. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
15. März 2010, 22:57 Uhr

Euro-Länder wollen Griechenland retten - notfalls

Die Euro-Länder haben sich auf einen Notfallplan für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Die Regierung in Athen werde unterstützt, wenn sie Hilfe brauche, erklärte Euroguppen-Chef Jean-Claude Juncker. Doch das sei sicher gar nicht nötig.

Griechenland, EU, Finanzkrise, Rettungspaket, Juncker, Euro-Länder, Athen, Rettung, retten, Finanzminister, Brüssel

"Die griechischen Sparmaßnahmen sind überzeugend": Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker© Oliver Hoslet/EPA

Die 16 Euro-Staaten wollen dem hoch verschuldeten Griechenland notfalls mit bilateralen Krediten zur Seite stehen. Das sagte der Vorsitzende der Euro-Kassenhüter, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, nach Beratungen am Montagabend in Brüssel: "Griechenland wird unterstützt, wenn es die Hilfe braucht." Bislang habe die Regierung in Athen aber nicht um finanzielle Unterstützung gebeten.

Der Hilfsplan beinhaltet Juncker zufolge nur bilaterale Hilfen, aber keine Darlehensgarantien. Die technischen Details seien noch zu klären, erklärte der Premier. Die Vorschläge stünden aber voll und ganz im Einklang mit dem EU-Vertrag, der den Mitgliedsländern der Europäischen Union eine gegenseitige Schuldenübernahme verbietet. Der Umfang des in der Geschichte der gemeinsamen Euro-Währung beispiellosen Hilfspakets blieb offen. Nach Spekulationen soll es sich um mindestens 25 Milliarden Euro handeln.

Signal an die Finanzmärkte

Eine endgültige Entscheidung müssten die EU-Staats- und Regierungschefs treffen, sagte Juncker weiter. Sie werden sich am 25. und 26. März zu einem Gipfel in Brüssel treffen. Es müsse aber nicht unbedingt beim nächsten Treffen der "Chefs" entschieden werden, meinte der Eurogruppen-Vorsitzende. Über den Zeitplan müsse der ständige EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy entscheiden.

Nach Junckers Worten wollen die Euro-Finanzminister mit ihrem Beschluss den Finanzmärkten zeigen, dass sie Griechenlands Sparmaßnahmen für glaubwürdig halten. Die Euro-Staaten gingen davon aus, dass die Finanzhilfen gar nicht zum Einsatz kommen müssen. "Wir denken, wir brauchen dieses Instrument nicht, weil die griechischen Maßnahmen überzeugend sind, und die Finanzmärkte sich davon überzeugen lassen müssen", sagte Juncker. Griechenland hat mehr als 300 Milliarden Euro Schulden und gilt als Wackelkandidat des gemeinsamen Euro-Währungsgebietes.

DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
jetrabbit (18.03.2010, 11:11 Uhr)
die BRD so hoch verschuldet wie noch nie
und frankreich steht auch vor dem kollaps. die einzige möglichkeit griechenland finanziell zu unterstützen geht über eine abwertung des euro. der euro ist jetzt schon so gut wie tot. wie hoch soll die inflation/entwertung des euro noch steigen.
... warum wird hier nicht klartext gesprochen, weder von den bankstern, noch vom stern.
Onzapintada (17.03.2010, 19:03 Uhr)
Denkt eigentlich irgendjemand daran mal daran,

. . . dass Deutschland mit seiner Billiglohnpolitik der Hauptverursacher der Euro-Krise ist, die sich in Griechenland nur zuerst auswirkt?

Mit europaeischen Finanzhilfen, oder erzwungenen Lohnsenkungen in Griechenland lassen sich die Zahlungsprobleme nur sehr kurzfristig loesen.

Die sogenannte deutsche Elite verordnet der eigenen Bevoelkerung eine Niedriglohnpolitik und fuehrt dadurch einen Wirtschaftskrieg gegen die europaeischen und nordamerikanischen Handelspartner.

Das heisst:
Auswirkungen im Inland:
Die Kaufkraft der Buerger geht weiter zurueck,
der Binnenmarkt schrumpft weiter,
die deutsche Bevoelkerung befindet sich in einem Prozess der Verarmung.

Auswirkungen auf das Ausland:
Riesige deutsche Handelsueberschuesse druecken die Euro-Handelspartner in die Verschuldung.
Diese stehen vor der Wahl,
entweder die Euro-Zone zu verlassen,
oder ebenfalls bei sich die Loehne zu senken.
Fruher oder spaeter werden die Ursachen dafuer bekannt werden,
und die Deutschen werden sich bei den europaeischen Nachbarn unbeliebt machen.
Das werden weniger die Lumpen-Elite, als vielmehr die einfachen deutschen Buerger im Ausland spueren,
die man dann dafuer verantlich machen wird, so etwas zuzulassen.

