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Sieben Soldaten sterben bei Auseinandersetzung

Ungeachtet der Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und der linken FARC-Guerilla kommt es in Kolumbien weiter zu Gefechten. Im Süden des Landes starben bei einem Einsatz sieben Soldaten.

Bei Kämpfen mit Rebellen in Kolumbien sind am Mittwoch sieben kolumbianische Soldaten getötet worden. Nach Angaben der Armee wurden fünf weitere Soldaten bei den Gefechten nahe San Antonio de Getucha in der Südprovinz Caquetá verletzt. Das Gebiet wird von den Rebellen kontrolliert. Dem kolumbianischen Geheimdienst zufolge wurden bei den Kämpfen auch zahlreiche FARC-Rebellen getötet und verletzt, wie die Armee weiter mitteilte. Die Auseinandersetzungen waren die heftigsten seit dem Beginn der Friedensgespräche zwischen der Regierung des lateinamerikanischen Landes und der FARC.

Gegründet wurde die FARC 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer. In dem knapp 50 Jahre dauernden Konflikt wurden Schätzungen zufolge bislang 600.000 Menschen getötet. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden zudem vier Millionen Menschen vertrieben. Alle bisherigen Versuche, Frieden zu schließen, scheiterten.

Friedensverhandlungen in Havanna

Der Aufstand der FARC hält seit fünf Jahrzehnten an. Die Marxisten-Gruppe hatte am 20. Januar einen einseitigen Waffenstillstand beendet. Sie verlangt ein Ende aller Militäraktionen. Präsident Juan Manuela Santos will jedoch erst nach einem Friedensschluss die von den USA unterstützten Offensiven einstellen.

Die Regierung und die FARC verhandeln seit November in Havanna über eine friedliche Lösung des Konflikts in dem Andenstaat. Zuletzt hatten beide Seiten von Fortschritten gesprochen. Die Rebellen hatten zudem die baldige Freilassung von zwei Polizisten und eines Soldaten angekündigt, die sie im Januar in ihre Gewalt gebracht hatten.

ds/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters

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