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Der Schlafmohn-Anbau in Afghanistan ist nicht zu stoppen. 90 Prozent des Weltmarkt-Opiums stammt aus dem Land am Hindukusch. Während die internationale Staatengemeinschaft vergeblich versucht, dem Problem Herr zu werden, setzen die Drogenringe schon längst auf neue Methoden.
Außenminister Guido Westerwelle hat im Bundestag um eine breite Unterstützung der Bundeswehr in Afghanistan gebeten. Das Land stehe besser da als vor einem Jahr, das sei auch ein Verdienst der Soldaten. Kritik an der Verlängerung des Mandats kam vor allem von den Linken.
Nach dem Willen der Linke-Bundestagsfraktion sollen sich in Deutschland legale "Cannabisclubs" gründen dürfen. Diese sollen den Drogenanbau und -verkauf kollektiv übernehmen und organisieren.
Am 7. Oktober 2001 begann der "Krieg gegen den Terror" in Afghanistan - mit deutscher Beteiligung. Eine Bilanz zu zehn Jahren Kampf gegen die Taliban.
Afghanistan ist wieder der weltgrößte Opiumproduzent. Die Regierung in Kabul warnt vor der Übernahme des Landes durch die Drogenmafia und bittet die internationale Staatengemeinschaft um Hilfe.
Soll der Westen mit den Taliban reden? "Ja, unbedingt", sagt Afghanistan-Kenner Thomas Ruttig im Interview mit stern.de. Das sei unumgänglich, wenn man das Land befrieden will. Denn nur ein Bruchteil der Aufständischen sei ideologisch verbohrt.
Barack Obamas Entscheidung steht. Seine Entscheidung darüber, wie sich die USA künftig in Afghanistan engagieren werden. Einen Ausweg aus dem Krieg aber kennt der US-Präsident nicht.
Kampf gegen Korruption und Drogenanbau, Verantwortung für die Sicherheit: Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat in seiner Antrittsrede den internationalen Gästen gesagt, was sie hören wollten.
Im Bundestag, am Brandenburger Tor, auf Wahlplakaten - die Linkspartei brüllt "Raus aus Afghanistan". Das fatale Bombardement der Tanklastzüge am Hindukusch hat ihren Wahlkampf erst richtig angeheizt. Die anderen Parteien schauen betroffen zu.
Die Großoffensive im Süden Afghanistans wird fortgesetzt: Die US-Streitkräfte rücken weiter in die Hochburgen der Taliban vor. Die Aktion wird mittlerweile auch von britischen Soldaten flankiert. Von Seiten der Taliban gibt es offenbar wenig Widerstand.
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