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26. Dezember 2008, 10:57 Uhr

Israel stellt Hamas Ultimatum

Trotz des anhaltenden Beschusses durch militante Palästinenser hat Israel die Übergänge zum Gazastreifen für Hilfslieferungen geöffnet. Zugleich drohte Ministerpräsident Olmert der radikal-islamischen Hamas mit Vergeltung. Sollten die Angriffe nicht binnen 48 Stunden aufhören, werde Israel mit militärisch antworten.

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Ein Eselskarren passiert die Grenze in Rafaah im südlichen Gaza-Streifen auf dem Weg nach Ägypten. Am Freitag hat Israel die Grenze für humanitäre Hilfslieferungen geöffnet© Tara Todras-Whitehill/AP

Israel hat trotz des fortwährenden Beschusses durch militante Palästinenser am Freitag erstmals seit zehn Tagen wieder humanitäre Hilfsgüter für den Gazastreifen passieren lassen. Zugleich stellte die israelische Regierung der radikal-islamischen Hamas ein Ultimatum von 48 Stunden, um die Raketenangriffe auf israelische Grenzgemeinden einzustellen. Das israelische Sicherheitskabinett will nach Medienberichten am Sonntag über eine Militäraktion entscheiden. Geplant ist demnach eine mehrtägige Offensive von Luft- und Bodentruppen, um die Hamas zu schwächen.

Nach einer zehn Tage langen Abriegelung passierten nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Freitag erstmals wieder mehr als 90 Lastwagen mit Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und Getreide die Grenze. Darüber hinaus seien eine halbe Million Liter Industriediesel für das Kraftwerk in Gaza sowie 200 Tonnen Kochgas geliefert worden. Nach Angaben der israelischen Tageszeitung "Haaretz" will die Regierung die Vorräte der internationalen Hilfsorganisationen auffüllen, damit es im Falle einer israelischen Militäroffensive zu keiner humanitären Krise im Gazastreifen kommt.

Regierungssprecher Mark Regev wollte Berichte über eine bevorstehende großangelegte Militäroperation weder bestätigen noch dementieren. "Das alles ist Spekulation", sagte Regev auf Anfrage. "Wir wollen heute den Äußerungen von gestern nichts mehr hinzufügen."

Der scheidende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hatte der Hamas am Donnerstag offen mit einem Militäreinsatz gedroht und die Welt auf hohe Opferzahlen vorbereitet. "Hört auf, hört auf (...). Wir sind stärker", appellierte Olmert über den arabischen Fernsehsender Al-Arabija an die Palästinensergruppen. "Ich bin nicht gekommen, um den Krieg zu erklären", sagte Olmert. Zugleich drohte er mit der großen Zerstörungskraft der israelischen Armee und warnte: "Ich denke an die zehntausenden Kinder und Unschuldigen, die als Ergebnis der Hamas-Aktivitäten gefährdet werden".

Raketenbeschuss hält an

Die militanten Palästinensergruppen zeigten sich von der Drohung zunächst unbeeindruckt. Nach Armeeangaben schlugen am Freitag zwei selbst gebaute Raketen und zehn Mörsergranaten auf israelischem Boden ein. Eine selbst gebaute Rakete explodierte versehentlich in einem Haus in der Palästinenserstadt Beit Lahia. Dabei wurden nach Angaben eines Krankenhaussprechers in Gaza zwei Mädchen getötet. Der Vater und eine Schwester seien verletzt worden.

Seit die ohnehin brüchige Waffenruhe zwischen Israel und zwölf militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen am 19. Dezember ausgelaufen war, ist Israel nach Armeeangaben mit mehr als 180 Raketen und Mörsergranaten beschossen worden.

Hamas steht unter Druck

Die Hamas, die seit Juni 2007 den Gazastreifen kontrolliert, steht wegen der schlechten Versorgungslage unter Druck der Bevölkerung sowie anderer militanter Organisationen. Mit dem Raketenbeschuss will sie Israel zwingen, die ausgelaufene Waffenruhe zu besseren Bedingungen fortzusetzen. Die Hamas fordert unter anderem, dass alle Grenzübergänge zum Gazastreifen unbefristet geöffnet werden. Die israelische Regierung wiederum verlangt von den Palästinensern eine durchgängige Einhaltung der Waffenpause, bevor mehr Güter die Grenze passieren dürfen.

