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1. Juli 2008, 11:39 Uhr

Sarkozys Pläne für Europa

Präsident Nicolas Sarkozy hat zum Auftakt der französischen EU-Ratspräsidentschaft vier Prioritäten benannt: Klimaschutz, Agrarpolitik, Einwanderung und Verteidigung. Trotz dem Nein der Iren hält er am Reformvertrag fest. Die Blockade des polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski, letzteren zu unterschreiben, erschwert die Situation jedoch.

Von 1. Juli an hat Frankreich die EU-Ratspräsidentschaft inne: Zur Feier des Tages strahlt der Eiffelturm in Paris in den Farben der EU-Flagge© Pascal Le Segretain/Getty Images

Nach dem Nein der Iren zum Reform-Vertrag will Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Europa eine Schutzfunktion geben und es bürgernäher machen. "Die Europäer befürworten Europa, aber sie verlangen jetzt Schutz gegen die Risiken der Globalisierung - und da hakt es", sagte Sarkozy, der für die kommenden sechs Monate an der Spitze der Europäischen Union steht. Um Mitternacht übernahm Frankreich turnusgemäß die Ratspräsidentschaft von Slowenien - mitten in der Reform-Krise der EU.

Die wurde jüngst erschwert durch eine Meldung aus Osteuropa: Der polnische Präsident Lech Kaczynski lehnte die Unterzeichnung des bereits vom Parlament ratifizierten EU-Reformvertrags ab. Nach dem Nein der Iren zu dem Vertragswerk sei dies gegenstandslos geworden, sagte Kaczynski der Zeitung "Dziennik". "Die EU funktionierte, funktioniert und wird auch weiter funktionieren", sagte Kaczynski. Die Schwierigkeiten des Reformvertrags bedeuteten somit nicht das Ende der Gemeinschaft von 27 Staaten.

Irland war das einzige Land, in dem der neue Grundlagenvertrag der Europäischen Union den Bürgern zur Abstimmung vorgelegt wurde. Nach dem negativen Votum hat die EU ihre Entscheidung über das weitere Vorgehen bis Oktober vertagt. Die anderen Mitgliedsstaaten wurden gebeten, mit der Ratifizierung des Vertrags von Lissabon fortzufahren. Am Montag hatte aber auch Bundespräsident Horst Köhler die Ratifizierung des EU-Reformvertrages gestoppt. Das Staatsoberhaupt folgte damit einer Bitte des Bundesverfassungsgerichts. Die Karlsruher Richter prüfen zur Zeit mehrere Klagen gegen den Reformvertrag.

Für einen neuen EU-Klimapakt

Zu den Schwerpunkten des französischen Ratsvorsitzes zählt ein Einwanderungspakt, der Massenlegalisierungen von Einwanderern wie in Spanien ausschließt. Sarkozy will zudem die EU-Verteidigungspolitik voranbringen und den EU-Klimapakt unter Dach und Fach bringen: So sollte der Treibhausgas-Ausstoß der EU bis 2020 um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden, der Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt und der Anteil erneuerbarer Energien in Europa auf 20 Prozent gesteigert werden.

Bis Ende des Jahres steht auch die Überprüfung der milliardenschweren Agrarsubventionen an. Zudem will Sarkozy konkrete Antworten auf EU-Ebene auf die hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise durchsetzen, beispielsweise mit Steuererleichterungen. So fordert er eine Absenkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie auf 5,5 Prozent - anstelle der bisher üblichen 19,6 Prozent (in Frankreich).

Neben Preisstabilität auch Wachstum als EZB-Ziel

Auch kritisiert der französische Präsident die Zielsetzung der Europäischen Zentralbank (EZB): Nicht nur auf eine Eindämmung der Inflation sollte sich diese beschränken, sondern auch das europäische Wachstum fördern, meint Sarkozy. Eine Zinserhöhung mache deshalb keinen Sinn. Erwartet wird eine solche für die EZB-Sitzung von kommendem Donnerstag.

