleen Hartington Kennedy Townsend. Die, man ahnt es bereits, hatte ebenfalls einen früheren US-Präsidenten in der Familie, nämlich ihren Onkel John F. Kennedy. Die Politikerin der Demokratin sagte "Politico", dass sie Bush senior jüngst im US-Bundesstaat Maine getroffen habe und er ihr dort von seinem Vorhaben erzählte haben will. Der Ex-Präsident ist Republikaner, deren Kandidat eigentlich Donald Trump ist. Bushs Büro ließ auf Nachfrage nur ausrichten, dass Bushs Wahl seine Privatsache sei.

+++ "Nehmt ihnen die Waffen weg. Mal sehen, was mit Hillary passiert" +++

Donald Trump hat erneut mehrdeutige Äußerungen gemacht, die als Aufruf zur Gewalt gegen seine Rivalin Hillary Clinton gedeutet werden könnten. "Ich denke, ihre Leibwächter sollten alle Waffen niederlegen, sich sofort entwaffnen", sagte Trump am späten Freitagabend (Ortszeit) bei einer Veranstaltung in Miami im Bundesstaat Florida. "Nehmt ihnen die Waffen weg. Sie will ja keine Waffen. Lasst uns sehen, was mit ihr passiert. Nehmt ihnen die Waffen weg, ok? Es wird sehr gefährlich sein", fügte er hinzu. Trump warf der demokratischen Bewerberin Clinton in seiner Rede erneut vor, den zweiten Verfassungszusatz abschaffen zu wollen. Dieser garantiert das Recht auf Waffenbesitz. Dabei werde sie selbst in großem Stil von bewaffneten Leibwächtern beschützt. Er meinte damit wohl die Agenten des Secret Service, die auch Trump schützen. Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook nannte die Äußerungen inakzeptabel. "So etwas sollte für Präsidentschaftsbewerber verboten sein."

+++ Donald Trump glaubt jetzt, dass Obama in den USA geboren wurde. Vielleicht +++

Donald Trump will noch nicht sagen, ob er nun glaubt, dass Präsident Barack Obama in den USA geboren wurde. "Ich werde diese Frage zur richtigen Zeit beantworten", sagte er in einem Interview der "Washington Post". "Ich will sie nur nicht jetzt beantworten."In der Vergangenheit hatte er öfters behauptet, der Präsident sei Muslim und sein Geburtsort liege in Kenia. Das ist eine beliebte Theorie unter Verschwörungstheoretikern. Trumps Beraterin Kellyanne Conway hatte vor kurzem gesagt, der Kandidat glaube nun, dass Obama in den USA geboren sei. Ähnlich äußerte sich auch Trumps Sprecher Jason Miller. Trump erklärte, es sei ihr erlaubt, das zu sagen. Er wolle sich nur gerade anderen Dingen widmen.

+++ Clinton meldet sich zurück zum Wahlkampf +++

Hillary Clinton ist nach ihrer Lungenentzündung wieder in den Wahlkampf eingestiegen. Es sei ein Geschenk gewesen, mal eine Auszeit zu haben, sagte die demokratische Präsidentschaftskandidatin bei einer Rede in Greensboro (North Carolina). "Selbst ich musste mir eingestehen, dass ein bisschen Ruhe wahrscheinlich mal gut tut." Sie habe die Zeit genutzt, um nachzudenken. "Es hat mir geholfen, mich darauf zu besinnen, worum es bei dieser Kampagne geht." Clinton nutzte den Auftritt, um über Probleme des US-Gesundheitssystems zu sprechen. Millionen Amerikaner könnten es sich nicht leisten, krankheitsbedingt nicht zur Arbeit zu gehen, sagte sie. Viele hätten zudem noch immer keine Krankenversicherung, weil es zu teuer sei. Bei der 68-Jährigen war am Freitag eine Lungenentzündung diagnostiziert worden.

+++ Ärztin sagt: Hillary ist fit for President +++

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist nach Einschätzung ihrer Ärztin gesundheitlich fit für das höchste Amt im Staat. Das geht aus einer Stellungnahme der Medizinerin Lisa Bardack hervor, die Clintons Kampagne veröffentlichte. Die Demokratin musste ihren Wahlkampf in den vergangenen Tagen unterbrechen, weil sie an einer Lungenentzündung erkrankt war. Der Vorfall heizte zudem Spekulationen um ihre körperliche Fitness an. In einer zweiseitigen Erklärung bescheinigte ihre Ärztin Clinton nun, gesund zu sein. Bei mehreren Routineuntersuchungen in diesem Jahr seien ihre Blutwerte stabil gewesen. Clinton hatte zuletzt im Juli 2015 Informationen zu ihrem Gesundheitszustand veröffentlicht.

 

+++ Ex-Außenminister Powell: Trump "nationale Schande", Clinton ist "überheblich" +++

Der ehemalige US-Außenminister Colin Powell ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. E-Mails des Republikaners, die am Mittwoch öffentlich wurden, offenbaren seine vernichtende Kritik an den beiden Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton. Powell bezeichnete Trump darin als "nationale Schande". Er spreche die schlimmsten Seiten der Republikaner und der weißen Mittelschicht an. Clinton kritisierte er für ihren Umgang mit der E-Mail-Affäre. "Alles was (Clinton) anfasst, macht sie mit ihrer Überheblichkeit kaputt", schrieb Powell. Sie habe es versäumt, die Vorwürfe rechtzeitig aus der Welt zu räumen. Powell bestätigte NBC News die Echtheit der gehackten Dokumente. Die Hacker seien im Besitz vieler weiterer E-Mails, sagte er. Die Enthüllungsseite "DCLeaks.com" hatte den Schriftverkehr online gestellt. Die Dokumente waren passwortgeschützt, mehrere US-Medien veröffentlichten Auszüge daraus.

+++ Ermittlungen gegen Stiftung von Donald Trump +++

Der US-Bundesstaat New York nimmt Ermittlungen gegen die Stiftung des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump auf. Es bestehe der Verdacht, dass die "Donald J. Trump Foundation" gegen Gesetze zur Regulierung von Wohltätigkeitsorganisationen verstoßen habe, sagte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman dem Nachrichtensender CNN.

Zuletzt war die Stiftung des Republikaners und Immobilienmilliardärs in die Kritik geraten, weil sie im Jahr 2013 25.000 US-Dollar (rund 22.300 Euro) für den Wahlkampf der Generalstaatsanwältin von Florida, Pam Bondi, gespendet hatte. Zu der Zeit hatte Bondi zu entscheiden, ob sich Florida an Ermittlungen anderer Bundesstaaten wegen Betrugs gegen die Trump-Universität anschließt. Sie entschied sich letztlich dagegen. Am Dienstag fordern alle 16 demokratischen Mitglieder des Rechtsausschusses im US-Repräsentantenhaus in einem Brief die Justizministerin Loretta Lynch auf, in dem Fall Ermittlungen wegen Bestechung aufzunehmen.

+++ Hillary Clinton ab Donnerstag wieder im Einsatz +++

Nach ihrer krankheitsbedingten Pause will US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton am Donnerstag den Wahlkampf wiederaufnehmen. Dies teilte ihr Sprecher Nick Merrill in Washington mit. Die Kandidatin habe den Tag mit der Lektüre von Akten und mit Telefonanrufen verbracht, fügte er hinzu. Zudem habe sie den Wahlkampfauftritt verfolgt, den Präsident Barack Obama für sie in Philadelphia absolviert hatte.

+++ Demo bei Eröffnung von Trump-Hotel +++

Demo Donald-Trump-Hotel

"Einwanderer und Muslime sind hier willkommen, Trump-Hotel nicht" - Demo vor neu eröffnetem Trump-Hotel in Washington


Mehrere Bürgerrechtsorganisationen haben in der US-Hauptstadt Washington gegen die Eröffnung eines neuen Hotels des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump demonstriert. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "Nein zu Trump" und "Steh' auf gegen Rassismus". Vor dem Gebäude versammelten sich rund zwei Dutzend Demonstranten. Das Hotel öffnet am Montag, eine offizielle Feier ist nach den Worten einer Sprecherin für Oktober geplant. Trump selbst hatte am Montag Wahlkampftermine in den Bundesstaaten Maryland und North Carolina. Der 1899 im neobarocken Stil erbaute Komplex ist mit seinem 96 Meter hohen Uhrenturm ein Wahrzeichen Washingtons. Trump und seine Tochter Ivanka hatten 2012 den Zuschlag bekommen, es in ein Hotel umzuwandeln. Das Gebäude gehört einer Regierungsbehörde, die Miete beläuft sich Berichten zufolge auf drei Millionen US-Dollar jährlich.

