Die Menschen vor allem in Südeuropa haben die Nase voll von der EU-Sparpolitik. Sie verarmen zusehends. Hunderttausende machten ihrem Ärger Luft. In Lissabon schlugen die Proteste in Gewalt um.
Mit einer deutlichen Geste macht ein Demonstrant vor dem Parlamentsgebäude in Lissabon deutlich, was er von dem "Spardiktat der EU" hält. In ganz Südeuropa wurde gestern gegen die Sparpolitik demonstriert, die helfen soll, die krisengeschüttelten Schuldenstaaten zu stabilisieren, aber gleichzeitig die Menschen immer mehr in die Arbeitslosigkeit und Not treibt.
In der portugiesischen Hauptstadt hatte sich die Stimmung derart aufgestaut, dass am Abend eine Portestkundgebung, die Teil des Generalstreiks war, eskalierte. Nachdem Demonstranten auf dem Vorplatz des Parlamentsgebäudes in Lissabon Polizisten mit Steinen, Flaschen, Böllern und Farbbeuteln beworfen hatten, gingen die Beamten massiv gegen die Demonstranten vor.