Ferner:
Die Handelspartner koennen irgendwann logischerweise ihre Verbindlichkeiten bei deutschen Banken nicht mehr bezahlen,
diese werden dem deutschen Staat dann wieder ihre Rettung verordnen.
Der deutsche Staat kuerzt bei Infrastruktur und erhoeht Abgaben,
die Kaufkraft der Buerger sinkt weiter,
ein langfristiger Abwaertstrend setzt ein.

Das ganze nennt man uebrigens Neoliberalismus.

Die historische Erfahrung hat gezeigt, dass die deutschen Eliten gerne grosse Kriege anfangen, ohne das Ende zu kalkulieren. Das macht sie so gefaehrlich, fuer das Ausland wie fuer die eigene Bevoelkerung.
Diesmal ist es zwar nur ein Wirtschaftskrieg (Exportweltmeister), aber die Verwerfungen beginnen ebenfalls gigantische Ausmasse anzunehmen.

Es geht hier nicht nur um Griechenland. Auch die franzoesische Finanzministerin Madame Lagarde verlangt, dass die deutschen Beschaeftigten endlich anstaendig bezahlt werden sollen. Noch sagt sie es im Guten.
detlefd (17.03.2010, 18:13 Uhr)
Griechenland-Soli
Was ist eigentlich mit den Polikern die sich für eine Aufnahme Griechenlands stark gemacht haben ?? Ein Günter Verheugen zum Beispiel, diese Kerle gehören an die Wand gestellt.

Richtig wäre es wenn der Deutsche Michel auf die Straße gehen würde zum streiken, denn dann spüren die da oben, wer eigentlich Ihr Geld verdient. Aber daran glaub ich nicht. Eher wird ein Deutschland ein Griechenland-Soli eingeführt
tannebaum (16.03.2010, 23:31 Uhr)
euro hin oder her...
bei allem was wir einzahlen, ist europa für unsere exportnatiuon immer noch eine sehr wichtiger markt und es fliesst auch genug zurück.

aber das wollen die kritiker alle nicht sehen. anti-europa, anti-merkel, pro kommunismus... weil sich die 100 postings-am-tag-schreiber von denen die aufstockung ihrer bezüge und die plünderung der reichen wünschen...

ausser heisse luft im forum am tag nichts brauchbares produzieren udn dann aber den leistungsträgern sagen, wie es laufen soll. alles lächerlich!!!
knilch_59 (16.03.2010, 13:09 Uhr)
? Der Euro muss weg
Her mit der Säge, der Ast, auf dem wir sitzen, muss ab!!!
Was würde ohne den Euro passieren? Deutschmark würde gnadenlos aufwerten: Zwar würden Sprit, Auslandsreisen und Importartikel billiger, aber gleichzeitig würde unser Export, weil unsere Waren im Ausland teurer würden auch teurer - kostet ein paar hunderttausend Arbeitsplätze und entsprechenden Lohndruck auf die, die noch übrig bleiben.
.
Wir brauchen den Euro und wir brauchen darin auch ganz viele Länder, die gerne und zu festen Währungsrelationen mit uns Handel treiben möchten. Aber eben nicht um den Preis, dass man sich die Zugehörigkeit und das Verbleiben ergaunern kann, wie die Griechen.
AttaTroll (16.03.2010, 12:37 Uhr)
@ confused
Ja! Ein Generalstreik wäre endlich einmal angebracht - da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Oder wenigstens auf die Straße gehen und protestieren! Unsere Mitbürger aus der Ex-DDR haben uns doch vorgemacht, was man mit dauerhaftem lautstarken Protest alles erreichen kann.
Ich wäre sofort dabei! Die Frage ist nur: wer geht mit? Wo immer man hinhört: Jeder ist wütend auf diese Politikerkaste, die uns nur noch abzockt und das Geld entweder in die eigene Tasche steckt oder munter im Ausland verteilt. Aber keiner will etwas unternehmen; jeder meint nur achselzuckend "das bringt ja eh' nichts".
Meine Güte - irgendwann muß sich dieser Volkszorn doch endlich mal entladen....
Inzwischen ist ja wohl auch klar, warum Schäuble als Innenminister unbedingt wollte, dass die Bundeswehr im Inland eingesetzt werden kann. Der wußte schon, warum.
noahnung (16.03.2010, 11:33 Uhr)
der teuro muss weg
früher konnte jedes land individuell auf seine probleme mit zinssenkungen oder zinserhöhungen reagieren heute ist es nicht mehr möglich.
der euro war ein unüberlegter schnellschuß. man will europa wirtschaftlich zusammenführen was nicht ohne die politische zusammenführung gehen wird und das führt dazu das reiche länder der eu arme länder der eu finanzieren werden müssen.wie im kleinen der länderfinanzausgleich so in zukunft im großen der eu finanzausgleich.
es treffen auch unterschiedliche mentalitäten lebensauffassungen und andere dinge aufeinander und jedes land hat seine stärken und schwächen.
alles unter einen hut zu bringen geht nur über den zusammschluss vereinigte europäische union, den aber niemand will.
Vetternwirtschaft gib es überall nur in manchen ländern ist sie schwer zu erkennen.
das heisst aber nicht das man trotzdem auch ohne den euro nicht friedlich wie früher miteinander leben und handel treiben kann.
confused (16.03.2010, 11:18 Uhr)
@whismerh2
ja wer weiss was die in wirklichkeit ausgehandelt haben damals... und vor allem was die heute auch in wirklichkeit aushandeln...
Allerdings sehe ich es so - das einzige was noch helfen würde ist das ALLE gleichzeitig die Arbeit in D-Land niederlegen am selben tag und auf die Strasse gehen. GEMEINSAM IST MAN STARK alleine schafft keiner was.
Und es würde die Herrschaften die meinen Politiker spielen zu müssen aufwecken garantiert. Nur der Deutsche jammert ja lieber wie das er etwas dagegen tut ;-)
schönen Tag allen
whismerh2 (16.03.2010, 11:10 Uhr)
@confused
Vielleicht erklart sich hier auch ganz deutlich, das wir seit Ende de 2.WK, nach wie vor nur einen Waffenstillstandsvertrag und keinen Friedensvertrag mit den Siegermächten haben, auf jedem Fall sind wir der Zahlmeister für Halb Europa, und hier da gebe ich Ihnen Recht fehlt es an allen Ecken und Enden, aber vieleicht haben wir aufgrund des oben erwähnten Vertrag, gar keinen anderer Möglichkeit, wer weiß das schon.
confused (16.03.2010, 10:17 Uhr)
Legt die Arbeit nieder gleichzeitig und Demonstriert !
Auszug aus Sternartikel:

