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21. Januar 2009, 12:51 Uhr

Obama rackert, Bush entspannt

Ungleicher kann ein Tag nicht aussehen: Während sich Ex-US-Präsident George W. Bush in Texas ausruht, hastet sein Nachfolger Barack Obama von Termin zu Termin. Noch an seinem ersten Arbeitstag will der 47-Jährige viele wichtige Entscheidungen treffen. Eine ist bereits gefallen: Obama legte etliche Bush-Verordnungen auf Eis.

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Der eine dankt ab, der andere nimmt die Arbeit auf: Ex-Präsident George W. Bush umarmt seinen Nachfolger Barack Obama herzlich© Paul J. Richards/AFP

Nach einer rauschenden Ballnacht beginnt Barack Obama an diesem Mittwoch mit der Regierungsarbeit. Auf den neuen US-Präsidenten wartet ein vollgepackter erster Arbeitstag: Barack Obama will seinen "Tag 1" im Amt symbolisch aufwerten und früh viele wichtige Entscheidungen treffen. Dazu zählt, was der 47-Jährige bereits im Juli versprach: Dass er den Militäreinsatz im Irak beenden und die Generalstabschefs sofort beauftragen will, einen Rückzugsplan auszuarbeiten. Vor allem aber wird sich Obama mit seinen Beratern über die Wirtschaftskrise austauschen und sein geplantes, hunderte Milliarden Dollar schweres Konjunkturpaket vorantreiben.

Debattieren will Obama auch über die Lage in Afghanistan, wo er das amerikanische Engagement verstärken möchte, um gegen die radikalislamischen Taliban zu kämpfen. Für alle militärischen Beratungen wurden der alte und neue Verteidigungsminister Robert Gates, Generalstabschef Mike Mullen und weitere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats eingeladen. Über eine Videoleitung sollen die Kommandeure im Irak und in Afghanistan, General Ray Odierno und General David McKiernan, zugeschaltet werden. Auf der Tagesordnung steht ferner die Situation im Gaza-Streifen, in dem derzeit die Waffen schweigen.

Darüber hinaus hat Obama einige Entscheidungen der Regierung von George W. Bush bereits rückgängig gemacht oder aufgehalten: So entschied der neue US-Präsident schon in der Nacht auf Mittwoch, alle Terrorismus-Verfahren im umstrittenen Gefangenenlager Guantánamo für die Dauer von 120 Tagen auszusetzen. Besonders umstrittene Verhörmethoden wie das Waterboarding sollen nicht mehr praktiziert werden. Der Stabschef des Weißen Hauses, Rahm Emanuel, wies alle Bundesbehörden an, die von der Bush-Regierung erlassenen, aber noch nicht umgesetzten Verordnungen zu stoppen, bis sie die neue Regierung geprüft habe.

Um 10 Uhr erwartet Obama ein offizieller Gottesdienst in der National Cathedral in Washington. Tagsüber empfängt er mit seiner Frau Michelle Hunderte Besucher im Weißen Haus, um sich besonders bürgernah zu präsentieren. Interessenten konnten sich im Internet um eine Karte bemühen.

Während Obama folglich von Termin zu Termin hastet, schätzt sich sein Vorgänger Bush nach eigenen Worten glücklich, wieder in seinem Heimatstaat Texas zu sein. Seine erste Nacht als Privatmann verbrachte der frühere Gouverneur von Texas auf seiner Ranch in Crawford, wo er als Präsident in den vergangenen Jahren auch enge ausländische Verbündete empfangen hatte. Die Präsidentschaft sei eine Freude gewesen, sagte er am Dienstagabend (Ortszeit) vor 25.000 Unterstützern in Midland. "Aber so toll wie es war - nichts ist so wie Texas bei Sonnenuntergang." Bush erklärte, er komme "mit erhobenem Haupt nach Hause", wenn er in den Spiegel schaue, könne er stolz sein. In naher Zukunft will Bush mit seiner Frau in einen Vorort der Großstadt Dallas ziehen, wo sich die Familie ein Haus kaufte.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
utospatz (22.01.2009, 19:34 Uhr)
Um so schnell und präzise wie
Obama zu werden, müsste Fr.Dr.Merkel sich schnellstmöglch eine eigene christlich markierte Rakete zulegen.
Nur würde es ihr nix nutzen, denn auf deren Steuerdüsen würden tausende christliche Lobbyisten sitzen!
emanuel (21.01.2009, 20:08 Uhr)
Obama
Früh Obama, Mittags Obama, Abends Obama!!! Vernünftige Nachrichten hört mann überhaupt nicht mehr. ES KOTZT EINEN AN!!! Er ist doch nicht Gott
KlaraSinger (21.01.2009, 19:00 Uhr)
Auch ich wünsche Michelle Obama viel Glück und Erfolg
bei der Bewältigung der politischen und wirtschaftlichen Krise der Vereinigten Staaten, die ihm sein Vorgänger eingebrockt hat.
Ich wünsche dem Mann "dessen Vater noch vor 60 Jahren in den USA in keinem Restaurant etwas zu essen bekommen hat" Gottes Segen bei seiner verantwortungsvollen Aufgabe.
Er kann zwar keine Wunder vollbringen, aber er geht mit soviel Begeisterung und Menschlichkeit an seine Aufgabe heran, er könnte einiges schaffen. Ein schweres Erbe tritt er an und ein besonderer Augenblick war wohl auch, als der Hubschrauber mit dem Kriegsverbrecher Bush dann endlich abhob...
Johann58 (21.01.2009, 18:52 Uhr)
da ist es ja nur gut. dasss wir den
allwissenden tetrapanax haben, der alles gut kennt, sich gerne mal im Ton vergreift und seine intellektuelle Ueberlegenheit mit Drecks.... und A... zeigt.
Man erinner nur an Sharon's erste Amtshandlung als Trampeltier aufmoslemischem Heiligtum. Da muss man weder Moslem noch Christ Hindu oder sonst was sein, wenn man andere durch Aktionen beleidigt, dann muss man sich eben nicht wundern wenn man sich keine Freunde macht. Selbst Bush hat inzwischen durchblicken lassen, dass er was den Irak anbetrifft falsch gehandelt hat. Sein treuer Vasall Colin Powell, den ich in zwischen wieder schaetze, hat von der schaerzesten Stunde seines politischen Lebens gesprochen als er wieder besseren Wissens den Mist vor den Vereinten Nationen praesentiert hat. Aber lassen wir das, das sind alles ja nur irgendwelche Medien, nicht wahr Tetrapanax!?
tetrapanax (21.01.2009, 18:39 Uhr)
Klar, Sachsenheini,
muss man China und Russland ernst nehmen. Und wie!!!!! (sonst kriegste deinen Kaffee vergiftet oder ´ne Kugel ins Hirn)
.
Wählst Du alter Haudegen denn auch beim nächsten mal wieder Erich Honecker?!
sachsenwini (21.01.2009, 18:34 Uhr)
Obama könnte für Amerika zu einer ebensolchen Hoffnungs- und Symbolfigur werden wie damals Gorbatschow für Europa,
und eine Wende ist dort ebenso überfällig.
Ich glaube auch, dass die Zeit dafür reif ist.
Amerika hat durch die Lügen und Kriegsverbrechen Bushs viel an Ansehen verloren. Dazu kommt jetzt auch noch der wirtschaftliche Abstieg. Die Kriege im Irak und in Afghanistan sind nicht gewonnen. Das letzte Massaker der Israelis im Gazastreifen hat auch Israel viel Missbilligung und Unverständnis eingebracht.
Inzwischen muss man auch China und Russland respektieren und ernst nehmen.
Ich wünsch dem neuen Präsidenten der USA jedenfalls viel Erfolg, und er möge gut auf sich aufpassen (lassen).
Johann58 (21.01.2009, 17:11 Uhr)
@chatahoochee
man kann ja Bush posthum wie viele andere Politiker und Kriegstreiber zu Helden verklaeren. Eines der besten Beispiele ist ja Ariel Sharon, der uebelste Kriegstreiber im Nahem Osten und jetzt moeglichst potentieller Kandidat fuer den Friedensnobelpreis.
George W. hat Angriffkriege zu verantworten denen 100.000ende Zivilisten zum Opfer gefallen sind Er ist dafuer mitverantwortlich, dass die USA sich ausserhalb der Regeln der Vereinten Nationen bewegt. Er ist fuer Folter und Tod von mehr als 4,000 US Soldaten verantwortlich. Alleine die tatsache, dass es sich um den sogenannten Krieg gegen den terror handelt rechtfertigt nichts von dem. Aus Sicht der DDR waren die Todesschuesse an der Mauer und politische Verfolgung ja dann auch rechtens. In wie weit Obama Bush zur Rechenschaft ziehen kann und wird bleibt abzuwarten. Ich wage mir nicht darueber zu urteilen, mache mir aber meine eigenen Gedanken darueber. Die Familien von inzwischen 4,229 toten Soldaten und geschaetzten 100,000 Verletzen werden sicher nicht alle Ruhe geben. Und Freunde wird Bushh im Iraq bei 1,300,000 Toten auch nicht unbedingt finden.
Blacky007 (21.01.2009, 16:48 Uhr)
@chatahootchee & @Plancklala
Na da scheint ja einiges an noblen Taten, des schlechtsten Präsidenten aller Zeiten, an Ihnen vorbeigezogen zu sein? Schon vergessen, dass er den Grund zum Irakkrieg auf Lügen aufbaute? Waterboarding? Menschensrechtsverletzungen durch von ihm genehmigte Folter?
-
Nur mal kurz zum Nachlesen:
http://www.zeit.de/online/2009/03/obama-us-regierung-guantanamo
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@Plancklala
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Ich habe einge Jahre in den USA gelebt und gearbeitet- bin ein absoluter Amerika-Fan und würde jederzeit auch wieder dorthin ziehen. Nur weil man Bush nicht mag, hat dies nichts mit Antiamerikanismus zu tun. Da wäre ja die Hälfte (die alle gegen Bush waren) ja wohl auch Antiamerikanisch!
Plancklala (21.01.2009, 16:32 Uhr)
Obama tut Bush nichts.
Wer das glaubt sollte seine Gebete an Obama hingehend der überschätzung der eigenen Persönlichkeit überprüfen. In acht Jahren werdet ihr immer noch nichts neues sagen: Obama war der Präsident der Bush nichts getan hat. Ich würde sagen daran lässt sich bereits die Krise des Antiamerikanismus erkennen. Oder man schafft es von Bush-Hitler auf Obama-Osama. Die frage wäre nur welche parallelität man in diesen Polaritäten nicht wahrnimmt.
man denke dabei mit: völkerrechtswidrig ist, was gegen die großzahl an ekelhaften Regimen (nein, ich meine nicht die usa, die sind bekanntlich demokratisch) in der UNO agiert.
Bebuquin (21.01.2009, 15:59 Uhr)
@chatahootchee
völkerrechtswidrige Angriffskriege? Folter?
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