+++ Trump stellt Unabhängigkeit der US-Notenbank in Frage +++

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump wirft US-Notenbankchefin Janet Yellen vor, auf Geheiß von Präsident Barack Obama zu handeln. Der Leitzins sei so niedrig, weil Yellen "offensichtlich politisch" handele und tue, "was Obama von ihr will", sagte Trump dem US-Fernsehsender CNBC. "Ich weiß, dass das eigentlich nicht so sein sollte", fügte er mit Blick auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve hinzu. "Die Zinsen werden von Präsident Obama niedrig gehalten", so Trump weiter. Die Fed sorge dafür, dass die schwierige Aufgabe einer Zinserhöhung dem nächsten Präsidenten überlassen werde. Derzeit wird viel über eine möglicherweise bevorstehende Leitzinserhöhung in den USA spekuliert. Im Dezember hatte die Fed den Zins erstmals wieder erhöht, nachdem er Ende 2008 auf das Rekordtief von null bis 0,25 Prozent gesenkt worden war. Nun liegt er bei 0,25 bis 0,50 Prozent. Auf weitere Zinserhöhungen verzichtete die Fed bislang. 

+++ Assange kündigt Dokumente an, die Clinton in Schwierigkeiten bringen könnten +++

Steht dem US-Wahlkampf eine Wendung bevor? Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, hat angekündigt, Mitte September sensible Dokumente über Hillary Clinton veröffentlichen zu wollen. Dem US-Sender Fox News sagte er, dies werde große Auswirkungen auf den Präsidentschaftswahlkampf haben, ohne jedoch zu erklären, was genau das bedeute. Die Papiere werden sich aber voraussichtlich um die E-Mail-Affäre Clintons drehen, die die Demokratin belastet. Die Präsidentschaftskandidatin hat in ihrer Zeit als Außenministerin vorschriftswidrig einen privaten E-Mail-Server für ihre Kommunikation benutzt. Assange hat mehrfach betont, wie wenig er Clinton und ihre Politik leiden konnte und kann. Bei Fox sagte er, eine Präsidentschaft Clintons sei gefährlich. Zu Donald Trump sagte Assange im britischen Sender ITV vor ein paar Wochen, dass er "wenig berechenbar" sei, was ihn von Clinton unterscheide.

 +++ Russischer Michael Jackson steht auf Donald Trump +++

Dass Donald Trump den Autokraten Wladimir Putin bewundert, hat der konservative Präsidentschaftskandidat schon einmal kundgetan. Ob das umgekehrt auch gilt, ist unklar, aber einen berühmten Russen hat Trump sicher: Philipp Kirkorow, der größte Popstar des Landes, auch Michael Jackson Russlands genannt. In einem Interview mit der britischen BBC sagte der Sänger, er hoffe, dass Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt werde. Die beiden Männer kennen sich seit 20 Jahren und Kirkorow ist überzeugt, der Republikaner könne die USA und Russland einander näherbringen.

+++ Umstrittene Generäle für und Ex-Berater gegen Trump +++

Bei den 88 Generälen und Admirälen, die sich hinter Donald Trump gestellt haben, befindet sich offenbar eine Vielzahl eher unbekannter, nicht sonderlich guter oder sogar in Ungnade gefallender Militärs, wie die US-Seite "Daily Beast" hämisch bemerkt. Einer der Unterstützer habe vor 20 Jahren eine zweifelhafte Rolle in einem tödlichen Unfall gespielt, vier Kommandeure seien in einem der größten Navy-Skandale verwickelt gewesen und ein weiterer habe Geheimnisse ausgeplaudert. Trump die Gefolgschaft versagt hat dagegen sein Ex-Berater Jacob Monty. Vor kurzem ist der Experte für Einwanderungsfragen aus dem Trump-Team ausgeschieden. "Spiegel Online" sagte er, dass ihm Trumps "extremer Plan", Einwanderer ohne Papiere auszuweisen, zu weit gehe. Anlass zu gehen sei Trumps Rede über Einwanderung gewesen, "ein schrecklicher Moment, eine echte Hetzrede", so Monty.

+++ Ex-Generäle wollen Trump +++

88 US-Generäle im Ruhestand haben sich in einem offenen Brief für Donald Trump als nächsten US-Präsidenten ausgesprochen. Das amerikanische Volk müsse bei der nationalen Sicherheit eine "lange überfällige Kurskorrektur" vornehmen, heißt es in dem Schreiben, das die Wahlkampfzentrale des republikanischen Präsidentschaftskandidaten neun Wochen vor der Wahl am 8. November öffentlich machte.

Kritisiert werden Budgetkürzungen, denen die Streitkräfte in den vergangenen acht Jahren unterzogen worden seien. Die Uniformierten seien deshalb weniger gut in der Lage, ihre Pflichten zu erfüllen. "Deswegen unterstützen wir Donald Trump und sein Bekenntnis, unser Militär neu aufzubauen", heißt es weiter. "Wir empfehlen unseren Landsleuten, dasselbe zu tun."

Zuletzt waren aus den US-Streitkräften vor allem kritische Töne gegenüber einem möglichen Oberbefehlshaber Trump zu hören gewesen. Zahlreiche Offiziere hatten sich gegen ihn ausgesprochen. Der ehemalige CIA-Direktor Michael Hayden hatte sogar die Möglichkeit von Befehlsverweigerung ins Spiel gebracht, sollte Trump gewählt werden.

+++ Donald Trump überholt Hillary Clinton in Umfrage +++

Donald Trump hat seine Rivalin Hillary Clinton in einer neuen Meinungsumfrage überholt: In einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Senders CNN und des Meinungsforschungsinstituts ORC sprachen sich 45 Prozent der Befragten für Trump als Präsident aus, während 43 Prozent Clinton bevorzugten. Bislang hatte die Demokratin Clinton in den meisten Umfragen vor dem Republikaner Trump gelegen, doch war der Abstand zuletzt geschmolzen.

Wie die neue Umfrage zeigte, gibt es zwischen den Bevölkerungsgruppen deutliche Unterschiede. Bei den Männern sprachen sich 54 Prozent für Trump aus und 32 Prozent für Clinton, während bei den Frauen 53 Prozent für Clinton waren und 38 Prozent für Trump. 

 +++ Trump blamiert sich mit Besserwisser-Tweet +++

Klar ist: Mit der E-Mail-Affäre hat Hillary Clinton eine Menge Vertrauen zerstört. Nun wurde bekannt, dass ihr die Bedeutung gewisser Einstufungen der offiziellen Korrespondenz nicht bewusst waren. Etwa die Markierung "C" für "confidential - also vertraulich. Für ihren Konkurrenten Donald Trump sind solche Wissenslücken natürlich ein gefundenes Fressen. Trump postete hämisch einen Kommentar auf Twitter: "Die lügnerische Hillary Clinton hat dem FBI erzählt, dass sie nicht wusste, dass das "C" auf Dokumenten klassifiziert" bedeutet. Wie kann so etwas passieren?"


Tja, wie kann so etwas passieren? An sich eine berechtigte Frage, nur leider irrte Donald Trump mit seiner Bemerkung. Denn das "C" steht nicht für "klassifiziert". John Noonan, Berater von Trumps-Parteikollegen Jeb Bush und Mitt Romney erklärte ebenfalls via Twitter, was genau es mit den "C" auf sich hat: "'C' steht für VERTRAULICH. Vertraulich, Geheim, Streng Geheim sind Stufen der Geheimhaltung."

