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Der libanesische Industrieminister Gemayel ist bei einem Attentat ums Leben gekommen. Im Libanon wächst nun die Angst vor einer Eskalation der politischen Spannungen. US-Präsident Bush und Kanzlerin Merkel verurteilten den Anschlag.
Auch fünf Tage nach Ausbruch der Gewalt kommt der Libanon nicht zur Ruhe: Bei schweren Gefechten im Norden des Landes starben mehr als ein Dutzend Menschen.
Nur wenige Tage vor der Geberkonferenz in Paris hat ein Generalstreik den ohnehin krisengeschüttelten Libanon lahm gelegt, bei Zusammenstößen wurden mehrere Menschen getötet. Jetzt gaben die Demonstranten den Streikabbruch bekannt.
In Beirut ist der ermordete libanesische Industrieminister Pierre Gemayel beigesetzt worden. Doch damit ist der Konflikt noch lange nicht begraben. Hunderttausende nutzen den Trauerzug als Demonstration gegen Syrien. Der große Nachbar soll in den Anschlag verwickelt sein.
Die internationale Gemeinschaft unterstützt den von Kriegsfolgen zerrütteten Libanon und seine bedrängte Regierung mit mehr als 7,6 Milliarden US-Dollar. Zeitgleich eskalierte in Beirut die Gewalt, bei Straßenschlachten gab es mindestens drei Tote.
Die pro-westliche Fraktion um Saad Hariri hat die Parlamentswahl im Libanon gewonnen. Sie holte weit mehr als die Hälfte der Sitze. Hariri sprach von einem "Sieg für die Demokratie". Israel nahm das Ergebnis mit großer Erleichterung auf. Ein Sieg des Hisbollah-Blocks hätte ein ernsthaftes Problem für das Land bedeutet.
Die UN setzen ihre humanitäre Hilfe im Gaza-Streifen vorerst aus. Der Grund: Israelische Soldaten haben einen ihrer Hilfskonvois beschossen, mindestens ein Mensch ist dabei gestorben. Auch das Rote Kreuz wurde beschossen. Unterdessen wurde bekannt, dass ein dritter israelischer Soldat innerhalb von 24 Stunden getötet wurde.
Aus dem Libanon sind am Morgen Raketen auf den Norden Israels abgefeuert worden. Israel hat das Feuer erwidert und vermutet hinter der Aktion militante Palästinensergruppen. Die Hisbollah im Libanon wies jede Schuld von sich. Im Konflikt im Gaza-Streifen soll es erneut eine Feuerpause geben.
Neue Töne aus Nahost: Seit einigen Stunden schweigen die Waffen zwischen Israelis und Hamas. Mit der Waffenruhe, dem Willen Israels, mit Libanon und Syrien zu verhandeln, könnte für die ganze Region ein neues Kapitel beginnen, sagte der syrische Außenminister jetzt.
Im Libanon hat die Gewalt über den Staat triumphiert, aber die Hisbollah greift nicht nach der Macht. Zwar herrscht nun eine Kultur der Angst - doch es ist auch eine große Chance für die Lösung vieler Probleme, die seit Jahren nicht angegangen wurden. Ein Kommentar von Jan Rübel.
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Fuad Siniora ist seit dem 30. Juni 2005 als Nadschib Miqatis Nachfolger Ministerpräsident des Libanon. Er gehört zur Gruppe der Sunniten, die nach der Verfassung von 1999 den Regierungschef stellen (die zwei Präsidentenämter - Staatspräsident und Parlamentspräsident - sind im Sinne einer konfessionellen Parität den Christen bzw. den schiitischen Moslems vorbehalten). Nach dem Studium an der Amerikanischen Universität in Beirut war Siniora zunächst bei der Citibank beschäftigt, bevor er in den...
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