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KOMMENTARE (10 von 11)
 
Kommentator21 (02.07.2008, 19:07 Uhr)
Österreich: SPÖ verabschiedet sich von Pro-EU-Kurs
na also, geht doch, alle haben das diktatorische Gehabe gewisser arroganter Kommissare und nicht legitimierte Kommissionen (die an Fäden im Hintergrund gezogen werden) satt.
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5983923049f.0.html
Is2a3bella (02.07.2008, 12:57 Uhr)
@ MamfredBuchholz
Gerne hinterlasse ich Ihnen folgenden Kommentar auch hier!!!!!
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Completion.....
Ich persönlich möchte im weiteren korrigieren
Bilderberg Group, damit mir hier keine Verwechslungen entstehen.
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Beautiful
Loved
Blessed
_________
ReGen
---
Sonnengruß,
In2a3bella
Is2a3bella (02.07.2008, 12:51 Uhr)
Was sagen Sie zu folgendem Herr Nicolas Sarkozy?
Headline Artikel www.stern.de
"Wie schlimm Staatsschulden sind"
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"Aber wie schlimm ist Deutschlands Verschuldung wirklich? ... stern.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema Staatsschulden."
---
Andere Frage.....
WIE SCHLIMM IST DER VERRAT AM VOLK?
---
„Die Regelung sieht vor, dass die MdEPs wählen können, welchem Steuerrecht sie sich unterwerfen wollen – dem jeweiligen nationalen oder einer eigenen EU-Besteuerung.“
„Angesichts der monatlichen Diäten von rund 7000 Euro schätzt Koch-Mehrin den Vorteil durch die günstigere EU-Besteuerung „im Schnitt auf ungefähr 1000 Euro im Monat.“
http://www.focus.de/politik/deutschland/mitten_aus_berlin/mitten-aus-berlin-politische-grillsaison_aid_315088.html
Kommentator21 (01.07.2008, 21:20 Uhr)
es geht voran...
die Ablehnungsfront wächst und wächst.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,563314,00.html
Tschechiens Präsident unterstützt Polens Kurs gegen die EU
Europa schlittert immer tiefer in die Krise: Kaum hat Polens Präsident Kaczynski angekündigt, den EU-Reformvertrag nicht zu unterzeichnen, erhält er Unterstützung von seinem tschechischen Amtskollegen Vaclav Klaus. Der Staatschef hält die EU-skeptische Haltung für "sehr vernünftig".
Kommentator21 (01.07.2008, 19:22 Uhr)
User Französin = Stalinist
klar Nationalismus zu unterdrücken war der Genosse Stalin Meister, der kleine Wermutstropfen waren ca. 30 Mio ermordete Menschen, das verdrängen gern die Kommunismus Anhänger.
Nationalismus zu unterdrücken klingt sehr "demokratisch", wie man es von den Dummmenschen gewohnt ist.
Mit anonymen Bilderberger Kommissionen die aus Brüssel diktieren den Europäern beginnt das Paradies auf Erden, sicherlich. lol
Franzoesin (01.07.2008, 18:43 Uhr)
Europäische Union
Die beste Lösung , um jeden Nationalismus zu unterdrücken, was die BRD-GRünen und Anti-Leute begeistern dürfte, ist, dass die Europäer Franzosen werden - so gibt es ein Groß-Frankreich - worauf die Franzosen übrigens seit 1.000-Jahren intensiv mit Erfolg hinarbeiten und keinerlei Diskussionen mehr.
Kommentator21 (01.07.2008, 18:14 Uhr)
ja Buchholz und morgen ist Weihnachten
Klar, das die Freimauerer/ Bilderberger mit hängen und würgen und keifen die Eu Diktatur gegen die Bevölkerung etablierern wollen.
http://www.0815-info.de/News-file-article-sid-10167.html
http://img160.imageshack.us/img160/164/dk1lg3.png
Kommentator21 (01.07.2008, 18:05 Uhr)
Bilderbergerklub...
..ist geil ihre EU Diktatur zu etablieren und die Demokratie zu vernichten, die Freímaurer bangen um ihre Profitraten, und schwitzen Blut und Wasser das Wisch nicht zu Stande kommt.
MamfredBuchholz (01.07.2008, 17:29 Uhr)
natürlich ist die EU
...politisch so legitimiert wie Kim Jong Il. Es gibt ja auch nie Europawahlen und sämtliche an der EU beteiligten Regierungen sind durch blutiges Putschen an die Macht gekommen...
kosherpork (01.07.2008, 16:41 Uhr)
wessen Pläne für wen?
Sarko hat Pläne für Europa? Mitnichten: er hat Pläne für sich und die EU - und die ist so politisch legitimiert wie Kim Jong Il. Danke Polen, danke Ireland, danke Holland, danke France. Und in Deutschland, danke Herr Gauweiler, danke Herr Köhler.
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