 

+++ Clinton warnt vor russischen Manipulationen im US-Wahlkampf +++

US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat vor einem verdeckten Eingreifen Russlands in den Wahlkampf gewarnt. Mutmaßliche Cyber-Angriffe auf ihre Demokratische Partei "werfen ernste Fragen mit Blick auf eine mögliche russische Einmischung in unseren Wahlprozess auf", sagte Clinton vor Journalisten. Die frühere Außenministerin übte außerdem scharfe Kritik an ihrem republikanischen Konkurrenten Donald Trump, der Russland zu weiterer Cyber-Spionage gegen die Demokraten aufgerufen hatte. "Wir haben es noch nie erlebt, dass eine gegnerische ausländische Macht sich bereits in unseren Wahlprozess einmischt, und wir haben es noch nie erlebt, dass der Kandidat einer unserer großen Parteien die Russen sogar zu noch mehr Hackerangriffen aufruft."

+++ Hüstel: Auf Donald Trump reagiert Clinton "allergisch"+++


In diesem Wahlkampf ist (fast) alles erlaubt - auch mehr oder weniger feinsinnige Anspielungen. Das gilt auch für US-Demokratin Hillary Clinton. Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Cleveland erlaubte sie sich einen Seitenhieb auf Konkurrent Donald Trump: "Jedesmal wenn ich an ihn denke, reagiere ich allergisch", sagte sie zum Publikum und hustete kurz. 

+++ Trump-Anhänger befürchtet eine Invasion der Taco-Imbisswagen +++

Mit einer Äußerung zu einer angeblichen neuen Bedrohung für die USA hat der Anführer einer Unterstützergruppe für Donald Trump Spott im Internet ausgelöst. Sollten die USA die Einwanderung nicht stärker bekämpfen, drohe schlimmes Ungemach, schilderte Marco Gutierrez von der Gruppe Latinos for Trump dem Sender MSNBC - nämlich eine Invasion mexikanischer Imbisswagen.

"Meine Kultur ist eine sehr dominante Kultur. Sie setzt sich durch, und das schafft Probleme. Wenn man nichts dagegen tut, wird es an jeder Ecke Taco-Imbisswagen geben", sagte Gutierrez mit Blick auf das beliebte mexikanische Gericht. In den sozialen Netzwerken im Internet stieß seine ernst gemeinte Warnung am Freitag auf Heiterkeit. "Ein Hühnchen in jedem Kochtopf, ein Auto in jeder Garage & #TacoTrucksOnEveryCorner" schrieb der Komiker und Schauspieler Orlando Jones.

Es ist nicht das erste Mal, dass Tacos eine Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf spielen. Im Mai hatte Donald Trump aus Anlass eines mexikanischen Feiertags ein Foto von sich veröffentlicht, das ihm beim Verzehr eines Taco-Salats - einer US-Erfindung - zeigt. "Die besten Taco-Bowls gibt es im Trump Tower Grill. Ich liebe die Hispanics!" schrieb er dazu. Gegner kritisierten dies als Versuch, sich bei den Latinos unter der US-Wählerschaft anzubiedern.

+++ Donald Trump kauft tausend, eigene Bücher mit Spendengeldern +++

Das Wahlkampfteam von Donald Trump soll für 55.000 Dollar Bücher ihres eigenen Präsidentschaftskandidaten gekauft haben. Diesem Vorwurf geht die US-Wahlaufsicht FEC nach. Der Behörde, die die Wahlkampffinanzierung reguliert, liegen Hinweise vor, dass Mitarbeiter des Republikaners mit Spendengelder zwischen 3500 und 5000 Exemplare des Trump-Buchs "Crippled America: How to make America great again" erworben haben. Die Idee dahinter: Mit Hilfe von Wahlkampfgeldern werden die Buchverkäufe gesteigert - die Erlöse kämen wiederum Donald Trump zugute. Ein Vorgehen, das allerdings illegal wäre, zumindest dann, wenn Trump die Tantiemen aus den Verkäufen in die eigene Tasche stecken würde. Laut der US-Seite "The Daily Beast" rechtfertigt sich die Republikanische Partei sich damit, die Bücher als Geschenke für den Parteitag benötigt zu haben. "The Daily Beast" zitiert den Verlagsexperten Ben Bruton mit den Worten: Diese Massenaufkäufe sind schon verdächtig. Ich vermute, sie waren der Versuch, sowohl Geld zu verdienen als auch auf die Bestseller-Listen zu kommen."

+++ Trumps erster Wahlwerbespot: Anti-Migrations-Botschaft +++

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat den ersten TV-Werbespot seines Wahlkampfes veröffentlicht. In dem 30 Sekunden langen Video wendet sich der Republikaner Trump deutlich gegen eine weitere Immigration von Ausländern. Hillary Clinton, Trumps demokratische Gegenkandidatin, stehe für gefährliche Einwanderung, die die Sicherheit und finanzielle Stabilität der USA gefährdeten. Das System bleibe gegen Amerikaner gerichtet, syrische Flüchtlinge würden ins Land strömen. "Donald Trumps Amerika ist sicher", heißt es in dem Spot. Tatsächlich nehmen die USA nur eine verschwindend geringe Zahl von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien auf.

+++ Wahlkampf-Manager von Trump tritt zurück +++

Paul Manafort, umstrittener Leiter von Donald Trumps Wahlkampfteam, ist zurückgetreten. Das bestätigte der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner am Freitag in einer Mitteilung. Er danke Manafort für seine "großartige" Arbeit, vor allem während des Parteitages, erklärte Trump. Manafort stand zuletzt wegen Berichten über finanzielle Verstrickungen in der Ukraine unter erheblichem Druck. In dieser Woche hatte Trump als neue Spitze des Wahlkampfteams Stephen Bannon installiert. Manafort sollte als eine Art Chefstratege an Bord bleiben. Sein Rücktritt ist ein weiterer Beleg für die anhaltenden Turbulenzen, in denen Trumps Team steckt.

+++ Trump umwirbt afroamerikanische Wähler und gibt Bekenntnis zu Toleranz ab +++

Ungewohnte Töne von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump: Bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Wisconsin hat der Republikaner um die Stimmen der afroamerikanischen Wähler geworben. "Ich bitte um die Stimmen aller afroamerikanischer Bürger, die in unserem Land um eine andere und viel bessere Zukunft kämpfen", sagte der Republikaner am Dienstag in der Stadt West Bend. Der Rechtspopulist gab außerdem eine Erklärung gegen "Intoleranz, Hass und Unterdrückung" ab.

"Die Demokratische Partei ist gescheitert und hat die afroamerikanische Gemeinschaft verraten", sagte Trump bei seiner Rede in West Bend. Schwarze US-Bürger machen ihr Kreuz traditionell eher bei den Demokraten. Ihnen warf Trump vor, die Stimmen schwarzer US-Bürger in der Vergangenheit "als selbstverständlich" angesehen zu haben. "Sie gingen einfach davon aus, dass sie Eure Unterstützung erhalten, ohne dafür im Gegenzug etwas zu leisten", sagte Trump. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er: Als Präsident werde er "Intoleranz, Hass und Unterdrückung in jeglicher Form zurückweisen". "Ich werde dafür kämpfen, dass jeder Amerikaner gleich behandelt, beschützt und respektiert wird." Er wolle "auf Grundlage unserer gemeinsamen Kultur und Werte als ein Volk eine neue Zukunft bauen", beteuerte Trump, der im Wahlkampf mehrfach mit provokanten Äußerungen über Mexikaner, Muslime, Einwanderer und Frauen für Empörung gesorgt hatte.

+++ Clintons Steuererklärung ist nun öffentlich +++

Mit der Veröffentlichung ihrer Steuererklärungen erhöht Hillary Clinton den Druck auf ihren Konkurrenten Donald Trump. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner weigert sich seit Monaten, seine Daten zu veröffentlichen. Die Offenlegung von Einkommen und Steuern ist für Bewerber um das Weiße Haus seit Jahrzehnten überparteiliche Tradition, sie wird von Präsidentschaftskandidaten schlicht erwartet. Clinton und ihr Kandidat für den Vizepräsidenten, Tim Kaine, legten am Freitag alle Zahlen seit 2006 offen. Clinton gab an, mit ihrem Mann Bill 2015 insgesamt 10,6 Millionen US-Dollar eingenommen zu haben. Davon zahlten sie ein gutes Drittel oder 34,2 Prozent Bundessteuern. Der Anteil aller Steuern (unter anderem Bund und Staat) belief sich auf 43,2 Prozent.

