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23. Februar 2012, 12:39 Uhr

Deutschland hält inne

In Berlin lief die große Gedenkfeier, doch in ganz Deutschland wurde auch auf kleineren Bühnen der Opfer rechter Gewalt gedacht. Bilder aus einem Land, das für einen Moment innehält.

Fotostrecke 15 Bilder
© Hendrik Schmidt/DPA

Rund 80 Bürger haben sich in Zwickau vor dem Rathaus der Stadt versammelt, um wie in Berlin und vielerorts im ganzen Land der zehn Opfer der Neonazi-Gruppierung zu gedenken, die auch als Zwickauer Zelle bekannt wurde. Viele Institutionen folgten einem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände und ließen die Arbeit am Donnerstag um 12 Uhr kurz ruhen.

In Berlin stoppten Busse und Straßenbahnen an Haltestellen, U- und S-Bahnen verharrten an Bahnsteigen. Auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg unterbrach seine Programme für eine Minute. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versprach den Angehörigen der Opfer auf einer zentralen Gedenkfeier im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, dass der Staat alles tun werde, um die Morde aufzuklären und die Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

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