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7. April 2008, 14:52 Uhr

Islamkritiker kein Volksverhetzer

Der Produzent des islamkritischen Films "Fitna" Geert Wilders ist kein Volksverhetzer. Dieses Urteil hat ein Richter in Den Haag nun verkündet. Holländische Muslime hatten Wilders angezeigt, weil der Film und Aussagen des Rechtspolitikers volksverhetzend seien. Von Frank van Hoorn

Demo gegen den Rechtspopulisten Wilders in Amsterdam© Olaf Kraak/AFP

Als Abgeordneter müsste Geert Wilders, der mit seiner eigenen "Partei für die Freiheit" neun der 150 Sitze im niederländischen Parlament besetzt, seine Meinung frei äußern können, so der Richter. Er nennt Wilders Äußerungen zwar provozierend, aber der Rechspolitiker predige keinen Hass gegen Muslime.

Den Koran wie Wilders es tut, "faschistisch" zu nennen, sei beispielsweise erlaubt, sagte der niederländische Richter nachdrücklich. "Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist hier ausschlaggebend." In ihrer Klageschrift forderte die Niederländische Islamische Vereinigung vor allem, dass Wilders sich "nie wieder hetzend" äußern dürfe.

Erst am Sonntag hat der umstrittene Politiker eine zweite Fassung von "Fitna" im Internet veröffentlicht. Das Bild des niederländischem Rappers Salah Edin, der mit dem Mörder des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh aus Versehen verwechselt worden war, ist nun durch das Foto vom richtigen Täter ersetzt worden. Edin hatte eine einstweilige Verfügung gegen Wilders beantragt.

Auch eine Karikatur des dänischen Zeichners Kurt Westergaard ist durch eine andere Zeichnung ausgewechselt worden. Westergaard hatte mit einer Anzeige gedroht, weil Wilders im Film seine Karikatur ohne Genehmigung benutzt habe.

Von Frank van Hoorn
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
utospatz (07.04.2008, 19:39 Uhr)
Was hat eine sogenannte Religion
schon angerichtet?
Hexenvervolgung, schwarze töten, oh Herr mach alle tot die nicht katholisch sind! Die größten Volksvernichter sind die sogenannten christlichen Kirchen.!
Es gibt keine Organisation seit Columbus, die dermaßen zu ihrem eigenen Gewinn in das Leben anderer Völker eingegriffen hat!
Oh Herr was bin ich katholisch!
Mir ist doch jede Religion egal, nur wenn, wie in Deutschland eine jede Partei glaubt sie habe die Weisheit von Jahrtausenden gepachtet, wird mir übel, und ich muss wie bei Kohl, kotzen!
Oh Herr der war christlich!
ch4K (07.04.2008, 18:13 Uhr)
Ich habe
FITNA auch gesehen und ich finde nicht, daß dort irgendwie gehetzt wird. Klar sind die Aussagen recht einseitig aber das ist ja auch kein Pro-Islam Film sondern ein kritischer.
Und wenn auch nur 1 Muslim deswegen protestiert, wäre es in meinen Augen nur gerechtfertigt noch weitere 1000 Filme dieser Art zu zeigen, und zwar kostenlos in öffentlichen Räumen wie Kinos....so lange bis die Fanatiker endlich einsehen, daß in den meisten nichtmuslimischen Teilen der Welt eine unumstößliche MEINUNGSFREIHEIT besteht.
undjetztnochder (07.04.2008, 18:07 Uhr)
Ich habe den Film gesehen:
es werden Koran-Zeilen ("Suren") - von denen mich einige mit ihrer Brutalität und ihrer unversteckten Gewaltandrohung wirklich schockiert haben - und Ausschnitte aus tatsächlich gehaltenen Hasspredigten neben Bilder von Attentaten gesetzt, die im Namen des Islam in den letzten Jahren begannen worden sind. Wo ist hier das Problem? Dass einer mal unbequeme Wahrheiten sagt? Hier geht es doch gar nicht um die Meinungsfreiheit, sondern wir reden über Tatsachen: Koranzeilen, Hasspredigten, Attentats- und Hinrichtungsvideos. Das wäre ja auch noch schöner, so etwas zu verbieten, dann könnte man demnächst ja auch z.B. einen Dokumentarfilm verbieten, wenn einem die Inhalte nicht passen...
UR63 (07.04.2008, 17:40 Uhr)
Recht so!
Die Meinungsfreiheit wird wenigstens in den Niederlanden geschützt!
In Deutschland hätte sich kein Richter getraut!
wwwilly (07.04.2008, 17:30 Uhr)
Ich warte...
...immer noch auf den Tag wo Muslime mal gegen radikale Islamisten auf die Straßen gehn anstatt gegen irgend welche blöden Mohammed Bildchen oder Filme usw.
sachsenwini (07.04.2008, 16:41 Uhr)
Solange sie bei der Wahrheit bleiben

Solange Islamkritiker nichts verfälschen und nur Dokumente und Tatsachen zeigen, sind sie natürlich genau so wenig Volksverhetzer, wie Israelkritiker nicht antisemitisch und Amerikakritiker nicht antiamerikanisch sind.
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