. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
9. Dezember 2009, 06:47 Uhr

"Nichts kann diese Angriffe rechtfertigen"

Das Entsetzen nach den jüngsten verheerenden Attentaten in Bagdad ist groß. Die Vereinten Nationen verurteilten die Tat scharf. Die Gewalttäter wollten jede Entwicklung zur Normalität im Irak unterbinden. Die Zahl der Todesopfer ist weiter gestiegen.

Bagdad, Anschläge, USA, Vereinte Nationen, UN, Terroristen, Bomben

Entsetzen und Leid in Bagdad: Die Zahl der Todesopfer nach den jüngsten Anschlägen steigt weiter© Ali Abbas/DPA

Die USA und die UN haben die jüngsten Bombenanschläge in der irakischen Hauptstadt Bagdad scharf verurteilt. Diese "abscheulichen terroristischen Bomben" gegen Zivilisten seien "einfach inakzeptabel", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. Auch das US-Außenministerium und der UN-Sicherheitsrat verurteilten die Bombenserie. Die Zahl der Todesopfer nach den Anschlägen vom Dienstag stieg unterdessen auf mindestens 127, die Zahl der Verletzten liegt laut einem Bericht des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira bei weit über 400.

"Nichts kann diese Angriffe rechtfertigen", kritisierte der UN-Generalsekretär nach Angaben des UN-Pressedienstes. Offenkundig sollten die Anschläge den Wahlprozess im Irak unterminieren. Ban forderte die Iraker auf, standfest zu bleiben und ihre entschlossenen Bemühungen um nationale Versöhnung fortzusetzen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sprach sich für enge internationale Kooperation gegen jede Form des Terrorismus aus. Der "Weg zu Frieden, Demokratie und Versöhnung im Irak" könne durch keinen Akt des Terrorismus gestoppt werden, sagte Michel Kafando, Botschafter aus Burkina Faso und gegenwärtiger Vorsitzender des Sicherheitsrates.

Wahlen sollen torpediert werden

In Bagdad waren am Dienstagvormittag von Terroristen insgesamt fünf Bomben innerhalb kürzester Zeit neben öffentlichen Gebäuden gezündet worden. Es war bereits die dritte Serie von Terroranschlägen in Bagdad seit dem Abzug der US-Armee aus der Stadt. Die endgültige Zahl der Opfer der Anschläge vom Dienstag stand noch nicht fest, da die Suche unter den Trümmern noch bis in die Nacht andauerte.

Wenige Stunden nach den Anschläge legte der Präsidentschaftsrat den 6. März als Termin für die Parlamentswahlen fest. Die Wahlen bieten den Irakern die Chance, Politiker abzuwählen, die als unfähig oder korrupt gelten.

Das US-Außenministerium verurteilte die Anschläge und vermutete hinter ihnen das Ziel, nach der Einigung auf ein Wahlrecht weitere politische Fortschritte in Bagdad zu torpedieren. "Es handelt sich nicht um einen Zufall", sagte Ministeriumssprecher Philip Crowley. Jedes Mal, wenn es im Irak Fortschritte gebe, reagieren Extremisten mit Bomben. So waren im August durch eine Bombenserie im Regierungsviertel von Bagdad rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Im Oktober starben 153 Iraker, als kurz hintereinander neben dem Justizministerium und dem Gebäude des Provinzrates Bomben explodierten.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Heinerich (09.12.2009, 12:01 Uhr)
Attentate in Bagdad Teil 2
Ich hoffe nur dass ich mit meinen Überlegungen unrecht habe.
Aber Geheimdienste haben schon ganz andere abscheuliche Sachen angestellt, wie man am Beispiel IRAK gesehen hat,
Auf der einen Seite sollte man aber auch bedenken, wenn die Situation im Irak sich beruhigt hat, dann besteht für die Besatzer eigentlich kein Anlass mehr im Land zu bleiben oder ?
Und das ist doch das Ziel aller Moslems einschliesslich aller Terrorgruppen die in dieser Region leben.
Im Prinzip kein Anlass die Situation mit abscheulichen Attentaten zu verschärfen und den Besatzern einen Vorwand liefern um länger zu bleiben.
Heinerich (09.12.2009, 11:34 Uhr)
Wissen wir denn ganz genau von wem diese
laufenden Attentate verübt werden? Ein Bekennerschreiben, soweit eines existiert, kann jeder verfassen und abschicken.
Kann es nicht auch sein, dass da ganz was anderes hinter steckt?
Vielleicht will jemand auf diese Art und Weise den Irak zwingen die fremden Besatzungstruppen und deren Helfer zu bitten weiterhin im Lande zu bleiben?
Hat man diese Möglichkeit eigentlich schon mal durchgespielt?
Vieleicht sitzen die eigentliche Attentäter oder Drahtzieher ganz wo Anders und versuchten auf diese Art und Weise sich ihre lukerativen Einkünfte zu sichern.
Es ist schon merkwürdig dass solche Mengen von Sprengstoff in eine außerordentlich abgesicherte Zone ohne Kontrolle kommen können.
Motzerator (09.12.2009, 08:03 Uhr)
Warum töten Moslems andere Moslems
Das kann ich einfach nciht begreifen, bei allen diesen Attentaten sind viele Einheimische und Moslems unter den Opfern, also Angehörige der gleichen Religion wie die Attentäter.

Was würde Allah wohl zu solchen Verbrechen sagen?
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe