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Beim Einmarsch israelischer Truppen in die Stadt Gaza sind in der Nacht zum Mittwoch elf Palästinenser ums Leben gekommen.
Israels Armee hat eine wichtige Voraussetzung für ein endgültiges Ende der Kämpfe im Gaza-Streifen erfüllt. Nach eigener Darstellung hat sie den Abzug aus dem Palästinensergebiet nun abgeschlossen. Zudem wurden Grenzübergänge nach Gaza eingeschränkt geöffnet. Der Waffenstillstand bleibt dennoch brüchig.
Ungeachtet internationaler Forderungen nach einer Waffenruhe hat die israelische Luftwaffe erneut mehrere Dutzend Kampfeinsätze im Gaza-Streifen geflogen. Auf israelischem Boden schlugen zehn Raketen der islamistischen Hamas ein. Die EU beschwört die Kriegsparteien: "Es gibt keine militärische Lösung."
Kurz vor der Nahost-Konferenz in Annapolis sind die Erwartungen hoch: Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sieht in ihr eine "historische Initiative", US-Präsident George W. Bush ist "optimistisch" und Israels Ministerpräsident Ehud Olmert kündigte bereits Gespräche über einen Palästinenser-Staat an.
In den Palästinensergebieten herrscht de facto Bürgerkrieg, das fragile Staaten-Gebilde droht zu zerreissen. Im Gazastreifen gewinnt die radikalislamische Hamas die Oberhand. Fatah-Anhänger drängen Präsident Abbas dazu, den Ausnahmezustand auszurufen.
Lange hat die Waffenruhe nicht gehalten: Nur ein paar Stunden nach Verkündung haben sich Anhänger der verfeindeten Palästinensergruppen Fatah und Hamas eine Straßenschlacht in Gaza-Stadt geliefert. Eigentlich wollen beide Seiten über eine gemeinsame Regierung verhandeln.
Bis Dienstagmorgen 5 Uhr soll Israel 1000 Gefangene freilassen - andernfalls müsse die Regierung "den Preis zahlen", heißt es in einem Fax der radikalen Palästinenser, die den israelischen Soldaten Shalit entführt haben.
Nach der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten hat sich der UN-Sicherheitsrat tief besorgt gezeigt. Weitere Anschläge werden befürchtet: Die EU droht bereits mit Kürzungen der Hilfsgelder für die Palästinenser, rief aber auch Israel zur Räson.
Der inhaftierte Palästinenserführer Saadat und mehrere Gefolgsleute haben sich nach einer dramatischen Eskalation der Gewalt israelischen Soldaten ergeben. Die Armee hatte das palästinensische Gefängnis in Jericho zuvor mit Granaten beschossen.
Auf der Suche nach ihrem verschleppten Kameraden fegte die israelische Bodenoffensive über den Gazastreifen. Ministerpräsident Olmert erklärte, für dessen Befreiung werde auch nicht vor "extremen Aktionen" zurückgeschreckt.
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