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/beschwerdebrief-nach-griechenland-streng-genommen-seid-ihr-pleite-1548605.html

....Seit 1981, seit 29 Jahren, gehören wir zur selben Familie, zur EU. Kein anderes Familienmitglied hat in dieser Zeit so viel Geld in die Gemeinschaftskasse gesteckt wie wir, nämlich netto rund 200 Milliarden Euro. Und pro Nase hat kaum einer so viel bekommen wie Ihr, zusammen netto fast 100 Milliarden. Rund die Hälfte also von dem, was wir in den EU-Topf gekippt haben, habt Ihr mit großer Kelle abgeschöpft. Oder anders ausgedrückt: Rein rechnerisch haben wir Deutschen mit den Jahren jedem von Euch Griechen, vom Säugling bis zum Greis, über 9000 Euro geschenkt. Einfach so. War doch nett, oder? Freiwillig hat wohl noch nie ein Volk ein anderes über einen so langen Zeitraum so großzügig unterstützt. Ihr seid fürwahr unsere teuersten Freunde.......

Und dieses Land voller Schmarotzer und Abkassierer soll noch mehr Hilfe erhalten ???
Stellen sich mehrere Fragen bei mir.

1. wieviel sollen wir noch für die Griechen bluten ?
2. wann kapieren die uns Regierenden VOlksvertreter das man den Griechen nicht helfen kann ? denn bei allem was sie schon bekamen müssten sie saniert sein.
3. wielange wollen WIR das deutsche Steuerzahlende Volk uns das noch gefallen lassen ?

und vor allem WER steht als nächster und hält die Hand auf ? Italien ? Irland ? Spanien ? denn was der eine will möchte der nächste auch - egal wenn der sogenannte Europäische Verbündete dabei auf der Strecke bleibt...

Deutsche bereitet euch darauf vor - demnächst geht ihr nur noch für die Sanierung vom Ausland arbeiten, und unser Land verkommt - siehe Beispiele Strassen und Schulen bei uns.

Wacht auf und geht auf die Strasse !!!
MEHR ZUM ARTIKEL
Rettungspaket der EU Schäuble will Griechenland keinen Kredit gewähren

Auf dem Treffen der 16 Euro-Länder wird über das Wohl und Weh Griechenlands entschieden. Während Gerüchte sich häufen, das ein Rettungspaket für den bankrotten Staat bereits stehen, lehnt Finanzminister Wolfgang Schäuble eine Finanzspritze ab. Und die Griechen? Sie wollen das EU-Geld gar nicht. mehr...

Griechenland Papandreou warnt vor neuer globaler Krise

Könnte die verheerende Schuldenkrise Griechenlands die Weltwirtschaft in neue Schwierigkeiten stürzen? Staatschef Giorgos Papandreou sieht diese Gefahr, sollte die EU durch sein Land destabilisiert werden. Ein Grund der Krise Griechenlands sind Spekulationsgeschäfte, die Deutschland und Frankreich nun stoppen wollen. mehr...

Drohende Pleite So kann die EU Griechenland retten

Die jüngsten Staatsanleihen Griechenlands bedeuten nicht das Ende der Krise. Dennis Snower, Chef des Weltwirtschaftsinstituts, fordert die Einsetzung einer strengen Schuldenkommission. Im Interview mit stern.de erklärt Snower die Risiken einer griechischen Pleite für Deutschland. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe