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Raketen schlagen nahe SOS-Kinderdorf ein

Seit Tagen schießen Palästinenser und Israelis Raketen aufeinander. Jetzt hätte es wohl beinahe auch ein SOS-Kinderdorf im Gazastreifen getroffen. 15 Raketen schlugen in der Nähe ein.

  Rauchschwaden ziehen über Rafah im Gazastreifen auf. Mit einer Luftoffensive bombardierte Israel dort Hamas-Camps.

Rauchschwaden ziehen über Rafah im Gazastreifen auf. Mit einer Luftoffensive bombardierte Israel dort Hamas-Camps.

Der Nahost-Konflikt hat auch ein SOS-Kinderdorf im Gazastreifen erreicht. In der Nähe des Einrichtung in Rafah seien mehr als 15 israelische Raketen auf Hamas-Camps niedergegangen, teilten die SOS-Kinderdörfer mit. Die Kinder des Dorfes seien durch die Detonationen traumatisiert worden, alles sei mit Staub bedeckt gewesen. Aus Sicherheitsgründen dürften die Kinder das Dorf nicht mehr verlassen.

Die Organisation appellierte an Palästinenser und Israelis, das Dorf und dessen Umgebung als Kinderschutzzone zu akzeptieren und jegliche Kampfhandlungen in der Umgebung einzustellen. An beide Seiten seien die genauen Koordinaten übermittelt worden. Die SOS-Kinderdörfer helfen nach eigenen Angaben vernachlässigten, notleidenden Kindern und Familien sowohl in den Palästinensergebieten als auch in Israel.

Zahl der Toten steigt auf 36

Indes stieg die Zahl der Toten bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben auf 36. 260 Menschen seien verletzt worden, teilte die Nachrichtenagentur Safa mit. Sie gilt als Sprachrohr der radikal-islamischen Hamas. Unter den Toten seien auch eine 80-Jährige und fünf Jungen im Alter von 2 bis 15 Jahren. Die israelische Armee habe die Häuser von mehr als 40 militanten Palästinensern bombardiert, teilte die Hamas mit. Israels Armee ruft für gewöhnlich kurz vor den Angriffen zur Warnung die Familien an und fordert sie zum Verlassen der Gebäude auf. In mehreren Fällen hätten sich Einwohner jedoch geweigert und seien dann getötet worden, berichteten Angehörige und Augenzeugen.

Israel unter Raketenbeschuss

Israel steht seit Tagen unter heftigem Raketenbeschuss radikaler Palästinenser. In Tel Aviv heulten am Mittwochmorgen erneut die Warnsirenen. Menschen eilten in die Schutzräume. Es waren mehrere dumpfe Explosionen zu hören. Militante Mitglieder der im Gazastreifen herrschenden Palästinenserorganisation Hamas hatten am Dienstagabend auch weiter entfernte Städte in Israel angegriffen, darunter auch die Küstenmetropole Tel Aviv und die Hauptstadt Jerusalem. In der Küstenstadt Chadera nördlich von Tel Aviv sei eine Rakete eingeschlagen, hieß es. Die Stadt liegt 117 Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Dies sei der Raketenangriff mit der bisher größten Reichweite gewesen, sagte die Sprecherin. Es gab bislang keine Berichte über Opfer in Israel.

fme/DPA/DPA
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