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2. Januar 2009, 21:02 Uhr

Israel zerstört Häuser der Hamasführer

Trotz zahlreicher Aufrufe zu einer Feuerpause setzt Israel seine Angriffe auf den Gaza-Streifen fort. Am siebten Tag der Kämpfe zerstörte die Luftwaffe auch 20 Häuser von Hamas-Verantwortlichen. Dennoch weist Israel Berichte zurück, wonach die Armee Führer der islamistischen Organisation gezielt töten soll. Die Hamas wiederum plant Angriffe auf israelische Ziele in aller Welt.

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Nur eine Decke blieb übrig: Ein Palästinenser trägt letzte Überbleibsel aus einem von der israelischen Luftwaffe völlig zerstörten Haus© Khaled Omar/AP

Auch nach sieben Tagen und zahlreichen Friedensappellen aus aller Welt setzt Israel seine Offensive im Gaza-Streifen mit aller Härte fort. Die Luftwaffe bombardierte am Freitag rund 20 meist verlassene Häuser von Hamas-Führern. Auch eine Moschee wurde zerstört, die nach Militärangaben als Waffenlager diente. Bei den Angriffen wurden mindestens fünf Palästinenser getötet, darunter drei Kinder und ein Jugendlicher.

Allerdings wies die israelische Armee Berichte zurück, wonach sie zu der umstrittenen Politik der gezielten Tötung von Hamas-Führern zurückgekehrt sei. Die Luftwaffe greife Häuser an, die zur Hamas- Infrastruktur gehörten und in denen Raketen oder große Mengen an Sprengstoff gelagert würden, sagte eine Armeesprecherin.

Einigen der Angriffe vom Freitag gingen telefonische Warnungen voraus, was Beobachter als neue Militärtaktik werteten. In einigen Fällen wurden zunächst auch Schockbomben ohne Sprengwirkung abgeworfen, um die Bewohner zu warnen. Nach israelischen Angaben gab es auch vor dem Angriff auf das Haus von Hamas-Führer Nisar Rajan am Donnerstag eine Warnung, die aber nicht beachtet worden sei. Bei dem Abwurf einer Bombe mit einem Gewicht von einer Tonne kamen Rajan und 20 weitere Menschen ums Leben, darunter die vier Ehefrauen des Hamas-Führers und elf seiner Kinder. Tausende Palästinenser versammelten sich am Freitag an den Trümmern von Rajans Haus zu einer Trauerfeier für die Getöteten.

Unterdessen erlaubte Israel rund 300 Menschen die Ausreise aus dem Gaza-Streifen. Palästinenser im Besitz eines ausländischen Passes konnten das Gebiet über den Grenzübergang Eres verlassen. "Es gibt kein Wasser, keinen Strom, keine Medizin. Es ist schwierig zu überleben. Gaza ist zerstört", berichtete die 14-jährige Jawaher Haggi, die auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hat.

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Israel betonte, die Entscheidung zur Ausreisegenehmigung habe nichts mit einer möglicherweise bevorstehenden Bodenoffensive zu tun. Die Streitkräfte haben seit Beginn der Kämpfe tausende Soldaten an der Grenze zusammengezogen.

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