7. November 2012, 19:42 Uhr

Abstimmung und Tränengas in Athen

Der griechische Premier Samaras spricht von der "wichtigsten Entscheidung seit Jahrzehnten": In Athen stimmt das Parlament über das Sparprogramm ab. Zehntausende protestierten - zum Teil gewaltsam.

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Hunderttausende gegen Milliarden-Einsparungen: Trotz einer erdrückenden Schuldenlast haben am Mittwoch viele Griechen massiv gegen das neue Sparpaket protestiert, das am Abend im Parlament zur Abstimmung anstand. Während Streiks landesweit große Teile der Wirtschaft lahmlegten, versammelten sich vor dem Parlament in Athen Zehntausende von Menschen, um gegen die neue Sparpläne zu demonstrieren. Das Paket mit einem Volumen von 13,5 Milliarden Euro ist Voraussetzung für weitere Hilfen aus dem Ausland in Höhe von 31,5 Milliarden Euro für Athen. Bei einem Nein in der für den späten Abend erwarteten Abstimmung wäre Griechenland praktisch pleite.

Am Abend versammelten sich vor dem Parlament in Athen nach Schätzungen der Polizei rund 70.000 Menschen, um gegen die Sparpläne zu protestieren. Zum Teil vermummten Krawallmachern gelang es am Abend, die Demonstration ins Chaos zu stürzen. Rund 200 von ihnen warfen Brandflaschen auf die Polizei. Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Tausende Menschen flüchteten in Panik von dem Platz vor dem Parlament, wo am Abend gespannte Ruhe herrschte.

Aus Angst vor Ausschreitungen hatte die Polizei in Athen starke Einheiten zusammengezogen. Die Straßen rund um das Parlament wurden bereits am Nachmittag abgesperrt.

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