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Die Organisation "Free Gaza" lässt sich von der israelischen Attacke nicht abschrecken und plant bereits den nächsten Hilfskonvoi in den abgeriegelten Gaza-Streifen. Derweil hat die Hamas die Annahme der von Israel überbrachten Hilfslieferungen abgelehnt.
Ein Land am Pranger: Nun hat auch US-Präsident Barack Obama eine lückenlose Aufklärung des blutigen Einsatzes der israelischen Marine gegen die Gaza-Solidaritätsflotte gefordert. Israel hat inzwischen damit begonnen, die ersten der mehr als 600 festgehaltenen Ausländer abzuschieben - und für einen weiteren diplomatischen Eklat gesorgt.
Israel wollte die Gaza-"Solidaritätsflotte" stoppen - und richtete dabei ein Blutbad an. Mindestens neun Menschen starben. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan spricht von Staatsterrorismus, Israel dagegen weist alle Schuld von sich. US-Präsident Barack Obama will den Fall offenbar genau prüfen.
Israel lockert die Gaza-Blockade, doch der vor vier Jahren entführte israelische Soldat Gilad Schalit bleibt in dem Palästinensergebiet gefangen. Für die Eltern des mittlerweile 23-Jährigen ein Skandal. Nun haben sie und tausende Sympathisanten den Druck auf die isralische Regierung erhöht.
Die internationale Kritik hat Wirkung gezeigt: Israel lockert die seit drei Jahren bestehende Blockade des Gazastreifens. Die Einfuhr bestimmter Güter soll erleichtert werden. Eine Warnung ging an den Iran und den Libanon.
Neun Menschen sind am 31. Mai ums Leben gekommen, als israelische Soldaten einen Hilfskonvoi für den Gaza-Streifen stürmten. Israel hat nun angekündigt, eine eigene Kommission zur Untersuchung des Vorfalls einzurichten. Zu ihr sollen auch ausländische Beobachter gehören.
Israel hat alle 632 inhaftierten Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte frei gelassen. Sie wurden nach Jordanien oder in ihre Heimatländer abgeschoben. Ein pakistanischer Journalist erhebt indes schwere Vorwürfe: Die israelischen Soldaten hätten einigen der getöteten Aktivisten gezielt in den Kopf geschossen.
Fünf der elf Deutschen, die den israelischen Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte miterlebt haben, sind inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt und erheben schwere Vorwürfe gegen Israel. In Tel Aviv spricht man dagegen von Selbstverteidigung.
Die heftigste Attacke kam aus der Türkei: "Mord im Auftrag des Staates", nannte Außeniminster Davutoglu bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates den Angriff Israels auf die Gaza-Hilfsflotte. Israel versucht derweil, die weltweiten Wogen der Entrüstung zu glätten.
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