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10. September 2007, 18:00 Uhr

Die Führer vom Ground Zero

Als am 11. September 2001 zwei Jets in die Türme des World Trade Centers in New York rasten, verloren über 3000 Menschen ihr Leben. Die Hinterbliebenen versuchen seitdem, die Erinnerungen an die Opfer zu bewahren. Von Matthias B. Krause, New York

Das World Trade Center liegt nach dem Anschlag in Trümmern© Fuchs/DPA

Es wird noch bis 2012 dauern, ehe das offizielle Museum am Ground Zero eingeweiht wird - wenn alles nach Plan geht. Solange kümmert sich ein Zusammenschluss aus Angehörigen jener Menschen, die am 11. September in den Trümmern des World Trade Centers in New York starben, um das Gedenken: Neben einem kleinen Museum in der Liberty Street organisiert die "September 11th Families’ Association" auch Spaziergänge rund um den Ground Zero.

Als Führer fungieren New Yorker, die mit dem verhängisvollen Tag direkt verbunden sind. Wie etwa Danny Seaman, ein Schaffner, der bei den Anschlägen seinen Bruder Michael verlor und tagelang nach ihm suchte. Oder Robert Johann, der als Feuerwehrmann nur knapp überlebte, als die Zwilligstürme zusammenfielen.

"Kein Ort des Horrors mehr"

Sie und 200 ihrer Leidensgenossen geben kleinen Gruppen einen intimen, persönlichen Eindruck von dem Tag, der ihr Leben auf den Kopf stellte. Sie alle leiden noch heute auf die eine oder andere Weise unter dem, was sie erlebten. Ihre Gedanken mit den Touristen zu teilen, sei habe sich als "wertvolles therapeutisches Erlebnis" herausgestellt, sagt die Geschäftsführerin der Association, Jennifer Adams.

Fast 40.000 Menschen nahmen während des ersten Jahres an den Touren teil. Die zehn Dollar, die sie kosten, fließen direkt in den Erhalt des Besucherzentrums an der Liberty Street gleich neben dem Ground Zero. Danny Seaman sagt, es tue ihm gut, zweimal im Monat an den Ort zurückzukehren, an dem sein Bruder starb und begraben liegt: "Ich habe es vorher nicht gewusst, aber indem man hierher komm und wieder und wieder darüber redet, wird man desensibilisiert. Es ist kein Ort des Horrors mehr für mich. Es ist einfach nur ein Ort."

Die Association: www.911families.org

Das Besucherzentrum: www.tributewtc.org

Von Matthias B. Krause, New York
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
tagora-sagittara (11.09.2007, 14:58 Uhr)
Ich warte eigendlich immer noch...
auf eine Erklärung, warum ein zweistrahliger Jet in eine Explosionsöffnung passt, in der nicht einmal der Rumpf phyiskalisch reingeht.
Und das Hugo Chávez immer noch keinen "Unfall" hatte, wundert mich doch sehr.
iovialis (11.09.2007, 14:39 Uhr)
Gedenken an den 11. September
am 11.September jährt sich zum 34. Male, der Tag an dem faschistisch-terroristische Kräfte aus Chile mit dem Segen und der Unterstützung der staatlichen Terrororganisationen der USA (u.a. CIA und Militär) die demokratische Unidad Popular Regierung unter Präsident Salvador Allende stützte, Salvador Allende wurde sofort ermordet, zehntausende chilenische Demokraten folgten ihm, weitere zehntausende Chilenen wurden verschleppt, kamen in KZ´s, waren für immer verschollen oder mussten ins Ausland fliehen. Der faschistische US-Statthalter Augusto Pinochet terrorisierte Chile mit dem Wohlwollen aller US-Präsidenten 17 Jahre lang, für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurde er nie belangt. Nach dem Wahlsieg von Salvador Allende und seinem Bündnis der Unidad-Popular, stand Chile sofort wie Cuba, unter der Total-Blockade aller Kapitalistischen Staaten. Der damalige US-Außenminister Henry Kissinger ließ, als der Sieg der linken Kräfte absehbar war, verlauten: "Ich sehe nicht ein, weshalb wir zulassen sollen, dass ein Land marxistisch wird, nur weil die Bevölkerung unzurechnungsfähig ist." Während (und auch schon vor) seinem Amtsantritt hatte Allende also mit Sanktionen und Gegenmaßnahmen der USA zu rechnen. So kam es bereits 1970 zu einem tödlichen Attentat auf General René Schneider, bei dem die CIA und Außenminister Kissinger massiv beteiligt waren. Am 11.September 1973 schlugen dann die vereinigten Terrorkräfte der USA und Chile auf blutigste zu.
 
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