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Bei der Griechenland-Hilfe geht es laut Finanzminister Schäuble nicht nur um Hilfe für ein Land, sondern um die Stabilität des gesamten Euro-Raumes. Den Steuerzahler soll das aber nichts kosten.
Vor dem EU-Gipfel ist eines klar: Die Bundesregierung wird es schwer haben, die Fraktionen und die Wähler von einem Kompromiss zu überzeugen. Die Richtungslosigkeit der vergangenen Monate rächt sich.
Die Staatspleite Griechenlands steht unmittelbar bevor. Ohne Hilfsleistungen der Europäischen Union sind die Helenen schon im kommenden Monat pleite. EU-Hilfe soll fließen, doch nur wenn die Griechen weiter massiv sparen. Ein entsprechendes Programm hat die Athener Regierung verabschiedet.
Europa bastelt an einem weiteren Hilfspaket für Athen. Die EU-Staaten wollen das Geld jedoch nicht einfach so locker machen. Sie fordern, dass Athen Spar- und Privatisierungszusagen endlich konsequent umsetzt.
22,4 Milliarden Euro will Berlin den siechen Griechen in den nächsten drei Jahren pumpen. Doch der deutsche Anteil am europäischen Rettungspaket könnte noch steigen. Die SPD spricht von "unkalkulierbaren Risiken".
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Milliarden-Kredite für Griechenland im Bundestag als "alternativlos" verteidigt. Sie sieht Europa am Scheideweg.
Finanzminister Wolfgang Schäuble trifft sich heute mit Vertretern der deutschen Banken, um über eine Beteiligung am Griechenland-Hilfspaket zu sprechen. Die Griechen protestieren unterdessen gegen den harten Sparkurs ihrer Regierung weiter. Auch die Beamten wollen in den Ausstand treten.
Der Countdown läuft. Bis Mitte Mai müssen Hilfsgelder an Griechenland fließen, sonst ist das Land zahlungsunfähig. Eine Situation, die alle Euro-Staaten in Schwierigkeiten bringen würde. Die EU dringt daher auf eine schnelle Entscheidung. Deutschlands Zurückhaltung macht Sorgen.
Dicke Luft in der Koalition: Vor den Beratungen zur Griechenland-Hilfe stellt die FDP offen die Fähigkeiten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) infrage.
Es droht Knatsch auf dem EU-Gipfel nächste Woche: Kommissionspräsident Barroso hat Deutschland und andere Mitgliedsstaaten zu direkten Finanzhilfen für Griechenland aufgefordert. Bundeskanzlerin Merkel ist davon gar nicht begeistert.
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