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9. Juli 2010, 20:32 Uhr

Betancourt verklagt Kolumbien auf Schadenersatz

Zwei Jahre nach ihrer Befreiung aus der Geiselhaft hat die kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt das lateinamerikanische Land auf 5,3 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Die 48-Jährige will damit psychische Schäden und Verdienstausfall entschädigt haben.

Betancourt, FARC, Entschädigung, Geiselhaft

War mehr als sechs Jahre lang in der Hand der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens, FARC© AFP

Zwei Jahre nach ihrer Befreiung aus der Gewalt der linksgerichteten FARC-Rebellen fordert die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt von Kolumbien eine millionenschwere Entschädigung. Insgesamt verlangt Betancourt für die sechsjährige Geiselhaft umgerechnet 5,3 Millionen Euro von der Regierung in Bogotá, wie kolumbianische Medien am Freitag berichteten. Mit der Zahlung sollten die von ihr erlittenen finanziellen und psychischen Schäden ausgeglichen werden.

Betancourt war in der vergangenen Woche erstmals seit dem Geiseldrama in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die Franko-Kolumbianerin war am 2. Juli 2008 nach mehr als sechs Jahren in der Hand der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) gemeinsam mit 14 weiteren Geiseln befreit worden. Seitdem hielt sich Betancourt im Ausland auf. Im September sollen ihre Memoiren erscheinen.

zen/AFP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
kalila2003 (12.07.2010, 15:54 Uhr)
sie hat Alles verursacht!
selber schuld, wenn Sie trotz alle Warnungen in einer gefährlichen Zone sich und ihre Untergeordneten in Gefahr gebracht hat. Ohne Rücksicht auf Ihre Familie hat sie sich entführen lassen, in der Hoffnung, dass Sie schnell als Heldin freigelassen werden würde. Sie ist eine Heldin in Frankreich, weil dort nur ihre eigene Autobiografie bekannt ist, wo sie sich als Heldin darstellt. In Kolumbien ist es aber bekannt, dass Sie einfach eine oportunistische Politikerin ist.
Erstaunlich, was die Medien aus so eine Person machen können... Heldin? von wegen...
reimberto (10.07.2010, 16:16 Uhr)
Seinerzeit Kandidatin.....
Zum Zeitpunkt ihrer Entfuehrung war die
Dame Praesidentschaftskandidatin und
wurde waehrend ihrer Kampagne entfuehrt und war sich des Risikos bewusst.
Sicher hat sie Schweres durchgemacht wie
andere Geiseln der Farc auch,die nicht das
Glueck hatten oder haben,"Franco-Kolumbianer" zu sein.
Mit ihren Memoiren wird sie genug Geld verdienen,um nicht den Staat zur Kasse zu
bitten,der alles-letztlich erfolgreich-unternommen hat,um sie zu befreien,
denn das waere ganz mies.
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