Für die einen sind sie Terroristen, für die anderen Befreier. Im Gazastreifen feiert die Hamas ihr 25-jähriges Jubiläum - und der Exilchef kommt aus der Papprakete.
Im Zentrum von Gaza-Stadt haben sich am Samstag zehntausende Menschen versammelt, um der Feier zum 25. Jahrestag der Hamas-Gründung beizuwohnen. Die Anhänger der islamistischen Bewegung kamen mit grünen Fahnen, Mützen und anderen Emblemen der Hamas unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auf dem Katiba-Platz zusammen.
Die Geburtstagsfeier war vorgezogen worden, um zugleich der palästinensischen Unruhen am 8. Dezember 1987 zu gedenken, die den Beginn der ersten Intifada markieren. Um eine Tribüne waren Porträts des von Israel ermordeten Hamas-Chefs Scheich Ahmed Jassin sowie des ebenfalls von den israelischen Streitkräften getöteten Militärchefs Ahmed al-Dschabaari zu sehen.
Al-Dschabaari war zum Auftakt der jüngsten israelischen Militäroperation gegen die Hamas vom 14. bis 21. November in seinem Auto im Zentrum von Gaza-Stadt von einer Rakete getroffen worden. Bei dem Konflikt wurden 174 Palästinenser getötet, die überwiegende Mehrheit von ihnen Zivilisten, sowie sechs Israelis.