Bei der argentinischen Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner ist Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden. Sie soll am 4. Januar operiert werden, teilte am Dienstag Regierungssprecher Alfredo Scoccimarro mit.

Christina Fernandez de Kirchner bei ihrer Amtseinführung© Daniel Garcia/AFP
Die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner ist an Schilddrüsenkrebs ohne Metastasen erkrankt und wird operiert. Wie Präsidialamtssprecher Alfredo Scoccimarro am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, wurde bei einer Routineuntersuchung am 22. Dezember auf dem rechten Lappen der Schilddrüse ein Karzinom entdeckt. Die Lymphdrüsen seien nicht betroffen. Ein chirurgischer Eingriff ist demnach für den 4. Januar vorgesehen. Kirchner müsse 72 Stunden im Krankenhaus bleiben und anschließend eine 20-tägige Genesungsphase einhalten. Vizepräsident Amado Boudou werde sie deshalb bis zum 24. Januar vertreten.
Die 58-jährige Kirchner war vor knapp drei Wochen für eine zweite vierjährige Amtszeit vereidigt worden. Bei der Präsidentschaftswahl im Oktober hatte sie gleich im ersten Durchgang mehr als 54 Prozent der Stimmen erzielt und wurde damit direkt gewählt.