+++ Ärger in Trumps Wahlkampf-Team +++

Donald Trump hat Ärger in seinem Team: Vincent Bordini, ein ehemaliger Mitarbeiter von Trumps Präsidentschafts-Kampagne klagt vor Gericht gegen Earl Phillip, Trumps ehemaligen Leiter der North-Carolina-Kampagne. Phillip soll demnach während einer Autofahrt eine Pistole auf Bordini gerichtet haben. Bordini wirft Trump und der Kampagne vor, dass trotz mehreren Meldungen an Vorgesetzte an verschiedenen Stellen nichts passiert sei. Kurz vor Prozessbeginn ist nun allerdings doch etwas passiert: Trump hatte Phillip in der vergangenen Woche aus seiner Stelle entlassen und ersetzt. Vor einem Gericht in Charlotte wird das Ganze nun verhandelt und geklärt.

+++ Mann klettert stundenlang an Fassade von Trump-Turm in New York herum +++

In einer waghalsigen Aktion hat sich ein 20-jähriger Kletterer mit Saugnäpfen bewehrt über eine Hochhausfassade Zugang zum Präsidentschaftskandidaten Donald Trump verschaffen wollen. Der Mann kletterte drei Stunden lang an der verglasten Fassade des Trump Tower in New York entlang, ehe die Polizei ihn durch ein Fenster einfing. Liveaufnahmen im Fernsehen zeigten, wie er sich mit Saugnäpfen seinen Weg an der glatten Oberfläche nach oben bis ins 21. Stockwerk bahnte und dabei zeitweise prekär über dem Abgrund baumelte. In einer ersten Vernehmung habe es keinerlei Hinweise gegeben, dass der Fassadenkletterer aus dem Bundesstaat Virginia "irgendjemandem schaden wollte", sagte der Polizeichef von Süd-Manhattan. "Er wollte lediglich Herrn Trump treffen." Der Hausherr war zu diesem Zeitpunkt allerdings bei einem Wahlkampfauftritt in Virginia.

Im Internet-Videokanal Youtube tauchte ein Video auf, in dem sich ein junger Mann zum Erklimmen des Turms bekannte. An Trump gerichtet sagte er: "Ich bin auf Ihren Turm geklettert, weil ich Ihre Aufmerksamkeit wecken wollte." Sein Ziel sei es, Trump zur Wahl ins Präsidentenamt zu verhelfen. Ob das Video tatsächlich den Fassadenkletterer von New York zeigt, war unklar.

+++ Mann stürmt Bühne bei Clinton-Rede+++

Bei einem Wahlkampfauftritt von Hillray Clinton in Des Moines im US-Bundesstaat Iowa hat ein Mann versucht, auf die Bühne zu stürmen. Männer vom Secret Service waren sofort zur Stelle und überwältigen ihn. Clinton setzte ihre Rede nach einer kurzen Unterbrechung fort. Laut Medienberichten handelte es sich bei dem Mann mutmaßlich um einen Tierschützer.


+++ Trump bekommt Gegenkandidaten aus eigener Partei +++

Gegen den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump tritt nun auch ein Rebell aus den Reihen seiner eigenen Partei an. Der Republikaner Evan McMullin, ein früherer Anti-Terror-Experte des Auslandsgeheimdienstes CIA, gab am Montag seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November bekannt. Der 40-Jährige ist allerdings bislang in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt und startet sehr spät in das Rennen, so dass es ihm schwerlich gelingen dürfte, bei der Wahl eine nennenswerte Rolle zu spielen. Allerdings ist seine Kandidatur ein weiteres Anzeichen dafür, dass Trumps Nominierung die Republikanische Partei nach wie vor tief spaltet. "Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun", erklärte McMullin auf seiner Seite im Onlinenetzwerk Facebook. Sein Land habe Besseres verdient als Trump oder die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton. Deswegen biete er sich "demütig" den "Millionen von desillusionierten Amerikanern" als die bessere Alternative an. 

+++ Trump macht Zugeständnisse an Republikaner +++

Nach einer schlechten Wahlkampfwoche hat Donald Trump Zugeständnisse an seine eigene Partei gemacht und sich hinter den Chef des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, und den Senator von Arizona, John McCain gestellt. Beide bewerben sich in diesem Jahr um ihre Wiederwahl in den US-Kongress. Trotz mancher Meinungsverschiedenheiten gebe es ein gemeinsames Ziel: Hillary Clinton bei der Wahl im November zu besiegen, sagte Trump bei einem Auftritt in Ryans Heimatstaat Wisconsin. Ryan sei ein "guter Mann und ein Guter", fügte der Milliardär mit hochgestreckten Daumen hinzu. Auch Senator McCain sprach Trump nun seine "höchste Wertschätzung" aus.

Noch vor wenigen Tagen hatte Trump erklärt, dass er noch nicht so weit sei, sie zu unterstützen - eine offensichtliche Revanche dafür, dass sich Ryan selber zuvor nur zögerlich hinter Trump gestellt und McCain den Immobilienmogul wiederholt scharf kritisiert hatte.

Trump versuchte damit offensichtlich, nach Tagen neuer Kontroversen und absackender Umfragewerte wieder Fuß zu fassen. Er hatte sich unter anderem mit den Eltern eines im Irak getöteten muslimischen Soldaten angelegt und damit auch bei Republikanern Kritik ausgelöst. Nach seiner Weigerung, Ryan und McCain zu unterstützen sprachen Beobachter sogar von einem "Bürgerkrieg" bei den Konservativen. 

+++ Ex-CIA-Vize: Trump ist Gefahr für nationale Sicherheit +++

Der frühere CIA-Vizechef Michael Morell hat dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump jegliche sicherheitspolitische Kompetenz abgesprochen. Trump sei nicht nur unqualifiziert für das Präsidentschaftsamt, er stelle sogar eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar, schrieb Morell in einem Gastbeitrag für die "New York Times".

Darin erklärte er seine Unterstützung für Trumps demokratische Konkurrentin Hillary Clinton. "Ich habe vier Jahre lang mit Frau Clinton zusammengearbeitet, als sie Außenministerin war, meist im Situation-Room des Weißen Hauses", heißt es in dem Artikel. "In diesen kritischen und wichtigen Sitzungen war sie vorbereitet, detailorientiert, wissbegierig und bereit, ihre Meinung zu ändern, wenn es überzeugende Argumente gab."

Morell arbeitete 33 Jahre lang für die CIA. Von 2010 bis 2013 war er stellvertretender Leiter der Behörde. Zwei Mal sprang er als kommissarischer Direktor ein. Der 57-Jährige gehört eigenen Angaben zufolge keiner Partei an und hat in der Vergangenheit sowohl demokratische als auch republikanische Kandidaten gewählt.

+++ Trump bekommt Schützenhilfe von Clint Eastwood +++

Von allen Seiten prasselt Kritik auf den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ein - doch Clint Eastwood springt ihm zur Seite. Der Regisseur und Schauspieler bezeichnete die Kritik an dem Kandidaten der Republikaner in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des Magazins "Esquire" als überzogen und nahm Trump insbesondere gegen den Vorwurf des Rassismus in Schutz.

"Als ich aufwuchs, wurden solche Sachen nicht rassistisch genannt", sagte der 86-Jährige. Die heutige Generation bestehe aus "Waschlappen", jedes Wort werde auf die Goldwaage gelegt, klagte der frühere Western-Darsteller.

Der rechtspopulistische Baulöwe wird unter anderem deshalb des Rassismus bezichtigt, weil er illegale Einwanderer als Kriminelle und Vergewaltiger beschimpft und Einreiseverbote für Muslime verlangt hat. Er hat zudem einem Richter, der mit Klagen gegen die früher von dem Immobilienmilliardär betriebene Trump University befasst ist, Befangenheit wegen dessen mexikanischer Herkunft vorgeworfen.

Eastwood räumte ein, dass manche Äußerungen Trumps "dumm" gewesen seien. Doch beklagte er zugleich, dass um diese Äußerungen zu viel Aufhebens gemacht werde. Trumps Kritiker sollten endlich "darüber hinwegkommen".

tis/nik/amt/js/fin/mad
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