Nach Angaben des israelischen Rundfunks hat Ägypten seine Polizeipräsenz an der Grenze zum Gazastreifen verstärkt, um eine gewaltsame Grenzöffnung wie im Januar zu verhindern. Ein Sprecher des ägyptischen Außenministeriums sagte auf Anfrage, dass ihm solche Informationen nicht vorlägen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 66)
 
DerExperte (01.01.2009, 08:18 Uhr)
Neues Jahr und immer noch ein alter Witz
UN-Sicherheitsrat dringt erneut auf Waffenruhe im Gaza-Konflikt
New York (dpa) - Der UN-Sicherheitsrat hat Israel und die radikal-islamische Hamas noch einmal eindringlich zur Waffenruhe aufgerufen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen war auf Verlangen der arabischen Staaten in New York erneut zu einer Dringlichkeitssitzung in New York zusammengetreten. UN- Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte sich bei der Debatte über den Gaza-Konflikt zutiefst besorgt, dass beide Seiten den Ruf nach einem sofortigen Ende der gegenseitigen Angriffe bisher ignoriert haben.
>
Das ist laecherlich. Israel kuemmert es soviel wie jem-anchi ob es in Peking eine schale reis kostenlos gibt. Solange Deckung da ist - bestimmen die israelis ueber die UN! Ist das nicht eines was man 2009 aendern sollte!? Oder soll sich Ban Ki Moon gleich erschiesen?
DerExperte (01.01.2009, 07:22 Uhr)
@ expert to expert
wieso 65 jahre? - du meinst die kriegsjahre? sind keine 65!
brainfart??
YES!!
DerExperte (01.01.2009, 07:05 Uhr)
@gabil (1.1.2009, 6:52 Uhr)

