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Japans Minister fordert Pflegebedürftige zum raschen Sterben auf

Rund ein Viertel der 128 Millionen Japaner sind über 60 Jahre alt - die Kosten für Pflegebedürftige sind Finanzminister Taro Aso zu hoch. Deshalb ruft er dazu auf, schneller zu sterben.

  Schon 2001 zog Aso Unmut auf sich, als er sagte, erfolgreiche Länder seien die, in denen "reiche Juden" leben wollten

Schon 2001 zog Aso Unmut auf sich, als er sagte, erfolgreiche Länder seien die, in denen "reiche Juden" leben wollten

Japans Finanzminister Taro Aso hat bei einem Treffen des Rates für die Reform der Sozialversicherung drastische Reformvorschläge geäußert. "Gott bewahre, wenn man zum Leben gezwungen ist und sterben will - man kann nicht ruhig schlafen, wenn man daran denkt, dass alles von der Regierung bezahlt wird", sagte der 72-jährige Minister bei dem Treffen. "Das Problem wird nicht gelöst, bis man sie möglichst rasch sterben lässt." Er selbst habe schriftlich verfügt, dass er "schnell sterben" wolle.

Aso bezeichnete Patienten, die künstlich ernährt werden, als "Röhrenmenschen". Später ruderte er zurück und sagte, er habe lediglich seine "persönliche" Meinung geäußert und nicht über die Aufgaben des Gesundheitssystems für Pflegebedürftige gesprochen. "Es ist wichtig, das man seinen Lebensabend in Frieden verbringen kann", betonte Aso dann.

Lediglich "persönliche" Meinung geäußert

Nicht zum erste Mal trat der aus einer angesehenen Industriellenfamilie stammende ehemalige Regierungschef mit fragwürdigen Äußerungen hervor: 2001 zog Aso Unmut auf sich, als er sagte, erfolgreiche Länder seien die, in denen "reiche Juden" leben wollten.

Altern ist ein sensibles Thema im ehemaligen Kaiserreich: Japan gehört weltweit zu den Länder mit der ältesten Bevölkerung. Rund ein Viertel der 128 Millionen Japaner sind bereits über 60 Jahre alt. Es wird damit gerechnet, dass diese Bevölkerungsgruppe bis 2050 auf 40 Prozent der japanischen Gesamtbevölkerung anwächst. Zugleich schrumpft die Zahl der Sozialversicherten, die die Kosten für Gesundheitsversorgung und Pflege letztlich tragen.

vale/AFP/AFP
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