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Jetzt sogar persönlich: Erdogan wirft Merkel "Nazi-Methoden" vor

Anfang März hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bereits den deutschen Behörden "Nazi-Methoden" vorgeworfen. Jetzt greift er Bundeskanzlerin Angela Merkel sogar persönlich an: "Du benutzt gerade Nazi-Methoden".

Erdogan

Der türkische Präsident Erdogan greift Merkel nun persönlich an: "Du benutzt gerade Nazi-Methoden"

Im Konflikt mit Berlin hat der türkische Präsident der deutschen Bundeskanzlerin nun auch persönlich "Nazi-Methoden" vorgeworfen. In einer vom Fernsehen übertragenen Rede sagte Erdogan am Sonntag an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichtet: "Du benutzt gerade Nazi-Methoden".

Aus Verärgerung über die Absage von Wahlkampfauftritten türkischer Minister hatte er bereits deutschen Behörden "Nazi-Methoden" vorgeworfen und damit Empörung in Berlin ausgelöst. "Eure Praktiken unterscheiden sich nicht von den früheren Nazi-Praktiken", sagte der türkische Präsident Anfang März in einer Rede in Istanbul. Er hätte gedacht, diese Zeit sei in Deutschland längst vorbei - "wir haben uns geirrt", fügte Erdogan hinzu.

Der Präsident äußerte sich auf einer Großveranstaltung vor mehreren tausend Anhängerinnen, auf der er für ein "Ja" beim Verfassungsreferendum im April warb. In hatten die Kommunalbehörden mehrere Wahlkampfveranstaltungen von Ministern aus Erdogans Kabinett unter Verweis auf Sicherheitsbedenken abgesagt. Diese Absagen hatte Erdogan bereits am Freitagabend in einer Rede zu schweren Vorwürfen an Deutschland bewogen. Die türkischen Minister dürften dort nicht sprechen, während Vertreter verbotener Kurdenorganisationen öffentlich das Wort ergreifen dürften. Die deutsche Behörden müssten deshalb "wegen Unterstützung und Beherbergung von Terrorismus vor Gericht gestellt werden", hatte er gesagt.

Türken stimmen im April über ihr politisches System ab

Die Türken entscheiden am 16. April in einem Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems, welches die Machtbefugnisse Erdogans erheblich ausweiten und die des Parlaments beschneiden würde. Auch 1,4 Millionen in Deutschland lebende Türken sind dabei abstimmungsberechtigt.


AFP

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