Startseite

Harlem Désir neuer Sozialisten-Chef

Mit stabiler Mehrheit haben Frankreichs Sozialisten Harlem Désir zu ihrem Vorsitzenden gewählt - keine leichte Aufgabe für den Europaabgeordneten.

  Der neue Parteichef der französischen Sozialisten: Harlem Désir

Der neue Parteichef der französischen Sozialisten: Harlem Désir

Es ist nicht unbedingt ein Traumjob, den Harlem Désir übernimmt. Denn Frankreichs Sozialisten, zu deren Parteichef der 52-jährige Europaabgeordnete nun gewählt wurde, stellen zwar den Präsidenten François Hollande und haben im Parlament die Mehrheit. Doch angesichts der Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit wächst der Unmut der Franzosen über ihre neue Regierung - und der linke Parteiflügel rebelliert gegen die Sparpläne der Regierung. Désir wird alle Hände voll zu tun haben, Hollande zumindest in der eigenen Partei den Rücken frei zu halten.

Bereits seit Mitte September steht Désir provisorisch an der Spitze der PS. Seine Vorgängerin Martine Aubry trat vorzeitig von ihrem Amt zurück, das sie ohnehin zum Parteitag der Sozialisten Ende Oktober in Toulouse abgeben wollte. Im Vergleich zur streitlustigen Aubry ist Désir ein zurückhaltender Politiker: Er pflegt ein gutes Verhältnis zur Parteibasis, ein mitreißender Anführer ist er aber nicht. Dem 52-Jährigen, seit 30 Jahren bei den Sozialisten und seit 1999 im Europaparlament, wird auch in den eigenen Reihen hinter vorgehaltener Hand ein Hang zu einer hölzernen Funktionärssprache nachgesagt.

Lange liegen die Zeiten zurück, in denen Désir, dessen Vater aus Martinique stammt, als Gründer und junger Vorsitzender der Anti-Rassismus-Gruppe SOS Racisme mit leidenschaftlichen Plädoyers gegen Fremdenfeindlichkeit für Furore sorgte. Die Organisation mit ihrem Logo einer gelben Hand und dem Slogan "Mach meinen Kumpel nicht an!" startete aufsehenerregende Aktionen zur Integration von Migranten und fand bald europaweit Nachahmer.

Der "Verwalter" Désir

Bis 1992 stand Désir an der Spitze von SOS Racisme, dann machte er bei den Sozialisten Karriere: 1994 wurde er Mitglied des Nationalrats der Sozialisten, einer Art Parteiparlament, drei Jahre später stieg er in das Führungsgremium der Partei auf. Aubry machte ihn 2008 zum Nationalsekretär für die Koordinierung der Partei und damit zur Nummer zwei.

Désir wird keinem Parteiflügel zugeordnet, er gilt auch nicht als enger Vertrauter von Hollande oder Regierungschef Jean-Marc Ayrault. Ein Ministeramt hatte der zweifache Vater, der in seiner Geburtsstadt Paris ein Philosophiestudium absolvierte, nie inne.

Als "Verwalter" bezeichnet ihn der Politikwissenschaftler Rémi Lefebvre, wobei dies keineswegs als Kritik zu verstehen ist. Als die Sozialisten im Herbst 2011 nach einem Herausforderer für den damaligen konservativen Staatschef Nicolas Sarkozy suchten und Parteichefin Aubry bei den internen Vorwahlen gegen Hollande antrat, übernahm Désir erstmals vorübergehend die Parteiführung. Es gelang ihm, den Zusammenhalt der Partei trotz der Auseinandersetzungen zwischen den Kandidaten zu bewahren.

Schwarzer Fleck auf Désirs weißer Weste

Einen dunklen Flecken gibt es allerdings in Désirs Biographie: Anfang der 90er Jahre erhielt er über Monate ein Gehalt von einem Bildungswerk der Stadt Lille, für das er gar nicht arbeitete - 1998 wurde er deswegen zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt.

Désir sagt von sich selbst, Menschen zusammenführen zu können. Die Marschroute für die Sozialisten gab er im September vor: "Wir brauchen eine sozialistische Partei, die vollkommen mobilisiert ist und vereint hinter dem Präsidenten und der Regierung steht." Wie schwer das wird, wurde ihm vergangene Woche bei der Abstimmung über den europäischen Fiskalpakt in der Nationalversammlung erneut vor Augen geführt: Nur mit Mühe kam eine linke Mehrheit für den Pakt zusammen, 20 sozialistische Abgeordnete stimmten gegen den Vertrag.

von Fabian Erik Schlüter, AFP/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools