Deutsche und Briten nähern sich bei Etatplan an

23. November 2012, 14:17 Uhr

Beim Geld hört die Freundschaft auf: Auf dem EU-Gipfel in Brüssel streiten sich die Staats- und Regierungschefs um das gemeinsame Budget. Doch nun zeigt Merkel Sympathie für Camerons Kürzungswünsche.

EU-Gipfel, Haushalt, Europa, Finanzen, Großbritannien, Deutschland

Findet die Position von Großbritanniens Premierminister David Cameron sympathisch: Bundeskanzlerin Angela Merkel©

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Großbritanniens Premierminister David Cameron sind sich beim verfahrenen EU-Haushaltsgipfel ein kleines Stück nähergekommen. Merkel habe für die Position Großbritanniens "Sympathie erkennen lassen", sagten britische Diplomaten nach einem bilateralen Gespräch zwischen Merkel und Cameron am Rande des Gipfels in Brüssel am Freitag. Ob dies ausreicht, um ein Scheitern des Gipfels zu verhindern, galt als unwahrscheinlich. "Wir müssen abwarten", hieß es aus der britischen Delegation.

Großbritannien ist derzeit wegen seiner Forderung nach Kürzungen im Sieben-Jahres-Etat der Union und dem Erhalt seines "Britenrabatts" in voller Höhe das Haupthindernis für eine Einigung. Deutschland hat in den Verhandlungen aber kein Interesse daran, eine Situation entstehen zu lassen, die Großbritannien gegenüber den anderen 26 EU-Ländern isoliert.

Zudem liegt Deutschland - wie Großbritannien Nettozahler in der EU - mit seiner Verhandlungsposition weniger weit von der Briten entfernt als andere Länder wie etwa Frankreich. Beide wollen einen schlankeren Haushalt, die deutschen Forderungen sind jedoch moderater.

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