Teil 2
Habe eigentlich mehr Reaktionen erwartet aber sind natürlich noch nicht alle wach.
_
Ich bin wach weil es hier noch 2008 ist!
_
Dieses ist eine Aussage meines Chefs der fest daran glaubt das dieses was jetzt dort drüben geschieht in seinem geliebten Deutschland passiert wäre,hätte die Geschichte einen anderen Verlauf.
_
- da hat er wohl recht, wenn ich verstehe du meinst wenn AH gewonnen haette..
_
Ein Volk, das vor 65 Jahren eine unvorstellbare Qual erleben musste, darf einem anderen Volk ( in diesem Fall den Palästinenser) nicht dasselbe Leid antun.
. wieso 65 jahre? - du meinst die kriegsjahre? sind keine 65!
_
Die müssten doch wissen was Völkermord ist.
=
fuer die israelis geht es darum strategisch ein land fuer sich allein zu haben! die wollen kein zweites land in ihrem staat - und das ganze wird BOESE enden. Israel wird auch bei einem SIEG - NICHT siegen!!
-
Ich entschuldige mich natürlich das ich die Aussage meines Vaterlandstreuen Chefs Wiedergegeben habe,
_
das solltest du auch!!
_
aber wer entschuldigt sich für die toten und verwundeten Babys im Gaza?
-
frage mal die hamas die nach dem 19.12 nicht abwarten wollte sondern einen neuen vertrag erzwingen wollte! und es stimmt mit deren selbstgebauten waffen haben die nur ein bruchteil erreicht was israel ereichte - mit einer armee gesponsert durch die USA!
Und israel wird die toten auf ihre end billanz nehmen muesen!
-
noch etwas: Ich arbeite bei diesem Mann nicht aus Langeweile sondern weil ich keine Alternative habe.
-
das verstehe ich - und ist schlimm genug!
Sonst könnte ich mir nicht andauernd anhören:" Wenns dir hier nicht gefällt solle ich in mein Land gehen.
-
dein boss scheint ein unbelehrbares Stueck braune Sch..e zu sein!
Gruss an ihn !
gabil (01.01.2009, 06:52 Uhr)
Teil 2
Habe eigentlich mehr Reaktionen erwartet aber sind natürlich noch nicht alle wach.
Dieses ist eine Aussage meines Chefs der fest daran glaubt das dieses was jetzt dort drüben geschieht in seinem geliebten Deutschland passiert wäre,hätte die Geschichte einen anderen Verlauf.
Ein Volk, das vor 65 Jahren eine unvorstellbare Qual erleben musste, darf einem anderen Volk ( in diesem Fall den Palästinenser) nicht dasselbe Leid antun.
Die müssten doch wissen was Völkermord ist.
Ich entschuldige mich natürlich das ich die Aussage meines Vaterlandstreuen Chefs Wiedergegeben habe,
aber wer entschuldigt sich für die toten und verwundeten Babys im Gaza?
noch etwas: Ich arbeite bei diesem Mann nicht aus Langeweile sondern weil ich keine Alternative habe. Sonst könnte ich mir nicht andauernd anhören:" Wenns dir hier nicht gefällt solle ich in mein Land gehen.
DerExperte (01.01.2009, 05:07 Uhr)
@ gabil (1.1.2009, 1:39 Uhr)
zu deiner Mail:
Wenn ich das so sehe war der Einsatz von ......
Das war dumm - sehr dumm und eine der bloedesten Kommentare seit langem!
Dein Jahr faengt schlecht an!
Am besten du entschuldigst Dich!
gabil (01.01.2009, 01:39 Uhr)
Danke
Wenn ich das so sehe war der Einsatz von Zyklon B u.a. gar nicht so falsch wie man es mir in der Schule immer Zwanghaft eingeredet hat.
DerExperte (31.12.2008, 21:06 Uhr)
Das interesante ist...,
, das die USA bei JEDEM anderem STAAT
schon lange eingegriffen haette - wir alle wissen noch wie Russland verbal und mit Drohungen ( und amerikanische Kriegsschiffentsendung )angegriffen wurde und Merkel hat mit umgekehrten vorzeichen dies verurteilt was nun abgesegnet ist. Die zahnlose UN verurteilt seit Jahren und NIE wird sich etwas aendern. Der Krieg ist strategisch gewaehlt und Hamas wollte bessere Bedingungen nach dem 19. 12 - welche Israel nicht will. Deshalb hat Hamas den Fehler begangen Raketen zu werfen. Israel kommt mir manchmal vor wie die Friedenstaube mit Raketen im Anflug. Na klar hat Hamas provoziert - aber ich behaupte mal: Israel will gar keinen keinen Pal staat auf "so den DEREN" Boden!!
keinheiliger (29.12.2008, 07:13 Uhr)
Das
man das aktuelle Geschehen nicht kommentieren kann ist eigentlich schade, sei’s drum. Das Kind ist jetzt sowieso in den beruehmten Brunnen gefallen und erneute, ernsthafte Rettungsversuche werden ergebnislos bleiben, denn das Problem der Palaestinenser und der Israelis ist und bleibt die Hamas.
Die Hamas war der Retter der Palaestineneser, als sie Kindergaerten, Schulen, sowie eine halbwegs funktionierende Grundversorgung und damit eine soziale Basis fuer die meisten Menschen organisierte, als Arafat versuchte in die grosse Politik einzusteigen und sich mit dem Erreichten vor ueber 15 Jahren nicht zufrieden geben wollte und genau dieses versaeumt hat.
Dankbar haben die Palaestinenser die Hilfe angenommen, ihre Goenner gewaehlt und zu ihren neuen Fuehrern gemacht. Sie waren sich vielleicht gar nicht bewusst, dass diese Leistungen einmal ihren Preis haben werden, naemlich die entsprechend fanatische Ausrichtung des Glaubens und die kompromisslose Haltung gegenueber Israel, die man leider als laecherlich bezeichnen muss.
Es ist muessig und wenig sinnvoll ueber begangenes Unrecht und die vielen Fehler Israels zu debattieren. Israel hat sich letztlich kompromissbereit gezeigt, war zu Ausgleichszahlungen bereit, hat, wenn auch zoegerlich, die Besiedlung gestoppt und sogar Siedlungen geraeumt. Man darf dabei nicht vergesssen, dass auch Israel unter religioesen Spinnern und fanatischen Kriegshetzern zu leiden hat, die nicht einfach zu ignorieren sind. Und letztlich kann das Rad der Zeit nicht einfach zureuckgedreht werden.
Die Illusion der Hamas Israel irgendwie besiegen zu koennen, wird wie immer vom Iran und anderen fanatischen Fundamentalisten in islamische Laendern moralisch, wie sicherlich auch waffentechnisch unterstuetzt, aber es wird eine grausame Illusion bleiben. Denn hier kaempft David gegen Goliath, wobei David nicht einmal Steine fuer seine Schleuder hat, sondern lediglich ein paar Knueppel um auf die Zehen dreschen zu koennen.
Das Problem kann nur geloest werden, wenn die islamischen Staaten und vor allem der Iran die Hamas zum Kurswechsel auffordern, aber das bleibt auch eine Illusion. Vielleicht wartet gerade der Iran auf seine grosse Stunde, hoffen wir’s nicht. MfG
DerExperte (28.12.2008, 20:38 Uhr)
Wenn Hamas Islam ist ...
und der Islam Hamas- dann werden Christen und Juden noch eine menge von den "Freunden" erleben.
Ist es so das der WW3 ein Kampf der Religionen wird?
manesse (28.12.2008, 20:05 Uhr)
@robbespierre
Mit Bezug auf Ihren Beitrag vom 28. 12 um 0.54 Uhr: Ausnahmsweise stimme ich Ihnen voll und ganz zu! Es wäre ein Gewinn für die gesamte Region, würde die Hamas entmachtet.
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