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Obama das vierte und letzte Mal vereidigt

Auf den Stufen des Kapitols hat Barack Obama seinen Eid legt. Es war der vierte in zwei Amtszeiten. "Unsere Arbeit beginnt heute", teilte er zuvor mit.

  "Ich, Barack Obama, schwöre...." Unter den Augen seiner Ehefrau Michelle legt US-Präsident seinen Amtseid ab.

"Ich, Barack Obama, schwöre...." Unter den Augen seiner Ehefrau Michelle legt US-Präsident seinen Amtseid ab.

Vor mehreren Hunderttausend Zuschauern hat US-Präsident Barack Obama zweieinhalb Monate nach seiner Wiederwahl auf den Stufen des Kapitols in Washington den Amtseid abgelegt. Die Zeremonie markierte den Höhepunkt zum Auftakt seiner zweiten Amtszeit. Anschließend wollte der erste schwarze Präsident in seiner Antrittsrede einen Vorgeschmack auf seine zentralen Anliegen für die kommenden vier Jahre geben. "Wir haben eine Chance, zu beenden, was wir begonnen haben. Unsere Arbeit beginnt heute. Los geht's", hatte Obama kurz zuvor seinen Anhänger über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt.

Der 51-Jährige sieht sich mit vielen Problemen konfrontiert, die bereits seine erste Amtszeit prägten: hohe Arbeitslosigkeit, ein schwieriges Wirtschaftsumfeld, ein gigantischer Schuldenberg und ein tiefer ideologischer Graben zwischen den politischen Lagern, der es extrem schwer macht, Kompromisse zu schmieden. Im Mittelpunkt der kommenden Monate wird unter anderem die Debatte um die Sanierung des Staatshaushalts stehen. Außerdem will sich Obama nach dem Massaker an einer Grundschule in Connecticut im Dezember für schärfere Regeln zum Waffenbesitz einsetzen. Auf der Agenda hat er auch eine Reform der Einwanderungsgesetze und des Steuerwesens.

Keine konkreten Vorschläge in der Rede

Außenpolitische Herausforderungen stellen sich unter anderem in Afghanistan, wo Obama den US-Kriegseinsatz beenden will, oder in Nordafrika, wo Islamisten im Aufwind sind, wie jüngst erst wieder die Geiselnahme in einer Erdgasanlage in Algerien gezeigt hat. Ungelöst ist auch der Streit mit dem Iran um dessen Atomprogramm. Mit konkreten politischen Vorschlägen wurde in der Ansprache nicht gerechnet. Dies dürfte sich der Präsident für seine jährliche Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress am 12. Februar aufheben.

Am Sonntag legte Obama den Amtseid bereits im kleinen Kreise im Weißen Haus ab. Die Verfassung schreibt vor, dass der Präsident stets an einem 20. Januar sein Amt antritt. Die Hauptfeierlichkeiten wollte Obamas Planungsstab jedoch nicht am Sonntag abhalten, weshalb die öffentliche Vereidigung auf Montag gelegt wurde. Insgesamt hat Obama den Amtseid damit bereits vier Mal abgelegt, denn beim Einzug ins Weiße Haus vor vier Jahren war eine Wiederholung nötig, weil der oberste Richter der USA, John Roberts, sich bei der eigentlichen Vereidigung versprochen hatte.

nik/Reuters/Reuters

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