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Georgiens Innenministerium hat mehrere hochrangige Offiziere festnehmen lassen. Angeblich haben sie zusammen mit dem russischen Geheimdienst einen Militärputsch und einen Sprengstoffanschlag auf ein Nato-Manöver geplant.
Der Streit um die von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien steuert auf einen neuen Höhepunkt zu: Südossetiens Parlamentspräsident Snaur Gassijew zufolge hat Russland angekündigt, Südossetien in einigen Jahren zu absorbieren. Das Dementi aus dem Kreml fiel schwach aus.
Schrille Töne im Streit um die von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien: Die Europäische Union denkt nun sogar über Sanktionen gegen Russland nach. Moskau reagiert mit trotzigem Spott. Die EU sei "einfach enttäuscht", dass ihr "kleiner Schoßhund" Georgien die "Erwartungen nicht erfüllt" habe.
Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat die von Georgien abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien als unabhängig anerkannt. In seiner Rede warf Medwedew Georgiens Präsident Michail Saakaschwili Völkermord vor und bezeichnete die Entscheidung des Kreml als "einzige Möglichkeit, das Leben der Menschen zu retten". Lesen Sie die wichtigsten Auszüge aus der Rede des Kremlchefs.
Im Kaukasus-Konflikt stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation: Das russische Parlament forderte Präsident Dmitri Medwedew auf, die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anzuerkennen. Bush appellierte an Medwedew, die Separatisten-Regionen nicht als unabhängig anzuerkennen.
Die Bundesregierung hat Russland aufgefordert, den Abzug aus Georgien "jetzt unverzüglich" zu vollenden. Kanzlerin Merkel regte außerdem eine Nachbarschaftskonferenz an. Unterdessen kontrollieren russische Truppen weiterhin die georgische Hafenstadt Poti.
Vom fest versprochenen Rückzug ist wenig zu merken: Russische Truppen befestigen Stellungen in Georgien, kontrollieren den Verkehr auf den wichtigsten Fernstraßen des Landes, fliegen Patrouillen. Ein ranghoher russischer General sagte, mindestens zehn Tage werde der Abzug noch dauern.
Hinter den Kulissen werden in Georgien bereits Weichen für die Zeit nach Eduard Schewardnadse gestellt. Doch bis zu den angekündigten Neuwahlen "in 45 Tagen" drohen dem Land neue Erschütterungen, denn beide Oppositionsgruppen sind einander nicht grün.
Der nach wochenlangen Demonstrationen der Opposition zurückgetretene georgische Präsident Eduard Schewardnadse vermutet Organisatoren des Machtwechsels in den USA.
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